Motorsport bizarr Monster, Matsch und Mutationen

Formel 1? DTM? Für wahre Rennsport-Fans sind das nur gähnend langweilige Veranstaltungen im Kreisverkehr. Viel interessanter sind Trecker-, Rasenmäher- und Bobby-Car-Wettbewerbe. SPIEGEL ONLINE stellt zehn verrückte Fahrzeugrennen vor.


Rasenmäher-WM
An Himmelfahrt kommt auf der Elbinsel Krautsand bei Stade kein Halm ungeschoren davon: Denn dann treffen sich regelmäßig die Stars des "Aufsitz-Rasenmäher-Motorsports", um den Weltmeister dieser zu Unrecht im Schatten der Formel 1 stehenden Massenveranstaltung zu küren. 1997 aus einer Wette entstanden, wird die Rasenmähertrecker-Weltmeisterschaft nun jedes Jahr auf dem frischen Grün des beschaulichen Eilandes ausgetragen. Aktueller Weltmeister ist seit wenigen Wochen Rasenmähertreckerpilot Hans-Werner Schmidt, der mit seinem John-Deere-Flitzer mit einem 18 PS starken Briggs & Stratton-Motor die Konkurrenz hinter sich und Gras fressen ließ.

Bobby-Car-Rennen:
Das ist kein Kinderkram: Mit satt getunten Bobby-Cars heizen die Profis mit bis zu 100 km/h über die Rennstrecken. Das Reglement ist ähnlich streng wie in der Formel 1: Gewicht – maximal 40 Kilogramm – und Maße sind genau vorschrieben, und ohne akustisches Warngerät (Hupe) darf kein Plastikauto an den Start. Der "Boby-Car-Club Deutschland" hat seit 1998 eine Weltrangliste eingeführt, in einer Rennserie mit einem knappen Dutzend Veranstaltungen qualifiziert man sich für die Deutsche Meisterschaft, die am 22. September beim Saisonhöhepunkt in Fürth entschieden wird. Das Besondere beim Bobby-Car-Sport ist die Beschaffenheit der Rennstrecken: Sie müssen, mangels Motorisierung der Plastik-Boliden, abschüssig sein.



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