Mercedes A-Klasse E-Cell Elektrisches Finale

Als Mercedes die A-Klasse vorstellte, wunderte sich die Fachwelt über deren Sandwichkonzept. Die doppelbödige Konstruktion war teuer und weitgehend nutzlos. Jetzt wird der Extraraum endlich sinnvoll genutzt. In den Elektroprototypen sind dort die Akkus verbaut.

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Das Timing war leider grottenschlecht. Als Mercedes vor 13 Jahren die A-Klasse auf den Markt brachte, sprach kaum jemand von Elektromobilität. Jetzt hingegen gilt das Elektroauto als das Zukunftsmodell - und Mercedes sattelt beim Konzept der A-Klasse um. Statt des so genannten Sandwichbodens, der den Wagen hoch aufragen lässt, dafür jedoch in einer Art Untergeschoss einen idealen Platz für schwere Batterien bietet, wird ab 2012 auf den Markt kommende neue A-Klasse ganz anders konstruiert sein. MFA heißt die künftige Plattform intern - Mercedes Frontwheel Architecture.

Während im Mercedes-Werk in Rastatt bereits die ersten Vorbereitungen für den Generationswechsel beginnen, laufen dort parallel die ersten A-Klasse-Typen in bisheriger Sandwich-Bauart mit Elektroantrieb vom Band. Und zwar mit einem Unterboden voller Akkus. "So war es von Anfang an geplant", sagt Jürgen Schenk, der bei Mercedes den Aufbau der Elektrofahrzeuge verantwortet. Es kam dann ganz anders, denn bislang wurde die A-Klasse mit konventionellen Antrieben verkauft, und die teure Doppelbodenkonstruktion war praktisch nutzlos.

Immerhin sind zum Finale der Baureihe nun die ersten Elektrovarianten fahrbereit - und von außen übrigens nur durch Aufkleber von den anderen Modellen zu unterscheiden. Auf der Testfahrt durch den Stuttgarter Stadtverkehr schnurrt der Wagen wie ein ganz normaler Kleinwagen. Die Dauerleistung des E-Motors liegt bei 68 PS, kurzfristig sind sogar 95 PS und 290 Nm abrufbar. Damit schwimmt man locker im Verkehrsfluss mit und wird auch auf der Autobahn nicht zum Hindernis - immerhin beschleunigt die A-Klasse E-Cell in 5,5 Sekunden auf Tempo 60 und wird erst bei 150 km/h abgeregelt.

Kein spezielle Soundgenerator, Akkus aus dem Elektro-Smart

Das Auto fährt nahezu lautlos über die Straße und klingt, im Gegensatz zu früheren Prototypen, nicht mehr wie eine Straßenbahn beim Anfahren. "Wir haben am Sound gearbeitet", sagt Schenk, doch zufrieden ist er noch nicht. "Da ist noch Feinschliff nötig." Auf Soundgeneratoren oder sonstige Zusatzbeschallung soll aber verzichtet werden. "Natürlich bauen wir Lautsprecher ein, wenn uns der Gesetzgeber dazu zwingen sollte. Aber eigentlich ist das der falsche Weg", sagt Schenk. "Bislang ging es auch um Lärmschutz und jetzt sollen wir plötzlich wieder lauter werden? Das kann nicht der richtige Ansatz sein."

Die elektrische A-Klasse rollt inzwischen Richtung Schwäbische Alb. Der Bordcomputer meldet jetzt nur noch 70 Kilometer Reichweite, doch ist das Auto auch schon einige Stunden im Einsatz. Mit vollen Akkus seien mehr als 200 Kilometer drin, sagt Schenk. "Das sollte für den Alltag reichen." Gespeichert wird die Energie in zwei Lithium-Ionen-Akkupaketen (zusammen 36 kWh), die aus dem E-Smart stammen. Sind sie leer, muss die A-Klasse für etwa 16 Stunden an eine Haushaltssteckdose. Wer eine Starkstrombuchse findet, lädt in der halben Zeit.

Noch stammen die Stromspeicher für die A-Klasse wie die des Smart vom Daimler-Kooperationspartner Tesla Motors. Doch der Aufbau der eigenen Batteriefabrik in Kamenz bei Dresden läuft auf Hochtouren, berichtet Schenk. "Das Gebäude ist fertig, jetzt werden wir die Maschinen installiert und im nächsten Jahr wird die Deutsche Akkumotive die ersten eigenen Lithium-Ionen-Zellen fertigen."

500 Elektromodelle werden gebaut und dann verleast

Bis zum kommenden Sommer sollen 500 A-Klasse-Typen mit Elektroantrieb gebaut, die an ausgewählte Kunden in Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern für 900 Euro pro Monat vermietet werden. Obwohl die Rate fast doppelt so hoch ist wie bei einem konventionell motorisierten Modell, kämen auf eine A-Klasse E-Cell mindestens vier Interessenten, berichtet Schenk.

