Stau-Chaos in Moskau: Autofahrern bleibt die Flucht in den Untergrund

Stau in Moskau: Nur der Verzicht aufs Auto kann noch helfen Zur Großansicht
DPA

Stau in Moskau: Nur der Verzicht aufs Auto kann noch helfen

Russlands Autofahrer verzweifeln schon wieder am Winter: Nach neuen Schneefällen brach der Verkehr in und um Moskau erneut zusammen. Die Behörden hatten eben noch bessere Vorbereitungen auf das Chaos versprochen - nun scheinen sie zu kapitulieren.

Moskau ist weiß - und die Autofahrer in der Metropole sehen rot. Denn nach neuen heftigen Schneefällen haben sich erneut riesige Verkehrsstaus gebildet. In den Straßen der russischen Hauptstadt und ihrer Vororte stauten sich die Fahrzeuge am Dienstagmorgen in kilometerlangen Schlangen.

Viele der Autofahrer dürften noch frostige Erinnerungen ans vergangene Wochenende haben: Dort gab es zwischen Moskau und St. Petersburg einen Horror-Stau, der ganze drei Tage anhielt. Weil viele Betroffene vergeblich auf Hilfe warteten und ohne Verpflegung und Decken in ihren Fahrzeugen ausharren mussten, gelobten die Behörden mehr Einsatz, um die Straßen frei zu halten und den Autofahrern zu helfen.

Am Tag nach dem Desaster scheint sich aber noch nicht viel geändert zu haben. Die Stadtverwaltung von Moskau hält es für das Beste, den Wagen einfach in der Garage stehen zu lassen: Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur ITAR-TASS rief sie die Menschen stattdessen dazu auf, auf die U-Bahn umzusteigen.

cst/AFP

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks teilen

  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 15 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Wie auf der A20...
huettenfreak 04.12.2012
Ich fühle mich gerade an das Schneetreiben und die eingeschlossenen Autos auf der A20 (MeckPom) erinnert. Da war glaube ich im Winter 2010/2011. So etwas ist also auch in Deutschland möglich!
2. Häh?!
artusdanielhoerfeld 04.12.2012
"Autofahrern bleibt die Flucht in den Untergrund" Dieser Satz ist semantisch Unsinn.
3. nicht modern
Anton T 04.12.2012
Der chronische Verkehrskollaps auf russischen Straßen- bei weitem nicht nur im Winter- ist nichts weiter als der Vorbote des baldigen Kollapses des Putin-Staates. Das ganzjährige Chaos auf russischen Straßen zeigt die komplette Unfähigkeit des Putin-Staates, selbst relativ banale Alltagsprobleme seiner Bürger zu lösen. Wer Verkehrspolitik nicht kann, kann auch alles andere nicht, was zum modernen Regieren dazugehört.
4.
mnborken 04.12.2012
Auch in Moskau können die Räumdienste nur räumen und räumen....wie hierzulande auch. Kam wohl die Tage nicht ganz wenig runter, in der Regel lachen die Russen über die Probleme, die wir schon bei verhältnismäßig geringen Schneemengen bekommen. In der Tat ein guter Ratschlag, in den Untergrund zu gehen, denn... 1. ...funktioniert die Metro auch bei Schneefall ganz gut 2. ...könnten die Räumfahrzeuge bei geringeren Blechlawinen auch ihrer Arbeit besser nachkommen. Selbst bei besseren Wetterverhältnissen ziehe ich so gut es geht die Metro vor.
5.
mnborken 04.12.2012
Zitat von Anton TDer chronische Verkehrskollaps auf russischen Straßen- bei weitem nicht nur im Winter- ist nichts weiter als der Vorbote des baldigen Kollapses des Putin-Staates. Das ganzjährige Chaos auf russischen Straßen zeigt die komplette Unfähigkeit des Putin-Staates, selbst relativ banale Alltagsprobleme seiner Bürger zu lösen. Wer Verkehrspolitik nicht kann, kann auch alles andere nicht, was zum modernen Regieren dazugehört.
Ihre Platte hat einen Sprung, legen Sie mal was Neues auf. Verkehrsprobleme sind in Moskau nicht banal zu lösen, würden Sie die Stadt kennen bzw. ginge es Ihnen darum, wüßten Sie es. Würde der Verwaltungsapparat mit Ministerien in die neuen Areale Moskaus verlegt, wäre das sicher eine Hilfe, da der Innenstadtverkehr entlastet würde. Sowohl dieses, als auch andere Überlegungen von 2-geschossigen Verkehrsadern lassen sich nun mal nicht von heute auf morgen umsetzen. Ansonsten könnten die Straßen im besseren Zustand sein, aber dafür brauch ich nicht nach Russland, da reicht schon das Ruhrgebiet. Im Übrigen ist das steigende Verkehrsaufkommen im Induvisialverkehr eher ein Zeichen für steigenden Wohlstand als umgekehrt.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Auto
Twitter | RSS

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

SPIEGEL ONLINE Schließen


  • Drucken Versenden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 15 Kommentare
  • Zur Startseite
Facebook


Aktuelles zu