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Live-Testfahrt mit Model S: Hält Teslas Wunder-Elektroauto, was es verspricht?

Von Wilfried Eckl-Dorna und Nils-Viktor Sorge

Tesla Model S: Geschärft in die letzte Testrunde Fotos
manager magazin

US-Autobauer Tesla will seinem Model S eine Elektro-Revolution auslösen. Jetzt kommt der sprintstarke Wunderwagen mit angeblich 480 Kilometern Reichweite nach Deutschland. In einem exklusiven Live-Test zwischen Garmisch und Flensburg stellt er sich der Autobahn.

Selten ist ein Auto in den USA mit so viel Vorschusslorbeeren bedacht worden wie Teslas Model S. Eine Auszeichnung nach der anderen hat das Elektroauto eingeheimst und ließ die Verbrenner-Konkurrenz von GM, Ford oder auch BMW und Mercedes manches Mal alt aussehen.

Bei der Wahl zum Car of the Year der renommierten Zeitschrift "Motor Trend" war das Model S der erste Wagen, den die Juroren einstimmig kürten. Sportlich, wendig und natürlich völlig lautlos - das begeisterte die Tester. Inzwischen erntet Tesla erste Früchte der Arbeit: Das Unternehmen verkaufte im ersten Quartal mehr Autos als geplant, rutschte in die schwarzen Zahlen und erfreut sich eines steil ansteigenden Aktienkurses.

Wie kann es sein, dass ausgerechnet ein Stromer einen derartigen Hype erzeugt? Gelten die Wagen doch bisher eher als überteuert und wenig sportlich. Als Hauptproblem nennen Autoexperten immer wieder die Reichweite - mehr als 150 Kilometer weit kommen bisher die wenigsten Modelle. Als reines Stadtauto sehen daher Konzernchefs wie Martin Winterkorn (Volkswagen) oder Norbert Reithofer (BMW) die Elektroautos.

Allgemein herrscht in Deutschland eher Ernüchterung beim Thema Elektromobilität vor. Kaum einer glaubt noch daran, dass der Plan der Bundesregierung aufgeht, bis 2020 eine Million Stromer auf die Straße zu bringen - derzeit sind es erst einige tausend.

Hat Teslas Model S das Zeug, die Stimmung zu drehen? Den rein batterieelektrisch angetriebenen Kleinwagen vom Schlage eines Nissan Leaf oder Mitsubishi i-Miev setzen die Kalifornier eine ausgewachsene Limousine von fünf Metern Länge entgegen. Statt viel Plastik protzt Tesla im Model S mit einem 17 Zoll großen Touchscreen in der Mittelkonsole. Das Fahrzeug ist eine rollende Kampfansage an die großen Autokonzerne wie BMW und Daimler.

Die gewagteste Ansage macht Tesla bei der Reichweite des Fahrzeugs: Chef Elon Musk verspricht für das Model S bis zu 500 Kilometer.

Als erstes Medium testet manager magazin online das Auto nun auf der deutschen Autobahn ausgiebig auf Herz und Nieren - vor allem das Reichweiten-Versprechen. Von Garmisch-Partenkirchen über Frankfurt und Dortmund geht es ab Mittwoch, 9 Uhr, nordwärts. Am Freitag soll das Ziel erreicht sein.

Dazwischen liegen zahlreiche Stationen, an denen die Reporter Elektroauto-Enthusiasten und -Skeptiker, Konzernvertreter und Forscher treffen und zur Mobilität der Zukunft befragen. Im Liveticker schildern die Reporter ihre Eindrücke, auf Facebook können User die Testfahrt kommentieren, Anregungen geben und Fragen stellen.

Seien Sie dabei bei einer ungewöhnlichen Testfahrt - lesen Sie, wie sich das Auto schlägt und welche Hürden die Elektroautos noch vor sich haben!

