Massive Kontrollen Mannheim bremst "Autoposer" aus

Eine Gruppe von Autofahrern terrorisierte seit Längerem Mannheim, mit aufgemotzten Karren fuhr sie lärmend durch die Innenstadt. Jetzt greift die Polizei durch: Zwei Dutzend Fahrzeuge wurden bereits aus dem Verkehr gezogen.

Polizeipräsidium Mannheim

Sie lassen ihre Motoren laut aufheulen und verursachen damit jede Menge Lärm - auch nachts: In Mannheim haben sich die regelmäßigen Treffen von Besitzern PS-starker Autos zu einer regelrechten Plage entwickelt. Mit einem Aktionsplan geht die Stadt nun gegen die meist jungen Männer vor.

Nach gezielten Kontrollen in den vergangenen zwei Wochen wurden laut Mannheimer Polizei 22 Autos und drei Motorräder aus dem Verkehr gezogen, deren Betriebserlaubnis durch Umrüsten erloschen gewesen sei. Auf die Halter kommen unter anderem für Abschleppen, Gutachten und Rückbau des Tunings Kosten von mindestens 1000 Euro zu.

Die normalen Bußgelder seien zu gering, um die Fahrer in ihren teils teuren Autos abzuschrecken, sagte Sicherheitsdezernent Christian Specht (CDU) am Montag in Mannheim.

Die Polizei konnte 144 Poserfahrzeuge identifizieren, davon fielen 34 mehrfach auf. Das Problem war laut Specht immer massiver geworden: "Es belästigt die Menschen hier ganz erheblich." Der Wohnwert der Stadt werde gemindert. Mehr als 200 Hinweise kamen vom Ordnungsdienst und von genervten Bürgern.

Es handele sich um eine kleine Clique, die den Mannheimern das Leben schwermache, sagte der Leiter der Verkehrspolizeidirektion, Dieter Schäfer. Fahrer, die an mindestens zwei Tagen lärmend auffielen, bekämen als Warnung eine Gelbe Karte zugeschickt mit der Aufschrift "Stop Posing" ("Hör auf, dich zur Schau zu stellen").

Der Verband der Automobil Tuner (VDAT) legt Wert darauf, nicht mit den Autofahrern in einen Topf geworfen zu werden, gegen die Mannheim vorgeht. "Das ist wahrscheinlich eine sehr, sehr kleine Szene, mit der wir uns überhaupt nicht identifizieren", sagte VDAT-Geschäftsführer Harald Schmidtke. "So ein paar Verrückte bringen die Szene in Verruf."

cst/dpa



insgesamt 215 Beiträge
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Delos99 15.08.2016
1. Wo ist das Problem?
Die Karren einziehen, zerlegen und als Teilesatz verkaufen. Der Erlös wird in Spielplätze und Bibliotheken gesteckt, damit wir nicht noch weitere Kevin-Generationen bekommen.
dale_gribble 15.08.2016
2.
Schön, dass es in Mannheim keine echten Probleme zu geben scheint.
pirx64 15.08.2016
3.
Ich wäre für konfiszieren und versteigern. Schreckt garantiert Nachahmer ab.
ffmfrankfurt 15.08.2016
4.
Solche gibt es auch hier in Frankfurt am Main viel zu viel. Nicht nur unter den Autofahrern, sondern auch unter den Motorradfahrern. Eine unerträgliche Lärmbelästigung mit lautem knattern, gegen die die Polizei so oft nichts unternimmt. Erbärmliche Wesen, die so etwas nötig haben!
acitapple 15.08.2016
5.
Zitat von dale_gribbleSchön, dass es in Mannheim keine echten Probleme zu geben scheint.
Wieso keine "echten" Probleme ? Es mag Ihnen ja Spass machen Ihr Fahrzeug als rollende Lärmbelästigung zu betreiben, den meisten anderen Leuten geht sowas einfach nur auf den Senkel. Man stelle sich vor, manche wollen ihre Ruhe vor solchen Proleten.
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