Neue Kfz-Steuer Die zehn größten CO2-Steuer-Gewinner

Neue Regelung mit Sparpotential: Ab 1. Juli gilt eine neue Kraftfahrzeugsteuer, die erstmals eine ökologische Komponente enthält. Grundsätzlich gilt sie für Pkw, die ab dem Stichtag zugelassen werden. Es können aber auch die Halter von älteren, sparsamen Modellen davon profitieren.

Von Jürgen Pander


Natürlich ist es in Deutschland mal wieder nicht so klar und einfach geregelt wie in anderen EU-Staaten, in denen Pkw schon länger nach dem CO2-Ausstoß - man könnte auch sagen: nach dem Kraftstoffverbrauch - besteuert werden. Hierzulande gilt ab 1. Juli folgende Regelung für neu zugelassene Fahrzeuge: Für Autos mit Benzinmotor werden je zwei Euro pro angefangene 100 Kubikzentimeter Hubraum fällig, für Modelle mit Dieselmotor sind es 9,50 Euro je angefangene 100 Kubikzentimeter. Dies ist der sogenannte hubraumbezogene Sockelbetrag.

Dazu kommt die Ökokomponente, die sich nach dem CO2-Ausstoß des Fahrzeugs richtet (der wiederum vom Kraftstoffverbrauch abhängt). Für jedes Gramm oberhalb eines CO2-Ausstoßes von 120 Gramm je Kilometer werden zwei Euro fällig. Die steuerliche CO2-Grenze soll kontinuierlich sinken. Ab 1. Januar 2012 müssen Neuwagenhalter ab 110 g/km zuzahlen, am 1. Januar 2014 soll der Grenzwert für Fahrzeuge, die nach diesem Datum erstmals zugelassen werden, auf 95 g/km sinken.

Autos, die bereits heute zugelassen sind, können von einem Vorteil durch die neue Kfz-Steuer-Berechnung dann profitieren, wenn sie in der Zeit vom 5. November 2008 bis 30. Juni 2009 erstmals zugelassen wurden. Das Finanzamt prüft in diesen Fällen von sich aus, ob die neue oder die alte Regelung für den Halter günstiger ist und legt die niedrigere Steuer fest.

"Generell kann man sagen, dass Kompaktfahrzeuge mit Dieselmotoren von circa zwei Liter Hubraum im Vergleich zur bisherigen Besteuerung am meisten sparen", sagt ADAC-Sprecher Marcus Krüger. Für Autos, die vor dem 5. November 2008 zugelassen wurde, bleibt alles beim Alten - jedenfalls vorerst. Denn ab 1. Januar 2013 sollen sämtliche zugelassene Fahrzeuge in die neue Regelung einbezogen werden. Spätestens dann wird es also teurer für Spritschlucker. Für Elektroautos übrigens gilt nach wie vor die Sonderregelung, dass sie fünf Jahre von der Kfz-Steuer befreit sind.

SPIEGEL ONLINE hat unter den in Deutschland am häufigsten zugelassenen Pkw-Baureihen jene zehn Modelle herausgesucht, die von der neuen Kfz-Steuer-Berechnung am meisten profitieren.



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