Brandgefahr Mercedes ruft eine Million Autos zurück

Weil ein defektes Teil ein Feuer im Motorraum auslösen kann, ruft Mercedes weltweit rund eine Million Fahrzeuge zurück. Betroffen sind mehrere Modelle.

Mercedes E-Klasse
Daimler

Mercedes E-Klasse


Es könne vorkommen, dass der Motor blockiere, sodass der Startstrom-Begrenzer bei mehrfachen Startversuchen überhitze und in Brand geraten könne, erklärte ein Daimler-Sprecher am Freitag.

In Deutschland seien rund 150.000 Mercedes-Fahrzeuge der A-, B-, C- und E-Klasse sowie der Modelle CLA, GLA und GLC betroffen. In den USA ruft Mercedes-Benz gut 300.000 Wagen zurück. Der Defekt könne bei Autos der Modelljahrgänge 2015 bis 2017 auftreten.

Weltweit sei es in rund 50 Fällen zum Schmelzen von Plastikverkleidungen, zu Rauchentwicklung und Feuer gekommen. Im Juni 2016 sei man bei Mercedes erstmals auf das Problem aufmerksam geworden, aber erst Anfang Februar zu dem Schluss gekommen, dass Sicherheitsmängel nicht auszuschließen seien. Über Verletzungen oder Todesfälle sei nichts bekannt.

Der Defekt kann nach Angaben von Daimler innerhalb einer Stunde durch den Einbau einer zusätzlichen Sicherung behoben werden.

Bei Audi steht ebenfalls ein Millionenrückruf an

Daimler ist nicht der einzige deutsche Hersteller mit Rückrufsorgen: Wegen Problemen mit einer Kühlmittelpumpe ruft Audi in den USA und China Hunderttausende Fahrzeuge in die Werkstätten. Der Rückruf ist Teil einer weltweiten Aktion, in deren Rahmen bei rund 1,1 Millionen Exemplaren des A4, A5, Q5, A6 und A8 Hybrid mit 2.0-TFSI-Motor ein Softwareupdate für das Motorsteuergerät aufgespielt werden soll.

"Das Problem betrifft eine Zusatzkühlmittelpumpe, die durch Fremdpartikel in der Kühlflüssigkeit blockiert werden kann", erläuterte ein Audi-Sprecher am Freitag in Ingolstadt. Das Update solle dafür sorgen, dass sich die Pumpe rechtzeitig vor einer Überhitzung abschalte.

Der Rückruf sei bereits Ende Januar bekannt geworden, habe aber erst jetzt in seinem ganzen Umfang Widerhall gefunden, erläuterte der Sprecher - damals lag der Fokus der Berichterstattung auf den USA. Dort werden 390.000 Fahrzeuge zurückgerufen; neben der Kühlmittelpumpe waren dort noch weitere Probleme aufgetreten. In China sind 681.000 Fahrzeuge von den Problemen mit der Pumpe betroffen, in Deutschland 13.000. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg über den Rückruf berichtet.

cst/dpa/Reuters



insgesamt 70 Beiträge
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Ezechiel 03.03.2017
1. Auch bei den Nobelkarossen ...
werden vermehrt die Teile der billigsten Anbieter verbaut. Das erhöht den Gewinn, was ja auch der Geschäftszweck ist.
hieristallesbesser 03.03.2017
2. Tesla
Wäre die Nachricht von Tesla würden sich hier wieder alle vor Spott und Häme überschlagen.
lupenreinerdemokrat 03.03.2017
3.
Zitat von hieristallesbesserWäre die Nachricht von Tesla würden sich hier wieder alle vor Spott und Häme überschlagen.
Keine Angst, mich überkommt gerade das Gefühl von Spott und Häme ;-) Weil es kein VW und auch keine Karre aus dem VAG-Konzern ist, sondern ein angeblich ja so qualitativ höherwertiges Modell eines "Premiumherstellers" -> LOL Wäre übrigens auch nicht das erste mal, dass solche Mängel bei den "Premiumherstellern" auftreten, da könnte ich noch ne lange Liste präsentieren von Rostlaube, Getriebeschaden ab Werk oder auch elektronischer Bug-Schleuder.... ;-) Alles namhafte deutsche "Premiumhersteller".
räbbi 03.03.2017
4.
Zitat von hieristallesbesserWäre die Nachricht von Tesla würden sich hier wieder alle vor Spott und Häme überschlagen.
Von Tesla - kaum vorstellbar. Die haben erstens keine Anlasser und zweitens kommt bei denen das Software-Update einfach über's häusliche WLAN oder zur Not das Handynetz. Im 21. Jh. in der Werkstatt vorfahren, damit da die Fachkraft ein Kabel anstöpseln kann...aber bitte nur nach vorheriger Terminabsprache...Premium.
beimspiegelzugast 03.03.2017
5. Nebenbei...
...könnte man bei der Gelegenheit noch mal schnell "nachschauen" ob die Software für die Abgassteuerung "richtig" funktioniert... aber nur nachschauen. jm2c
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