Aus für Automodelle Bye-bye Chevy, tschüs Mercedes SLS AMG

Letzte Runde: 2014 sind ein paar famose Modelle, aber auch ganze Marken vom Markt verschwunden. Einige Kleinserienhersteller hat es ebenfalls erwischt. Von diesen Autos heißt es Abschied nehmen.

Daimler

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Die Erwartungen waren vielleicht eine Nummer zu groß. Eigentlich sollte der Mercedes SLS AMG das Erbe des legendären 300er SL aus den Fünfzigerjahren antreten. Aber daraus wurde nichts, obwohl der Wagen sogar wie sein Vorbild extravagante Flügeltüren hatte. Nicht nur die wurden gestutzt - nach fünf Jahren stellte Mercedes die Produktion des Sportwagens im Juni 2014 komplett ein.

Das Schicksal des SLS AMG teilten im vergangenen Jahr zahlreiche andere Autos. Die Gründe für ihr Verschwinden sind unterschiedlich, doch sie haben alle etwas gemeinsam: sie bleiben ohne direkten Nachfolger und es gibt sie fortan nur noch als Gebrauchtwagen.

Eine Übersicht von Autos, die 2014 vom Markt verschwunden sind, finden Sie hier. Trennung ohne Schmerzen

Sogar ganze Marken verabschiedeten sich. So hatte General Motors (GM) entschieden, die Konzerntochter Chevrolet aus Europa zu verbannen. Das bedeutete einerseits das Aus für Autos wie den Chevrolet Captiva, Volt und Trax - andererseits eine Stärkung der teilweise fast baugleichen Modelle der Marke Opel, die ebenfalls zu GM gehört.

Für zwei Kleinserienhersteller war 2014 das Jahr der Pleite und damit des Produktionsstopps: Die Firmen Wiesmann und Spyker waren für exklusive Sportwagen bekannt, von denen jedoch zu wenige verkauft wurden.

Das Tief verlassen hat 2014 hingegen Jaguar: Die Gewinne sprudelten, die Absatzzahlen stiegen. Und gerade da schickte der Hersteller seine XK-Baureihe in Rente. Nach 66 Jahren emanzipiert sich Jaguar von dem geschichtsträchtigen Kürzel. Zuletzt gab es den XK noch als Coupé und Cabrio zu kaufen. Von Bedauern ist bei den Briten jedoch nichts zu sehen, Jaguar fährt derzeit weiter auf der Erfolgsspur.

Das gilt auch für Audi. Aber obwohl die Ingolstädter immer noch mit dem Slogan "Vorsprung durch Technik" werben und 2014 ein Rekordjahr bei den Absatzzahlen feierten, steht die Oberklasse-Reihe A6 seit dem Facelift im Herbst 2014 wieder etwas altbackener da als zuvor: Der Hersteller hat bei dem Modell nämlich kurzerhand den zukunftsträchtigen Hybrid-Antrieb aus dem Angebot genommen.

Nachvollziehbar ist die Entscheidung von Audi. Denn von der A6-Variante mit dem alternativen Antrieb wurden seit Ende 2011 nur insgesamt 4000 Exemplare weltweit verkauft.

Noch so eine Gemeinsamkeit der Autos, für die das vergangene Jahr das Produktionsende bedeutete: Vermissen werden sie nur die wenigsten.

insgesamt 107 Beiträge
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ofelas 10.01.2015
1. was haben die daraus gemacht
eine Billigmarke mit einfacher Tecchnologie und oft geringer Haltbarkeit......aber damals 1959 Chevrolet Corvette
diezwo 10.01.2015
2. Chevrolet
Sehr schade, das Chevrolet vom europäischen Markt genommen wird. Fahre selber einen Cruze und bin sehr zufrieden. Die Chevrolets machen optisch einfach mehr her als die identischen Opel Modelle.
exHotelmanager 10.01.2015
3. Genialer Vergleich
SPON schafft es, Schrottmobile der Marke DAEWOO, die uns als "Chevrolet" untergeschoben wurden und eine von vorn herein limitierte Serie eines Supersportwagens in einen sachlichen und wirtschaftlichen Topf zu werfen. Wie schmerzhaft ist die vollkommene Ignoranz von Fakten?
Milmo 10.01.2015
4. Um die meisten ...
...der gezeigten Modelle ists nicht schade. Gesichtslose Massenprodukte und Angeberkutschen.
pirmence 10.01.2015
5. Aufzählung?
Von den 27 Fahrzeugen sind 8 Chevrolets (aus Marketinggründen vom Markt genommen) und 5 völlige abgespace'te Exoten-Sportwagen die ohnehin keiner kennt. Zieht man nun noch die Wagen ab die sowieso durch Nachfolgemodelle ersetzt werden bleiben vielleicht noch 6 Autos übrig. Soviel zum Info-Nährwert dieses aufgeblasenen Artikels.
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