nis/wed

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insgesamt 130 Beiträge
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1.
gultimore 24.04.2013
Da bin ich ehrlich gesagt neidisch. So eine lange Strecke würde ich gerne mal mit diesem Wagen fahren. Gibt es irgendwelche Aussagen über den Preis? Kostet der mehr oder weniger als 100.000 € bei 500 km Reichweite?
2. Das ist keine Test- sondern eine PR-Fahrt,
hexenzange 24.04.2013
die keine Rückschlüsse auf den normalen Verbrauch zulässt. Wenn ich von München nach Hamburg fahren will, tingele ich nicht über die Dörfer..
3. hmm und dann?
Dyl Ulenspegel 24.04.2013
und was ist nach 500 km? 8 Stunden Zwangspause zum Aufladen der Akkus? Unter der Voraussetzung, daß ich nach Erreichen meines Ziel auch wieder nach Hause möchte, begrenzt das den Aktionsradius auf 250 km. Wirklich viel ist das nicht. Dann doch lieber Hybrid... P.S.: das Design ist allerdings wirklich gut gelungen, finde ich
4. Fahren, Laden, Fahren...
Karaja 24.04.2013
jetzt gurkt Ihr schon über ein Stunde durch die Gegend und mehr bekommt man nicht zu lesen als: "Wir werden irgendetwas machen..."? Das ist ja fast spannender al eingeschlafene Füße! Jetzt berichtet mal!
5.
spon-facebook-1684155594 24.04.2013
Zitat von gultimoreDa bin ich ehrlich gesagt neidisch. So eine lange Strecke würde ich gerne mal mit diesem Wagen fahren. Gibt es irgendwelche Aussagen über den Preis? Kostet der mehr oder weniger als 100.000 € bei 500 km Reichweite?
Hier die Preise: Model S Optionen und Preise | Tesla Motors (http://www.teslamotors.com/de_DE/models/options)
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Welche Typen von Elektroautos gibt es?
Reiner Elektroantrieb
Diese Fahrzeuge haben keinen klassischen Antriebsstrang mehr, der vom Motor die Bewegungsenergie auf die Räder überträgt. Stattdessen sind in den Radnaben Elektromotoren, die Energie kommt aus einem Akku, der an der Steckdose aufgeladen werden kann. Weil die Speicherkapazität der Batterien noch nicht mit einem klassischen Automobil vergleichbar ist, haben einige Elektromobile einen sogenannten Range Extender an Bord - einen kleinen Generator, der die Elektromotoren mit Energie versorgt, wenn der Akku leer ist.

Beispiele: Tesla Model S, VW E-Up, VW E-Golf, Renault Zoe, BMW i3, Ford Focus Electric, Nissan Leaf, Mercedes B-Klasse E-Drive
Hybridantrieb
Hybridautos haben zusätzlich zum klassischen Verbrennungsmotor einen Akku an Bord. Wenn der leer ist, springt der Benziner an. Eine Variante sind sogenannte Mild-Hybrid-Systeme, bei denen der Stromantrieb nur parallel unterstützend läuft, um den Benzinverbrauch zu reduzieren. Der Akku wird in der Regel durch Bremskraftrückgewinnung und einen Dynamo geladen. Zukünftige Hybridfahrzeuge sollen aber auch an der Steckdose aufladbar sein.

Beispiele: Toyota Prius, Toyota Prius+, VW Golf GTE, Porsche Panamera S E-Hybrid, Porsche 918 Spyder, Volvo V60 PiH, BMW i8
Brennstoffzellenantrieb
Bei diesen Fahrzeugen tankt man statt Benzin flüssigen Wasserstoff. In einer chemischen Reaktion wird das Hydrogen in der Brennstoffzelle in elektrische Energie umgewandelt, die dann das Fahrzeug antreibt. Anders als bei reinen Elektrofahrzeugen ist die Infrastruktur für den Wasserstoff eine ungelöste Frage. Vorteil der Brennstoffzellenfahrzeuge ist ihre größere Reichweite.

Beispiele: Hyundai ix35, Honda FCX Clarity, Hamburger Nahverkehrsbusse (Mercedes-Benz), Toyota Mirai
Range Extender
Im Gegensatz zu den herkömmlichen Elektroautos haben Range Extender einen Verbrennungsmotor an Bord, der anspringt, wenn die Ladung der Batterie zur Neige geht. Vorteil: Die Reichweite steigt auf das Niveau eines Autos mit konventionellem Antrieb. Vorreiter dieser Spezies ist der Opel Ampera, der die Kraft des Verbrenners aber auch nutzt, wenn die volle Leistung zum Beispiel auf der Autobahn abgerufen wird.

Beispiele: Opel Ampera (baugleich mit Chevrolet Volt), BMW i3 (optional mit Benzinmotor)


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