Flotte Kooperation: Mazda und Fiat planen gemeinsame Entwicklung eines Roadsters

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Mazda MX5: Der japanische Wagen gilt als der meistverkaufte Roadster der Welt

Die Autohersteller Mazda und Fiat planen die gemeinsamen Entwicklung eines Sportwagens. Basis für den neuen Roadster soll die nächste Generation des MX-5 der Japaner sein. Interessenten müssen sich jedoch gedulden. Bis der Wagen zu kaufen sein wird, dürfte es noch einige Jahre dauern.

Leverkusen - Der Mazda MX-5 gilt als der meistverkaufte Roadster der Welt. Der Wagen ist technisch ausgereift und bietet bezahlbaren Fahrspaß. Von dem positiven Image könnte nun auch er italienische Fiat-Konzern profitieren, denn die beiden Autobauer wollen gemeinsam einen neuen, leichten Sportwagen mit Hinterradantrieb entwickeln - auf Basis der nächsten MX-5-Generation. Das teilten die Unternehmen am Mittwoch mit.

Trotz der gemeinsamen Entwicklung und der Fertigung in den Mazdawerken in Hiroshima in Japan soll das Auto zwei eigenständige Karosserien und auch eine eigenständige Motorisierung erhalten. Der Produktionsstart ist für 2015 geplant. Allerdings handelt es sich noch um eine vorläufige Kooperationsvereinbarung. Ein endgültiger Vertragsabschluss sei nach Mazda-Angaben für die zweite Jahreshälfte 2012 zu erwarten.

Mit der Kooperation wollen die Hersteller ihre Marktanteile ausbauen. Mazda ist der am wenigsten profitable Autobauer Japans. Vier Jahre in Folge machte das Unternehmen Verluste. Mit der Zusammenarbeit versucht der Konzern nun, seine Umsätze in Europa zu steigern. Die Japaner haben bereits eine strategische Partnerschaft mit dem US-Autokonzern Ford. Dieser hatte sich zuletzt aber von zwei Dritteln seiner Mazda-Anteile getrennt.

Der Fiat-Konzern, der den US-Autokonzern Chrysler kontrolliert, will in Asien expandieren. Doch das ist nicht der einzige Grund. Insbesondere in Südeuropa laufen die Geschäfte wegen der Konjunkturschwäche für Fiat schlecht.

Außerdem kritisieren viele Fans und Experten die Übernahme der amerikanischen Modelle, die in Europa zum Teil unter der Marke Fiat verkauft werden. So ist das SUV-Modell Freemont im Grunde ein Dodge Journey aus dem Hause Chrysler.

Die Kooperation könnte sogar über die gemeinsame Planung des Roadster hinausgehen. Mazda und Fiat wollen weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit in Europa prüfen.

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