Neues SUV-Modell GLE Coupé Ein Mercedes für BMW-Fahrer

Das SUV-Coupé BMW X6 sieht zwar seltsam aus, verkauft sich aber prächtig. Das hat auch die Konkurrenz von Daimler erkannt - und zwängt sich mit dem GLE Coupé jetzt in die gleiche Nische.

Von

Daimler

In China, dem derzeit wichtigsten Automarkt der Welt, wird 2015 das Jahr des Schafes gefeiert. Bei Mercedes wird es eher das Jahr des SUV. Weil mittlerweile jeder vierte verkaufte Neuwagen des Herstellers diesem Segment zuzuordnen ist, bauen die Stuttgarter zum einen das Angebot aus und legen zum anderen mit neuen Baureihen nach. Neu ins Programm kommt zum Beispiel das Mercedes GLE Coupé.

Der Wagen wird Mitte Januar auf der Autoshow in Detroit enthüllt. Unter dem Kürzel muss man sich die sportliche, also coupéhafte Variante des SUV-Modell M-Klasse vorstellen. Damit versucht Mercedes den ebenso überraschenden wie anhaltenden Erfolg des eigenwilligen BMW X6 abzukupfern. Wie das Modell aus München hat auch das GLE Coupé vier Türen plus Heckklappe, dazu eine bullige Front, eine schlanke Silhouette und vor allem ein flaches Dach, das am Heck in einem eigenwilligen Stummel ausläuft.

Um den sportlichen Anspruch des Schwergewichts zu unterstreichen, wurde der Wagen im Vergleich zur M-Klasse um drei Zentimeter tiefer gelegt und Sportgestühl mit tiefer Sitzposition und mehr Seitenhalt im Auto installiert. Dazu gibt es ab dem Verkaufsstart im Sommer auch einen neuen Motor: Neben einem Diesel mit 258 PS und einem Benziner mit 333 PS führt Mercedes in dieser Baureihe eine neue AMG-Serie ein - mit einem Modell namens 450 AMG, unter dessen Haube ein drei Liter großer V6-Benziner mit einer Leistung von 367 PS sitzt.

Lauter neue Dickschiffe

Während im US-Werk in Tuscaloosa der Produktionsbeginn des ersten Mercedes-SUV-Coupés vorbereitet wird, rüstet sich die Fabrik in Bremen für den Nachfolger des GLK, der im März auf dem Autosalon in Genf enthüllt wird und ebenfalls ab Sommer in den Handel kommt. Außerdem steht bei den Schwaben eine Überarbeitung der M-Klasse auf dem Programm. Und mutmaßlich wird es auch eine Luxusvariante der GL-Klasse geben, einen Maybach-SUV sozusagen.

Obendrein rühren die Schwaben kräftig in der Buchstabensuppe. Ein Beispiel: Weil sich die M-Klasse in Format und Technik an der E-Klasse orientiert, wird sie künftig GLE heißen. Der Nachfolger des GLK wiederum ist technisch mit der C-Klasse verwandt, heißt also künftig GLC. Und das SUV-Flaggschiff GL wird zum GLS.

Beim kleinsten SUV der Marke bleibt der Name wie er ist, er heißt entsprechend der neuen Logik bereits GLA. Auch die kantige G-Klasse schert aus dem neuen Kürzelsystem aus und behält ihre Bezeichnung, weil sie nach nunmehr 35 Jahren als sakrosankt gilt.

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insgesamt 160 Beiträge
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guenter_w 10.12.2014
1. Falscher Bildtext!
Bild 8:"Blick vom Fahrersitz: Das Cockpit wirkt aufgeräumt." Bei diesem Sammelsurium von Formen, Knöpfen und Schaltern kann davon wahrhaftig nicht die Rede sein! Das Zimmer meines Sohnes sieht dagegen ordentlich aus!
SPONU 10.12.2014
2. Erstklassiges Plagiat
Passt ja auch irgendwie zum Absatzmarkt China :)
_unwissender 10.12.2014
3. Sehr hübsch...
... noch schöner könnte ich mir das Teil vorstellen mit nach außen gelegten Rädern, nach Vorbild der Folmel1 vielleicht.
lustiger_leser 10.12.2014
4. Ist das Satire?
Man schaue sich Bild 8 und den Untertitel an "Das Cockpit wirkt aufgeräumt". Leute, ich bin selber Designer. Das Cockpit sieht nicht mal ansatzweise aufgeräumt aus. Es ist ein altbackenes Grauen aus nicht zueinander passenden Einzelelementen. Es ist schön, dass die Spiegelredakteure Humor haben. Abgesehen davon habt ihr Recht: das Ding sieht aus, wie ein BMW. Und ist so sinnlos, wie ein Kropf. Was kommt als nächstes? Ein sportlicher Van ohne Ladefläche für nur 2 Personen?
olddreamer 10.12.2014
5. Nur weiter so!
Spätestens bei der Ersatzteilbeschaffung werden die Käufer schon merken, was ihnen der Premiumhersteller da eingebrockt hat. Saftige Preise!
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