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CO2- und Stickoxidwerte: Chefin des Umweltbundesamts gibt ihren Dienst-Audi zurück

UBA-Präsidentin Krautzberger: "Will den jetzt loswerden" Zur Großansicht
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UBA-Präsidentin Krautzberger: "Will den jetzt loswerden"

Im Zuge des VW-Skandals setzt sich Maria Krautzberger für eine Verbannung von Diesel-Pkw aus Innenstädten ein. Die Chefin des Umweltbundesamts will mit gutem Beispiel vorangehen - die Abkehr vom Diesel wird ihr jedoch schwer gemacht.

Der Audi A6 Ultra mit 2,0-Liter TDI-Motor ist eine stattliche Limousine mit 190 PS und als Dienstwagen der Oberklasse beliebt. Auch für den Fuhrpark des Umweltbundesamtes (UBA) in Dessau wurde ein Exemplar angeschafft. Doch UBA-Präsidentin Maria Krautzberger ist von dem Auto alles andere als begeistert: In einem Interview kündigte sie an, dass sie den Audi "jetzt loswerden" will.

"Ich habe den Auftrag gegeben, ein kleineres Fahrzeug zu leasen", sagte Krautzberger der "Welt am Sonntag". Hintergrund seien die vergleichsweise hohen Abgaswerte des Autos. Der A6 hat laut Angaben des Herstellers einen Durchschnittsverbrauch von 4,2 Litern und einen CO2-Ausstoß von 109 Gramm pro Kilometer.

Audi A6 TDI Ultra: "Da würde jeder Privatkunde neidisch" Zur Großansicht
AUDI AG

Audi A6 TDI Ultra: "Da würde jeder Privatkunde neidisch"

Krautzberger sorgte sich wohl um ihre Glaubwürdigkeit: Denn im Zuge der VW-Abgasaffäre hatte die UBA-Chefin strikte Restriktionen für Dieselfahrzeuge gefordert. Unter anderem brachte sie eine Verbannung älterer Dieselmodelle aus Innenstädten ins Spiel. Andernfalls, so Krautzberger, werde sich die Luftqualität bis 2030 dort nicht wesentlich verbessern. Wegen des Ausstoßes an Stickoxiden hatte sie außerdem vorgeschlagen, die deutlich niedrigeren Dieselsteuersätze für Privat-Pkw auf das Niveau von Benzin anzuheben.

"Verrückt, dass ein kleinerer Dienstwagen viel mehr Geld kostet"

Die Marke Audi gehört zum Volkswagen-Konzern - etliche Exemplare aus Ingolstadt gehören zu den weltweit mehr als elf Millionen Dieselfahrzeugen, die vom VW-Abgasskandal betroffen sind. Der Autohersteller hatte im vergangenen Jahr zugegeben, bei der Messung der Stickoxidwerte mittels einer illegalen Motorsoftware betrogen zu haben.

UBA-Chefin Krautzberger gibt dem Konzern allerdings ein zweite Chance: Denn der Audi A6 soll nun gegen einen VW Passat mit Hybridantrieb ausgetauscht werden.

Was gut für die Umwelt ist, schadet aber offenbar dem Steuerzahler. "Verrückt ist, dass uns ein kleinerer Dienstwagen viel mehr Geld kostet", sagte Krautzberger im Interview. Kleinere Automodelle tauchen laut ihren Angaben gar nicht im Angebot für Bundesbehörden auf. Stattdessen böten Hersteller wie BMW, VW, Audi oder Mercedes "so günstige Leasingraten für Behörden an, da würde jeder Privatkunde neidisch".

cst/dpa

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insgesamt 219 Beiträge
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1. Die Frau hat Charakter.
rantamplan 17.01.2016
Da könnte sich der eine oder andere Politiker und Dienstwagenfahrer ein Beispiel nehmen und die NOx Dreckschleuder zurückgeben.
2. Ideologie gegen Vernunft!
eduardausio 17.01.2016
Der Audi A6 mit diesem Motor, korrekter Software und Blutec vorausgesetzt ist eins der saubersten und sparsamsten Autos, alle Male besser als was die Dame jetzt bestellt hat! Ein Lithium-Akku verursacht in der Herstellung soviel Umweltbelastung, der mitlaufende direkteinspritzende Benziner bläst Feinstaub raus. Wenn Ideologie gegen Wissen kämpft...
3. Trägt denn die Dame auch die Kosten
mike.bu 17.01.2016
für diesen Schwachsinn oder muss der Steuerzahler dafür gerade stehen? Mit anderer leute Geld kann man sich schön medienwirksam als Umweltengel hinstellen. Wenn sie komplett auf den Dienstwagen verzichtet hätte, so wäre es konsequent gewesen. Und wenn ihr die schlechte Luft in den Städten am Herzen lägen, so würde sie sich mal, gerade zu dieser Jahreszeit, Gedanken über die vielen Öfen in den Haushalten machen, die Unmengen an Ruß in die Umwelt pulvern.
4. Elektroauto?
wahrsager26 17.01.2016
Warum nicht auf die tolle Technologie setzten?Wie Forist Nr3richtig beschreibt: Der naive Glaube,das aus ökologischem Anbau ein Akku entstehen könnte...entlarvt sich selbst.Da sind umweltgefährdende Materialien enthalten,ja selbst der Elektromotor würde bei der Entsorgung Probleme bereiten-das alles will man nicht sehen!Vielleicht hätte der Ministerin eine Kühlwasserheizung schon geholfen...damit der Motor sofort Betriebstemperatur hat.Sue musste eben irgend etwas machen....Danke
5. Wenn die Dame
ptb29 17.01.2016
wenigstens merken würde, dass aufgrund dieser Preise ein Normalbürger sich diese Hybridkiste gar nicht leisten kann. Es ist ja nicht ihr Geld, also immer weiter Wasser predigen und Wein saufen!
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