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"Mad Max"-Filmautos: Der Schrott des Gemetzels

Von Christian Frahm

"Mad Max"-Filmautos: Das Blech des Bösen Fotos
Jasin Boland / Warner Bros.

Es ist wieder Endzeit: Diese Woche kommt der vierte Teil der Apokalypse-Actionreihe "Mad Max" in die Kinos, natürlich mit einer Armada von martialischen Vehikeln. Eine Modell-Übersicht.

Max Rockatansky ist zurück: Am Donnerstag kommt der vierte Teil des Endzeit-Epos "Mad Max" in die Kinos. Darin schlägt sich der Ex-Polizist mal wieder durch eine postapokalyptische Welt - und kämpft ums Überleben und um Benzin. Denn das, was den Menschen im Film noch geblieben ist, sind Autos. Wobei Autos eigentlich eine viel zu harmlose Bezeichnung ist für die Monster, die in "Mad Max: Fury Road" von Verbrennungsmotoren bewegt werden.

Wie schon in den früheren Filmen ist Mad Max auch in der neuen Folge mit seinem "Interceptor" zu sehen, einem Ford Falcon XB GT Coupé mit Baujahr 1973. Verglichen mit den Vehikeln seiner Gegenspieler ist das Auto jedoch ein scheckheftgepflegter Fahrschulwagen.

Im Fuhrpark der Bösen gibt es beispielsweise das Modell "Peacemaker", einen Chrysler Valiant, der statt auf Rädern auf Panzerketten fährt. Oder das "Gigahorse", ein wahnsinniges Ensemble aus zwei versetzt übereinander geschweißten 1959er Cadillacs vom Typ Coupé DeVille mit riesigen Traktorenreifen und Doppel-Sidepipes groß wie Abflussrohre. Beängstigend wirkt auch der "Doof Wagon", dessen Name zwar doof klingt, bei dem es sich aber um einen MAN-Vierachser mit einer turmhohen Lautsprecheranlage hinter dem Führerhaus handelt.

Interceptor

Dieses Musclecar - ursprünglich ein Ford XB Falcon Coupé aus dem Jahr 1973 - ist seit dem ersten "Mad Max"-Film das Fahrzeug des Titelhelden. Es hat auch im neuen Actionabenteuer "Mad Max: Fury Road" einen Auftritt.

The Gigahorse

Dieses Monstrum ist sozusagen das Flaggschiff des Bösen. Der Tyrann Immortan Joe führt damit seine mörderischen Gefolgsleute an. Interessant ist der Wagen vor allem wegen der ungewöhnlichen Verschmelzung zweier 1959er Cadillac Coupé De Ville, die auf einem Extrem-Fahrwerk verschweißt sind.

The Nux Car

Ein Ford Deuce Coupé mit Offroad-Fahrwerk, V8-Motor, gewaltigen Sidepipes und einem Kreuz vor dem Kühler, an das gefangene Gegner gebunden werden können. Mad Max erleidet im neuen Film vorübergehend dieses Schicksal.

The War Rig

Das ist der Truck der Guten in "Mad Max: Fury Road". Eine Zugmaschine im Hot-Rod-Stil mit gleich zwei V8-Motoren und Sechsradantrieb. Dazu ein Tankauflieger mit aufgeschweißten Karosseriefragmenten, um die kostbare Fracht - Benzin - zu verteidigen.

FDK

Ein mit einem V8-Motor aufgerüsteter VW Käfer Buggy mit Turboaufladung - und ansonsten wenig Extras. Der Wagen wird im Film zum Flankenschutz von Konvois eingesetzt und ist zu diesem Zweck mit Flammenwerfern ausgerüstet.

Cranky Frank

Ein extrem gechoppter Holden-Pickup, dessen V8-Motor dem Fahrer praktisch keine Sicht nach vorn lässt. Auf der Ladefläche des Autos steht normalerweise der Schütze der Bordkanone. Der Wagen gehört zum Fuhrpark der Bösen und rast meist in unmittelbarer Nähe des Gigahorse durch die Wüste.

The Peacemaker

The Peacemaker: Das wohl abgefahrenste Gefährt im neuen "Mad Max"-Film ist dieses Musclecar vom Typ Chrysler Valiant Bronze Whaler mit Panzerkettenfahrwerk und maximal möglicher Bewaffnung.

The Ploughboy

Ein extrem geländegängiger Kombi vom Typ EH Wagon mit hydraulischem Pflug am Heck und einer Harpune - beides Geräte, um Gegner aus der Bahn zu werfen.

Buick

Ein ehemals braver Buick, jetzt allerdings mit Doppelbereifung auf der stark verbreiterten Hinterachse und einer Flugabwehrkanone auf dem Dach.

Mack

Ein schwer bewaffneter Abschleppwagen, der stets als Letzter über die automobilen Schlachtfelder kurvt, um das aufzusammeln, was noch nicht vollends unbrauchbar ist.

Buggy #9

Ein Kampfmobil auf Basis des Perentti - das war die australische Antwort auf die US-amerikanische Corvette - mit Maschinengewehr auf dem Heck und martialisch aus dem Motorraum hervorkriechenden Sidepipes.

