Von Lasse Hinrichs
Etwa ein Jahr dauerte es, bis der Prototyp des Typ 41 fertig war. Als Vorlage nutzte die Firma Aufnahmen eines Originalexemplars aus dem Museum, digitalisierte die Bilder und wandelte sie Hilfe einer CAD-Software in ein 3D-Modell um - dann begann die Sisyphusarbeit. Vor allem das Chassis sei dem Original sehr detailgetreu nachempfunden, sagt Pia Bauer. "Wir konnten hier auf ein Modell im Maßstab 1:8 zurückgreifen, das wir in London ersteigert haben."
Das Resultat der Feinarbeit ist ein Bugatti Royale Typ 41 aus mehr als 1300 Einzelteilen und 18 unterschiedlichen Materialien, inklusive Sitzen mit Samtüberzug und Armaturen aus Holzimitat. Gesamtgewicht des Modells: 1,8 Kilogramm bei rund 37 Zentimetern Länge.
Derart viel Handarbeit hat ihren Preis. Der Oldtimer im Kleinformat kostet 499 Euro - ziemlich happig für ein Vitrinenauto, jedoch durchaus günstig im Vergleich zum Original, das einen Sammlerwert von rund acht Millionen Euro besitzen soll. Bugatti baute ab 1926 lediglich sechs Exemplare des luxuriösen Überautos mit einem 300 PS starken 12,7-Liter-Motor; wirtschaftlich gesehen floppte der Wagen.
Keine solche Autoikone - aber ebenfalls recht selten - ist ein zweites Modell-Fahrzeug, das der Spielwarenhersteller im Sortiment hat: der Lamborghini Murciélago Crystallized, den die Nürnberger Firma im Auftrag des Spielzeug-Herstellers Maisto vertreibt.
Exakt 7688 Swarovski-Kristalle schmücken die Karosserie des auf 550 Stück limitierten Sondermodells im Maßstab 1:18. Der Preis des funkelnden Lamborghini-Modells beträgt 1299 Euro. Wer kauft so etwas bloß? Bauer: "Leute, die schon einen echten Lamborghini fahren."
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