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Luftverschmutzung: Madrid will Autos aus dem Zentrum verbannen

Luftverschmutzung: Autos raus aus der Stadt Fotos
imago

Dicke Luft in Madrid: Die spanische Hauptstadt leidet seit Jahren unter den Folgen von Autoabgasen. Damit soll im kommenden Jahr Schluss sein.

Madrid - Die Stadtverwaltung in Madrid will den Autoverkehr aus dem Zentrum verdrängen. Nach Informationen der Zeitung "El País" sollen ab dem kommenden Jahr rund um den Platz Puerta del Sol, den kommerziellen Treffpunkt der Altstadt, nur noch die Anwohner freie Fahrt haben. Andere Pkw-Nutzer sollen im Zentrum der spanischen Hauptstadt künftig nur bestimmte Hauptstraßen befahren dürfen, berichtete das Blatt am Montag unter Berufung auf unterrichtete Kreise der Stadtverwaltung.

Die Madrider Bürgermeisterin Ana Botella bestätigte, dass in der Altstadt mehr Fußgängerzonen eingerichtet und die verkehrsberuhigten Zonen ausgeweitet werden sollen. "Wir wollen, dass das Zentrum für die Fußgänger da ist, dass es sauberer und umweltfreundlicher wird", sagte die konservative Politikerin. Die Details der Pläne seien noch nicht entschieden. Darüber liefen Gespräche mit den Anwohnern und den Ladenbesitzern.

Madrid ist nicht die einzige Stadt in Europa, die den Autoverkehr in der Innenstadt reduzieren möchte. London erhebt beispielsweise seit mehr als zehn Jahren eine City-Maut, um Reisende auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel oder zum Zu-Fuß-Gehen zu bewegen. Im Sommer musste Paris einen Teil des Autoverkehrs wegen dicker Luft stilllegen. Auch Estlands Hauptstadt Tallinn versucht, den privaten Autoverkehr einzudämmen: Seit Anfang 2013 können hier Bürger den ÖPNV kostenlos nutzen.

Besitzer von besonders umweltschädlichen Autos zahlen extra

Madrid überschreitet seit mehreren Jahren bei den Abgaswerten die von der EU vorgegebene Obergrenzen. In diesem Sommer wurden in der Stadt neue Parkuhren aufgestellt, die über das Eintippen der Autokennzeichen die Modelle erkennen. Besitzer von Autos mit hohen Schadstoffwerten müssen höhere Gebühren zahlen. Seit mehreren Jahren ist das Parken im gesamten Innenstadtbereich gebührenpflichtig.

mhu/dpa

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insgesamt 60 Beiträge
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1. das ist nicht der richtige Weg...
lupo44 22.09.2014
Innenstadt heißt Tuorismus.In einer Weltmetropole passt dieses Szenario nicht hinein.Alternativ sollte die Autoindustrie preiswerte Elektroautos entwickeln. Was wäre mit Taxen? Omnibusse? Beide Kostenfrei! Und bitte schön keine Autos weniger Arbeitsplätze. Da muss noch ganz schön nachgedacht werden. Es gibt noch alte Filmaufnahmen aus der alten Stadt Peking oder Hanoi.Dort fuhren 3 Autos und Millionen Fahrräder=Nostalgie-Schaut heute mal dort hin.Das ist die Zukunft.Mit Überschallgeschwindigkeit in den Weltall und hier auf der Erde fahren wir Tretroller!
2. Hört sich gut an.
H-Vollmilch 22.09.2014
Vorallem die Dreckschleudern müssen drauf zahlen.
3.
james-100, 22.09.2014
Aber bitte nicht rumjammern, das die Innenstädte veröden und der Einzelhandel sich auf der grünen Wiese zurück zieht.
4.
Frank Zi. 22.09.2014
Da werden die Arbeitslosenzahlen in der Innenstadt von Madrid weiter steigen. Was ist die spanische Version von Wettbüros, 1€ Läden und Handygeschäften in kaputten Innenstädten?
5. So lange...
Überfünfzig 22.09.2014
....es sich die örtlichen Firmen leisten können, das eventuell Kunden wegbleiben und ihre Lieferanten nur unter großen Aufwand sie erreichen können, ist alles in Butter. Meide hier in D soweit es geht, eh die Innenstädte, damit ich nicht die hippen Lehrer und RA's in ihrer Idylle störe. Dem Internet sei es gedankt das ich nicht eine Eintrittsgebühr an den neuen Stadttorräuber entrichten muß. Man sollte ganz konsquent die Geschäfte in der Innenstadt auf die grüne Wiese auslagern und stattdessen für alle Bewohner die ÖPNV und Carsharing lieben, neue Wohnungen erschaffen. Die Innenstadt als Marktplatz hat einfach ausgedient.
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