Obwohl nur in kleiner Auflage produziert, ist die elektrische A-Klasse im Prinzip ein Serienauto. "Wir bauen sie zwischen Benziner- und Dieselvarianten auf dem ganz normalen Fertigungsband, mit ganz normalen Taktzeiten", sagt der Spezialist für die Stromer. "Bei den ersten Autos haben wir 30 Sekunden länger gebraucht als üblich. Bei insgesamt fünf Stunden Durchlaufzeit ist das kein schlechtes Ergebnis," sagt der Entwickler stolz.

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Dennoch ist die aktuelle A-Klasse E-Cell nur ein Vorgeplänkel. Größere Stückzahlen von Fahrzeugen mit Elektroantrieb sind erst für die nächste Kompaktklasse-Generation von Mercedes vorgesehen. Allerdings wird das noch dauern, und es wird wohl nicht mehr die A-Klasse betreffen. Der für einen Elektroantrieb ideale Sandwichboden wird nämlich nur noch bei einzelnen Varianten der etwas größeren B-Klasse, die im Herbst 2011 debütieren wird, vorhanden sein. Der Extraplatz im Unterboden dieser Autos kann wahlweise für Akkus, für eine Brennstoffzelle oder für einen als Range Extender fungierenden Zusatzmotor genutzt werden.

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insgesamt 34 Beiträge
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Seite 1
gsm900, 26.11.2010
1. Grünes Feigenblatt
Zitat von sysopAls Mercedes die A-Klasse vorstellte, wunderte sich die Fachwelt über deren Sandwichkonzept. Die doppelbödige Konstruktion war teuer und weitgehend nutzlos. Jetzt wird der Extraraum endlich sinnvoll genutzt. In den Elektroprototypen sind dort die Akkus verbaut. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,731106,00.html
solange die Masse der Daimlerkäufer die Spritrechnug ohnrhin von derr Firma bezahlt bekommt hat die daran kein Interesse.
Hans Blafoo 26.11.2010
2. Blub
Zitat von gsm900solange die Masse der Daimlerkäufer die Spritrechnug ohnrhin von derr Firma bezahlt bekommt hat die daran kein Interesse.
Abwarten. ;-) Es wird irgendwann schick sein, mit einem "grünen Auto" zu fahren, sodass auch ein Großteil der Daimler-Kunden so etwas haben möchte. Für kilometerfressende Vorstandsvorsitzende und Politiker ist das natürlich nicht zu gebrauchen aufgrund der geringen Reichweite.
Sternundwinkelcruiser 26.11.2010
3. argeqrgqr
Zitat von gsm900solange die Masse der Daimlerkäufer die Spritrechnug ohnrhin von derr Firma bezahlt bekommt hat die daran kein Interesse.
Sorry, das ist zukunftsloses Geschwätz. Vielleicht mal an den eigenen Neidreflexen arbeiten.....
KawaZ400, 26.11.2010
4. antwort
Zitat von gsm900solange die Masse der Daimlerkäufer die Spritrechnug ohnrhin von derr Firma bezahlt bekommt hat die daran kein Interesse.
Solang die Masse der Sonderschüler dumm in allen Foren spamt, wird sich auch nie eine Rechtschreibung durchsetzen.
Frank.W, 26.11.2010
5. Kapitulationserklärung des Managements!
Das Mercedes die A-Klasse in der aktuellen Bauweise einstellt ist grob fahrlässig! Das Mercedes glaubt durch das nachäffen des einser BMW`s mehr Kunden zu finden mehr als wagemutig! Genau in dem Moment diese Plattform einzustellen als sie dann tatsächlich gebraucht wird ist ein Armutszeugnis! Die A-Klasse war und ist das einzige wirklich intelligente Auto was Komfort und Ressourcen betrifft! Kein anderes Fahrzeug holt aus so einer kurzen Bauweise soviel Raum heraus! Währen sich Volkswagen mit schwachsinnigen Werbesprüchen wie "der längste Golf aller Zeiten" zu positionieren versuchte merkte man das bei Mercedes Intellekt vorherrschte! Betonung auf "te"!!! Die A-Klasse hätte viel mehr weiterentwickelt gehört - Ansätze gab es aber die wurden halbherzig angegangen (Vaneo http://data.motor-talk.de/data/galleries/0/59/614/6869509/mercedes-vaneo-001-3859.jpg). Wer eine Wagen mit solchen unlustigen Motoren baut hat es halt schwer. Insgesamt hat Mercedes hier geschlafen was die Sparsamkeit und die Leistungsfähigkeit betrifft - obwohl es rein technisch (Common Rail) die richtigen Ansätze hatte. Die A-Klasse nun in ein frühpupertäres Modell zu verwandeln wird Mercedes kaum mehr Kunden bringen! Im Gegenteil, die welche sich nicht noch eben eine "alte" intelligente A-Klasse sichern werden umschwenken auf den Opel Meriva z.B.. Den gerade in einer alternden Gesellschaft war die A-Klasse mit dem hohem Einstieg sehr bequem - aber vielleicht kennt Mercedes ja nicht die Studien zu Altersentwicklung in Deutschland - oder will die neue, Prollo-A-Klasse überwiegend an junge gelenkige Chinesen verkaufen... Schade!!!
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