Smog-Alarm Mailand verhängt dreitägiges Fahrverbot

Die Smog-Belastung ist einfach zu groß: In Mailand gilt von Montag bis Mittwoch kommender Woche ein Fahrverbot für Privatautos.


Wegen der hohen Feinstaubbelastung verhängt Mailand ein dreitägiges Fahrverbot für Privatwagen. Es soll von Montag (28. Dezember) bis Mittwoch (30. Dezember) jeweils in der Zeit von 10 bis 16 Uhr gelten, meldet die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Stadtverwaltung. Für öffentliche Verkehrsmittel gibt es vergünstigte Fahrscheine.

Die italienischen Städte leiden unter dem sonnig-trockenen und windarmen Winterwetter. In den vier größten Kommunen des Landes - Rom, Mailand, Neapel und Turin - wurde der Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft in diesem Jahr schon an mehr als den eigentlich zulässigen 35 Tagen überschritten.

Auch Rom erwägt für die Zeit nach Weihnachten drastische Fahrverbote.

wal/dpa

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insgesamt 3 Beiträge
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thomasa 24.12.2015
1. Mailand hat Mut!
Whow! Die haben Mut. In Stuttgart geht das seit 10 Jahren. Das 35 Tage-Limit ist schon im Frühsommer gerissen und es passiert NICHTS. Das Regierungspräsisium hat bereits ein Bussgeld bezahlt (vermutlich aus Steuermitteln), aber es passiert NICHTS und der ÖPNV bleibt exklusiv teuer. Oh, Mailänder, ihr habt es besser ...
hemschbäscher 24.12.2015
2.
Ich war Anfang Dezember in Peking. Dort war der Feinstaubwert bei 600!!! Schön dass man in Europa schon bei einem Wert von 50 Maßnahmen ergreift.
vegeta73 24.12.2015
3. thomasa - gibts oft
gerade Norditalien ist nur gegen Osten offen undcsonst vom Appennin und dem Alpenbogen umschlossen. Kommen wie jetzt keine Tiefdruckgebiete von Westen bleibt alles in der Ebene wie in einem Kessel. Obwohl es dascLand in Europa ist mit den meisten Alternativen Antrieben bei Autos und vorallem mit Erdgas geheizt wird. Aber mehr als 20 mio Einwohner und 60% der Industrie des Landes reichen dann in dieser geografischen Lage. Ich hatte das Glück ein Gasauto zu fahren. Diese dürfen auch bei SMOG fahren. Oder wenn drei Leute an Bord sind. Sonst ist Schluss. Das gibt es oft. Reicht aber nicht. Heute kam an den Nachrichten dass geschätzt 84.000 Menschen sterben pro Jahr wegen schlechter Luft.
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