Griechenland Polizei nimmt Ex-Verkehrsminister fest

Als Verkehrsminister wachte Michalis Liapis einst über die Gesetze für Griechenlands Autofahrer - er selbst nimmt es damit nicht mehr so genau. In Athen wurde er jetzt bei einer Polizeikontrolle mit falschen Nummernschildern erwischt. Offenbar handelt es sich um eine, nun ja, Sparmaßnahme.

Michalis Liapis: Dem griechischen Ex-Minister droht eine hohe Strafe
DPA

Michalis Liapis: Dem griechischen Ex-Minister droht eine hohe Strafe


Athen - Diese griechischen Verkehrskontrolleure wollten ihren Augen nicht trauen: Bei einer regulären Kontrolle in einem Athener Vorort haben Polizisten den früheren Verkehrsminister Michalis Liapis (62) am Dienstag mit gefälschten Nummernschildern an seinem teuren Geländefahrzeug erwischt. Zudem war das Fahrzeug nicht versichert, wie die Polizei mitteilte.

Der Ex-Minister, der ohne Führerschein unterwegs war, wurde festgenommen. Er soll jetzt dem Staatsanwalt vorgeführt werden. Liapis' Büro wollte sich zunächst nicht zu dem Vorfall äußern.

Liapis, der von 2004 bis 2007 amtierte, hatte seine Nummernschilder nach Darstellung der Polizei beim Steueramt abgegeben, um künftig keine Steuern mehr zahlen zu müssen - dann hatte er die gefälschten Schilder montiert. Dem Politiker drohen im Falle einer Verurteilung eine Geldstrafe von bis zu 15.000 Euro sowie eine mehrmonatige Gefängnisstrafe.

cst/dpa



Forum - Diskussion über diesen Artikel
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lab61 17.12.2013
1.
Zitat von sysopDPAAls Verkehrsminister wachte Michalis Liapis einst über die Gesetze für Griechenlands Autofahrer - er selbst nimmt es damit nicht mehr so genau. In Athen wurde er jetzt bei einer Polizeikontrolle mit falschen Nummernschildern erwischt. Offenbar handelt es sich um eine, nun ja, Sparmaßnahme. Michalis Liapis: Polizei nimmt Griechenlands Ex-Verkehrsminister fest - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/auto/aktuell/michalis-liapis-polizei-nimmt-griechenlands-ex-verkehrsminister-fest-a-939642.html)
Beim Steuernzahlen ist eben immer sehr schnell das Ende des (übergroßen) Patriotismus erreicht. Wie das eigenen Land ín der Weltöffentlichkeit dasteht bei so einem Verhaltne eines ehemaligen Ministers, ist da natürlich auch schei**egal. Hauptsache, noch ein paar Kröten in die eigene Tasche gesteckt.
brux 17.12.2013
2. -------------------
Da der Mann vermutlich gar kein Problem hätte, die Steuern zu zahlen, zeigt das wieder einmal mehr, dass vielen Griechen einfach einiges an Zivilisation abgeht. Dass heute die meisten Yachten als steuerfreie Fischereifahrzeuge gemeldet sind, fällt offenbar auch keinem auf.
philemajo 17.12.2013
3. Soziale Stunden als Strafe
Herr Liapsis sollte Buße bei denen tun, die für seine Gier bluten. Statt Hausarrest in seiner Villa und einer zu verschmerzenden Geldstrafe, sollte er lieber mal in einer Suppenküche oder einer anderen Einrichtung arbetien, um zu sehen, wie es den einfachen Griechen geht, denen Mittel und kriminelle Schläue zum Sozialbetrug fehlte ...
magoan 17.12.2013
4. optional
Mich würde mal interessieren, ob die Griechen immer noch glauben unsere Angela Merkel sei schuld an ihrem Finanzdebakel. Oder ob es tatsächlich sein könnte, die eigenen korrupten Politiker, die sie ja seit Jahrzehnten gewählt haben an dem Debakel im Land verantwortlich sind. Ach ja, gibt es die staatlich subventionierten Yachten als steuerfreie Fischereifahrzeuge immer noch ??
Thomas C 17.12.2013
5. Danke für die Mühe
Ich habe gerade gesehen, dass Sie (gothograecus) sich mühen einigen SPON-Foristen Geschichte beizubringen... Leider ist dieses Vorhaben zum Scheitern verurteilt, da dies einiges voraussetzt, was aber nicht existiert, sonst würden solche Beiträge erst nicht geschrieben worden. Von meiner Seite her nur ein Wort, wie hier in Deutschland doch alles perfekt läuft und Deutschland eben das eigentlich Wahre ist: Amigo! :-)
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