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Riskantes Schutzschild-Manöver: Lkw-Fahrer stellen Falschfahrer auf der Autobahn

Warnschild gegen Falschfahren:    Jedes Jahr mehr als 20 Tote    Zur Großansicht
DPA

Warnschild gegen Falschfahren: Jedes Jahr mehr als 20 Tote

Mit einer riskanten Aktion haben zwei Trucker einen Falschfahrer in Bayern gestoppt. Mit ihren Lastwagen bildeten sie einen Schutzschild - und brachten den 82-jährigen Autofahrer so zur Umkehr.

Zwei Lastwagenfahrer haben auf der A3 in Bayern einen Falschfahrer gestellt. Wie die Polizei mitteilte, hörte ein 44-jähriger Trucker am Dienstag im Radio eine Falschfahrerwarnung, als er in der Nähe von Passau unterwegs war. Er wechselte mit seinem Lkw auf die linke Spur, um den nachfolgenden Verkehr zu verlangsamen.

Dann verständigte er sich mit einem anderen Lastwagenfahrer, der auf der rechten Spur ebenfalls die Geschwindigkeit verringerte. Wenige Minuten später erreichte der 44-Jährige den Falschfahrer, der inzwischen an der Mittelplanke angehalten hatte. Der Lkw-Fahrer stieg aus und forderte den 82 Jahre alten Falschfahrer zum Wenden auf.

An der nächsten Ausfahrt bei Pocking, Niederbayern, kam dann auch die Polizei und übernahm den Fall. In der Zwischenzeit hatten andere Lkw-Fahrer mit Auf- und Abblenden vor der Gefahr gewarnt. Ein Polizeisprecher sagte, die Aktion der Lkw-Fahrer sei nicht ganz ungefährlich gewesen. Normalerweise sollte man sich auf Autobahnen rechts halten, sofern vor Falschfahrern gewarnt wird.

Verkehrsminister Dobrindt plant Warnsystem

Zu einer ähnlichen Aktion war es Ende 2012 auf der A1 in Norddeutschland gekommen. Damals bildeten ebenfalls Lkw einen Schutzschild, um den nachfolgenden Verkehr vor einem Falschfahrer zu schützen. Die Lastwagenfahrer konnten den damals verwirrten Mann sanft stoppen.

Verkehrsminister Alexander Dobrindt prüft derzeit die Einführung einer elektronischen Falschfahrer-Warnung. Zunächst ist ein Pilotprojekt an einer stark befahrenen Autobahn in Süddeutschland geplant, mit dem Falschfahrer an Anschlussstellen automatisch erkannt und Autofahrer visuell und akustisch gewarnt werden können.

Laut ADAC gab es allein im vergangenen Jahr etwa 2200 Falschfahrermeldungen in Deutschland. Nach den Aufzeichnungen des Automobilklubs kam es 2013 zu 16 Unfällen, 22 Menschen starben.

Zivilcourage: Der Trucker, der den Falschfahrer ausbremste

mhu/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 51 Beiträge
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1.
spon-41d-frm9 19.08.2014
großartige Aktion!!!! Was soll den Truckern schon passieren, und einem PKW Fahrer der die Warnung nicht gehört wurde das Leben gerettet. Zivilcourage ist niemals ungefährlich
2. visuelle und akustische Warnung ...
Hauke 19.08.2014
Schwachsinn. Selbstschußanlagen an den Ausfahrten, so daß dort einfahrende Selbstmörder und Mörder schon vor Erreichen der Hauptstrecke erledigt werden.
3. Was sagt der ADAC zu seinen Greisen?
hinzkunz@gmx-topmail.de 19.08.2014
Gar nichts! Er schreibt lieber über jugendliche Raser. Das sture Senioren immer öfter die übrigen Verkehrsteilnehmer in hohe Gefahr bringen, wird so lange weitergehen, bis sich endlich ein Politiker oder vielleicht sogar der ADAC traut, denen mal ins Gewissen zu reden. Nur, wer liest dann noch das Treppenlift Magazin oder kauft sich silberfarbene Mercedes?
4. Temporärer Führerschein
levy_izhak 19.08.2014
Die Fahrerlaubnis sollte wie in den USA auf Zeit erteilt werden und eine periodische Prüfung der Körperlichen Fähigkeiten und des Fahrerischen Könnens Voraussetzen.
5.
ede_wolf 19.08.2014
Wann kommt endlich die automatische Überprüfung der Fahtüchtigkeit ab 75 Jahren?
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