In eigener Sache Wir machen Mobilität

Die Digitalisierung revolutioniert unsere Mobilität. Diese Transformation wollen wir künftig noch intensiver begleiten, mit Analysen, Reportagen, Kommentaren - und einem Schwerpunkt-Ressort "Mobilität".

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Unser Verständnis von Mobilität verändert sich gerade grundlegend. Das Jahrhundert des Autos als Ideal eines individuellen Fortbewegungsmittels ist vorüber. Das Automobil erstickt im wahrsten Sinne des Wortes an seinem eigenen Erfolg: Sein CO2-Ausstoß belastet das Klima, Partikel- und Stickoxidausstoß die Atemluft der Menschen, zudem heißt es in vielen Städten zur Rushhour Frust statt Freiheit des Fahrens. Deswegen steigen die Menschen um.

Sie wollen das Auto cleverer nutzen. Nicht mehr als allein seligmachendes Fortbewegungsmittel, sondern als Baustein in einem Mobilitätsmix, der dann zum Einsatz kommt, wenn er seine Stärken wirklich ausspielt (denn bei allen Einschränkungen gibt es Momente, in denen das Auto unschlagbar ist). Das haben auch viele Autohersteller erkannt, von denen sich einige längst unter Hochdruck wandeln: vom Produzenten von Karossen zum Anbieter von Mobilität.

Kein Wunder also, dass sich auch die Berichterstattung verändert hat. Früher wurde vor allem fetischhaft auf das Auto geschaut, Leistungsdaten wie im Quartettspiel verglichen. Vernunft war nur gefragt, wenn es bei Vergleichstests um das Auslitern des Kofferraums ging. Heute befassen sich selbst die ehemaligen Standardwerke der Autoberichterstattung mit dem Thema nachhaltiger Mobilität.

Auch die Berichterstattung von SPIEGEL ONLINE hat sich geändert. Längst beschäftigt sich das Autoressort von SPIEGEL ONLINE nicht mehr nur mit Autos. Fahrräder sind zum festen Bestandteil unserer Themenmischung geworden, das Thema ÖPNV und Mobilitätsdienste ist auch immer öfter vertreten.

Anders als früher, als Artikel aus diesen Bereichen beim Leser wenig nachgefragt wurden, stoßen diese Themen bei Ihnen, unseren Lesern, nun auf großes Interesse.

Diese Veränderung sehen wir und wollen Ihnen, unseren Lesern, deswegen noch stärker entgegenkommen. Wir werden das Thema Mobilität künftig noch breiter auffächern, noch weiter fassen. Diese Entwicklung soll sich auch in unserem Namen widerspiegeln. Seit der Gründung von SPIEGEL ONLINE waren alle Artikel, die sich im Bereich Mobilität bewegten, unter der Rubrik "Auto" zusammengefasst - ob es sich dabei nun um Autos drehte oder nicht.

Künftig wird unser Ressort "Mobilität" beziehungsweise "Auto und Mobilität" heißen. Wir freuen uns über die Entwicklung im Großen, weil sie uns und Ihnen noch mehr spannende Themen aus einer Branche beschert, die sich so radikal entwickelt und umfassend wandelt wie noch nie in ihrer Geschichte. Und wir freuen uns auch über die Entwicklung im Kleinen - dass wir diesen Wandel nun in unserem Namen abbilden können.

mhe



insgesamt 16 Beiträge
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Seite 1
vox veritas 24.05.2018
1.
Wir freuen uns schon auf viele spannende und ausgewogene Artikel aus der Redaktion. Bitte nur nicht vergessen, auch aus der Sicht von uns Landeiern zu berichten und nicht nur aus Sicht der Großstadtbewohner.
jberner 24.05.2018
2. wozu "Auto und" ?
Um glaubwürdig vom Fetisch Auto wegzukommen, hat das Auto im Ressortnamen "Mobilität" nichts zu suchen. Ein Beharren darauf vermittelt nur einen rückwärtsgewandten Blick und verhöhnt die Interessen all derer, deren Lebensraum zugunsten einer hoch ineffizienten und für Nichtnutzer hochgefährlichen Fortbewegungsart beschnitten wurde und noch wird. Und wo bleibt die Berichterstattung über das Berliner Mobilitätsgesetz, dessen Behandlung gerade von der SPD platzen gelassen wurde? https://changing-cities.org/presse/artikel/spontan-demonstration-gegen-spd-verschleppung-des-radgesetzes
joG 24.05.2018
3. Ich bin gespannt....
....was Sie berichten werden. Denn in den Städten, in denen ich wohnte, sind öffentliche Mittel kaum erträglich gewesen, es wäre denn, man meint damit Taxis, die ich überall und immer verwendete. Auf dem Land ist es schlimmer. Und selbst mit der Bahn erinnere ich mich an grauenhafte Erfahrungen an nächtlichen Gleisen in Regen und Schnee, die meine Schuhe und Anzugbeine zerstörten. Ich bin gespannt, wie wir ohne grobe Verluste an Lebensqualität bei heutiger Technologie ausmustern wollen. Überraschen Sie mich also. Ich freue mich.
willi2011 24.05.2018
4. Klasse
Sehr gute Entscheidung!
joanz74 24.05.2018
5.
Ich persönlich finde diesen Schritt gut, und konsequent. Ich bin gespannt was da kommt. Gerade im öffentlichen Nahverkehr beginnt in einigen Regionen ein umdenken,selbst bei uns in NRW,wo die Diskrepanz im Angebot zwischen Ballungszentren und ländlichen raum frappierend ist.
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