Auf dem diesjährigen Autosalon in Genf (8. bis 18. März) wird sich BMW mit Neuheiten zurückhalten - dafür prescht die Tochterfirma M GmbH mit Premieren auf die Bühne. Gezeigt wird der erste Diesel-Renner mit M-Power sowie die beiden rasanten Ableger des BMW 6er, das M Coupé sowie das Cabrio.
Genau wie der zuletzt präsentierte BMW M5 nehmen auch die neuen Sportcoupés Abschied vom bisher verbauten Zehnzylinder-Triebwerk und erhalten stattdessen einen doppelt aufgeladenen V8-Motor. Der 4,4 Liter große Direkteinspritzer leistet 560 PS und reißt mit bis zu 680 Nm Drehmoment an den über ein neues Sperrdifferential miteinander verbundenen Hinterrädern.
Verwaltet wird die Motorkraft von einer Doppelkupplungsautomatik mit sieben Gängen und diversen Schaltprogrammen. In der rasantesten Stufe jagt der M6 binnen 4,2 Sekunden auf Tempo 100, die 200er-Marke ist bei optimalen Bedingungen nach 12,6 Sekunden erreicht. Und dass die offiziell angegebenen 250 km/h Höchstgeschwindigkeit ein ziemlich willkürliches Limit sind, belegt das sogenannte M Drivers Package: Wer das bestellt, erhält nicht nur eine Einladung zum Fahrtraining, sondern darf dann bis zu 305 Km/h schnell fahren. Auch dieses Limit, so hört man aus der M GmbH, sei jedoch rein technisch für das Auto noch nicht das Ende der Möglichkeiten.
Der tut nur ein bisschen bescheiden
Ohne Frage klingt ein V8-Turbomotor anders als ein V10-Saugaggregat. Und 4,4 Liter Hubraum sind weniger eindrucksvoll als die vormaligen 5,0 Liter. Doch die scheinbare Bescheidenheit ist in Wahrheit eine weitere Hochrüstung: Die V8-Modelle verfügen über zehn Prozent mehr Leistung, 30 Prozent mehr Drehmoment und dennoch sinkt der Verbrauch um mehr als 30 Prozent. Das ist imposant, ändert aber insgesamt nichts daran, dass der M6 ein Spritfresser ist: 9,9 Liter als Durchschnittswert gibt BMW an - in der Praxis dürften es wohl noch mehr werden.
Zum starken Motor gibt es ein stramm abgestimmtes Fahrwerk, eine schärfere Lenkung und bissigere Bremsen. Außerdem hat die M GmbH das Design modifiziert. Die Autos tragen die typischen Kiemen in den Kotflügeln, und sie erhalten breitere Schweller, tiefere Spoiler, eine muskelwulstig aufgeworfene Motorhaube und eine knackigere Kehrseite.
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