Black Cabs Elektrische London-Taxis sollen in Paris fahren

Lange Zeit prägten die Black Cabs nur das Stadtbild von London. Seit ein chinesischer Konzern den Hersteller übernommen hat, erobern die Taxis nach und nach die Städte der Welt. Nun folgt Paris - und dann?

Exportschlager - das Black Cab
AFP

Exportschlager - das Black Cab


Eines der bekanntesten Wahrzeichen von London soll sich im kommenden Jahr in Paris breitmachen - das sogenannte Black Cab. Die legendären Taxis werden mittlerweile mit E-Motor angetrieben und kommen vom britischen Hersteller London Electric Vehicle Company (LEVC). "Viele französische Städte leiden unter Luftverschmutzung. Wir sind froh, dass wir den Fahrern und Passagieren neue Möglichkeiten in Paris anbieten können", sagte LEVC-Chef Chris Gubbey. Angestrebt sei der Start für die erste Jahreshälfte.

Das Unternehmen gehört zum chinesischen Geely-Konzern, der mittlerweile über nennenswerte Beteiligungen in der Autoindustrie verfügt. Geely ist unter anderem im Besitz von Volvo, an Daimler halten die Chinesen knapp zehn Prozent. Anfang 2013 retteten sie das Black Cab durch die Übernahme des damaligen Produzenten, seitdem streben sie eine weltweite Expansion mit den Fahrzeugen an. Bekannt sind Pläne für Oslo und Berlin. In den Hamburger Stadtteilen Lurup und Osdorf testen die Verkehrsbetriebe gemeinsam mit der Bahn-Tochter ioki bereits ein Shuttle-Angebot, das Menschen mit ähnlichen Zielen zusammen in LEVC-Fahrzeugen transportiert.

LEVC spielt die Tatsache in die Hand, dass viele Städte bereits Fahrverbote für Pkw mit Verbrennungsmotor ausgerufen haben oder noch planen. Besonders ältere Autos mit Diesel sind aufgrund ihres hohen Stickstoffdioxidausstoßes betroffen. Die Black Cabs blieben davon verschont, fahren sie doch mit Elektromotor.

Fahrgäste freuen sich über viel Platz im Black Cab

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Autogramm Elektrisches London-Taxi: Das Geschäft summt

Die Fahrgäste mögen die Autos. Nicht nur wegen ihres nostalgischen Designs, sondern auch, weil sie im Innenraum viel Platz bieten und mit modernster Technik ausgestattet sind. USB-Anschlüsse und Hotspots gehören zum Service für die Passagiere. Die elektrische Reichweite liegt bei etwa 130 Kilometern, kann aber mit einem Range-Extender, also einem kleinen Verbrennungsmotor, der einen Generator antreibt, auf mehr als 600 Kilometer gesteigert werden. In London liegt der Preis für ein Cab bei umgerechnet gut 60.000 Euro.

mhu/Reuters



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