Vorstoß der Bundesregierung Bund plant mehr Steuervorteile für Elektro-Dienstwagen

Die Bundesregierung droht, ihr Ziel von einer Million E-Autos bis 2020 zu verfehlen. Ein neues Förderprogramm soll mehr Schwung in den Markt für Strom-Fahrzeuge bringen. Davon profitieren aber nur wenige.

Elektroauto Streetscooter: E-Transporter als Dienstwagen im Einsatz der Post
Deutsche Post DHL

Elektroauto Streetscooter: E-Transporter als Dienstwagen im Einsatz der Post


Berlin - Die Bundesregierung will den Kauf von Elektroautos mit weiteren Steuererleichterungen anschieben. Dienstfahrzeuge sollten mit der Hälfte ihres Wertes im Jahr der Anschaffung von der Steuer abgesetzt werden können, heißt es im Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (Nape) des Wirtschaftsministeriums, der SPIEGEL ONLINE vorliegt.

Die Sonderabschreibung solle ab 2015 möglich sein. "Die nur geringen Auswirkungen auf das Steueraufkommen werden durch einen positiven Einfluss auf die Umwelt ergänzt", heißt es im Papier. Die Bundesregierung will zudem mehr umweltfreundliche Elektroautos auf die Straßen bringen. Ihr Ziel ist es, dass es im Jahr 2020 eine Million E-Autos in Deutschland gibt. Direkte Kaufprämien hatte sie bislang abgelehnt.

Der Aktionsplan soll Anfang Dezember vom Kabinett beschlossen werden. Er soll helfen, den CO2-Ausstoß des Jahres 1990 in den kommenden sechs Jahren um 40 Prozent zu reduzieren. Dies hatte die Bundesregierung als Klimaziel festgelegt.

smh/Reuters



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insgesamt 6 Beiträge
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rechnernetzstecker 12.11.2014
1. Hau wech die Steuergelder!
Natürlich läuft es in Deutschland, wie es in Deutschland immer läuft. Elektrische Firmen-, Geschäfts- und Dienstwägen werden subventioniert, der Bürger guckt nur, und befeuert seinen lärmenden Stinker weiter. Würde mich nicht wundern, wenn Merkel bis 2020 die eine Million E-Autos tatsächlich schaffte - für die Wirtschaft sitzen die Millionen und Milliarden stets locker. Wer heute Abend allerdings plusminus in der ARD gesehen hat, wird froh sein, dass er sich nicht mit E-Mobilität made in Germany herumärgern muss.
Wolfgang Probstmeier 12.11.2014
2. Umweltfreundlich
Warum soll so ein Elektrokarren umweltfreundlich sein? Kommt der Strom aus der Steckdose? Kann durch das Verplempern von Steuergeld der strukturelle Nachteil der ungenügenden Reichweite kompensiert werden? Besser für alle, wenn sich die Politik raushält.
leser008 13.11.2014
3. Wir hams ja dicke
Der Artikel verrät ja nicht, wer die Profiteure sein könnten. Raten wir mal: Nur wer nennenswert Steuern zahlt und die Elektrodinger brauchen kann, hat was von der Sofortabschreibung. Also die meisten Kleinbetriebe, Selbstständige, Handwerker fallen weg. Privatpersonen bekommen eh keine Förderung. Allerdings summen hier schon die gelben Postfahrzeuge elektrisch rum. Dann evtl Grossfirmen für den Werks/ Lieferverkehr. Bahn evtl noch. Also mal wieder ein Steuervermeidungsprogramm für Konzerne und Grossfirmen.
anderermeinung 13.11.2014
4. Gegenfinanzierung
Als Gegenfinanzierung böte sich an: Weniger Steuervergünstigung für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Aber darüber darf man sicher nicht diskutieren.
geemani 18.11.2014
5. elektro ist unsinn
brennstoffzelle ist die zukunft. siehe stadt hamburg - http://www.h2hamburg.de/ die brüder kommen allesamt aus der wirtschaft und haben quasi beschlossen, dass hamburg bis 2020(?) weitgehend auf brennstoffzelle ungerüstet wird. DAS ist etwas wovon der Spiegel man berichten sollte, weil hier geschieht einfach etwas ohne dass sich die bundespolitik sinnfrei einmischt.
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