Elvis

Ein geradezu romantischer Name für den rostigen Hot-Rod mit Zwölfzylindermotor und Maschinengewehr auf dem Dach.

Dodge

Ganz vorne auf diesem Hot-Rod alter Schule sitzt ein Roots-Kompressor, hinten sind Stehbleche und Haltestangen für furchtlose Kämpfer angebracht. Und auf der Karosserie dieses Wagens ist sogar noch etwas Lack zu finden - natürlich in Schwarz.

Prince Valiant

Ein Kampfmobil mit Flammenoptik auf Basis des Holden Valiant Charger aus den Siebzigerjahren. An Bord sind ein Flammenwerfer und eine Wurfmaschine für Molotowcocktails.

The Big Foot

Diesem Wagen auf Basis eines Dodge Fargo gehört eine spektakuläre Szene im Film, als er nämlich auf einen nahezu senkrechten Felsen klettert.

Firecar #4

Ein weiteres Kampfgerät aus der Armada der Bösen. Mit langen Fackelstangen und einem Flammenwerfer auf der Ladefläche.

Plymouth Rock

Dieses stachelige Trumm ist sozusagen das Basisfahrzeug der Söldner des Tyrannen Immortan Joe. Unter dem Wald aus rostigen Metallspießen steckt ein Plymouth aus den Dreißigerjahren, doch Originalteile gibt es so gut wie keine mehr an dem Wagen.

Doof Wagon

Ein ehemaliger MAN Raketenträger, umgerüstet zu einer Art Marschkapelle der extremen Art. Ganz hinten auf dem Auflieger schlagen Männer auf Trommeln, deren dumpfer Klang durch Dutzende Lautsprecher zu einem rhythmischen Inferno verstärkt wird. Psychologische Kriegsführung im Niemandsland sozusagen.

Darum sind fast nur umgebaute Oldtimer zu sehen

Zuständig für das Casting der Fahrzeuge war Production-Designer Colin Gibson. Auf die Frage, warum in dem Film fast nur Oldtimer zu sehen sind, antwortete er dem Magazin "Autobild": "Wenn du in den Krieg ziehst, willst du Stahl aus Detroit, keine Kohlefaser." Zudem verlange die Story nach Autos, die man mit dem Hammer reparieren könne, nicht mit dem Laptop.

Die Story: Auf seiner Odyssee durch die Wüste schließt sich Mad Max einer Gruppe von Flüchtlingen an, die dem Tyrannen Immortan Joe entkommen sind. Dieser will sie wieder einfangen, und hetzt ihnen deshalb seine Söldner mit ihren bis über die Dachkanten bewaffneten Fahrzeugen auf den Hals.

Schon im ersten Film, der 1979 in die Kinos kam, standen die Autos und Motorräder im Zentrum der Handlung. Hauptdarsteller Mel Gibson gelang damals in "Mad Max" der internationale Durchbruch als Schauspieler. Auch in den beiden Fortsetzungen aus den Jahren 1981 und 1985 war Gibson zu sehen. Im neuen Film übernimmt jetzt erstmals der englische Schauspieler Tom Hardy die Titelrolle des Mad Max. Keine leichte Aufgabe für den Mimen - er muss nicht nur gegen seinen berühmten Vorgänger anspielen, sondern auch gegen "Peacemaker", "Doof Wagon" und "Gigahorse".

Hier geht es zum Filmtrailer:

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insgesamt 89 Beiträge
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    Seite 1    
1. Für mich
GSYBE 11.05.2015
Für mich der erste echte cineastische Höhepunkt des Jahres; bin sehr gespannt. Tom Hardy braucht sich wahrlich nicht hinter Gibson verstecken. Meiner Meinung nach gehört er zu den 3 besten männlichen Schauspielern momentan (Tom Hardy, Ryan Gosling und Mads Mikkelsen).
2. schade
kerckhofs 11.05.2015
um die schönen Autos. Dabei zeigen doch die täglichen Nachrichten aus aller Welt, dass ein serienmässiger Toyota Hilux vôllig ausreicht um der Zivilisation ein Ende zu bereiten....
3. Nichts verpasst
Heinzi Heinz 11.05.2015
"Mad Max" ist ein Film, ohne den ich getrost leben kann. Danke für die Bilder, dann weiß ich, dass ich nichts verpasst habe.
4. Mad Max I
felisconcolor 11.05.2015
war immer noch der beste Teil. Und anstatt die Story vernünftig weiter zu führen gab es einen Bruch und nur noch mehr Blechgemetzel in einer warum auch immer weit nach Teil 1 liegenden Zukunft. Und Teil drei konnte nicht mal mehr Tina Turner als Aunty retten. Teil vier kann demnach nur noch in einer furiosen A-Waffenexplosion enden. Man wird sich den Film trotzdem oder deswegen anschauen, weil man von den ganzen Filmen die mittlerweile immer eine "message" rüberbringen wollen die Nase voll hat.
5. Sieht aus...
Airkraft 11.05.2015
Sieht aus wie einer dieser "Autokorsos" nach einem gewonnen WM-Spiel - kennt man doch schon ;-)
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