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TÜV-Reform: Neue Regeln bei der Kfz-Hauptuntersuchung

HU-Plakette: Bei der Kfz-Hauptuntersuchung werden neue Kategorien eingeführt Zur Großansicht
dapd

HU-Plakette: Bei der Kfz-Hauptuntersuchung werden neue Kategorien eingeführt

Zum 1. Juli ändern sich Bestimmungen bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU). Unter anderem sind Prüfer dann zu Probefahrten verpflichtet. Die wichtigsten Neuerungen betreffen aber das Fälligkeitsdatum.

Hamburg - Autohalter müssen in Deutschland mit ihren Fahrzeugen alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung (HU). Ist mit dem Gefährt alles in Ordnung, gibt es eine frische Plakette - werden Mängel entdeckt, müssen diese zuerst behoben werden. Zum 1. Juli 2012 treten nun folgende neue Bestimmungen in Kraft:

  • Die Rückdatierung fällt weg. Wer zu spät kommt, erhält trotzdem die volle Plakettenzeit ab dem Datum der Untersuchung. Bisher wurde auf das eigentliche Fälligkeitsdatum zurückdatiert. Gleichzeitig gilt: Wer zu lange überzieht, wird strenger bestraft. Künftig soll ein Aufschlag von 20 Prozent auf die reguläre Prüfungsgebühr erhoben werden, wenn der Fahrzeughalter mehr als zwei Monate in Verzug ist. Schon bislang riskieren nachlässige Autofahrer Verwarngelder, Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei und Ärger mit der Versicherung.
  • Im Prüfbericht wird die Kategorie "Hinweis" eingeführt. Die Sachverständigen von TÜV, Dekra oder GTÜ können damit auf sich abzeichnende Probleme - etwa durch Verschleiß oder Korrosion - aufmerksam machen. Der Halter bekommt dann konkrete Reparaturtipps.
  • Die Prüfer müssen eine Probefahrt machen.Dabei werden elektronische Sicherheitsassistenten wie Airbags, ABS und ESP geprüft. Laut Hans-Georg Marmit, Sprecher der Prüforganisationen KÜS, beträgt die Mindestgeschwindigkeit dabei acht km/h.

Derzeit verlangen die Prüfgesellschaften nach Angaben des Auto Club Europa (ACE) je nach Bundesland zwischen 57 und 63 Euro. Mit der Neuregelung könnte die HU teurer werden. "Mehrere Anbieter werden die Umstellung für leichte Gebührenerhöhungen nutzen", sagt ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner. Der ACE rechnet im Schnitt mit rund vier Euro Mehrkosten für Haupt- und Abgasuntersuchung, die seit 2010 in einem Schritt gemacht werden. Bei den Gebühren würden die Prüforganisationen aber darauf achten, die Schallmauer von 100 Euro nicht zu durchbrechen, erwartet der ACE-Sprecher.

cst/dpa

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insgesamt 72 Beiträge
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1. elektronische Sicherheitsassistenten
amerzenich 25.06.2012
Gute Idee! Jetzt muss man mir als Laien noch erklären, wie der Prüfer einen elektronische Sicherheitsassistenten wie den Airbag testen will. Setzt der das zu prüfende Fahrzeug gegen eine Wand oder ist er bei 8 km Teststrecke als Geisterfahrer unterwegs?
2. noch
robrobsen 25.06.2012
Zitat von sysopdapdZum 1. Juli ändern sich Bestimmungen bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU). Unter anderem sind Prüfer dann zu Probefahrten verpflichtet. Die wichtigsten Neuerungen betreffen aber das Fälligkeitsdatum. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,840832,00.html
so ein Verein dem man den Stempel zum Geld drucken in die Hand gedrückt hat. Vergleichbar mit IHK, Handwerkskammern, GEZ, Gema und ähnliche.
3. Probefahrt ???
spon-facebook-1782011206 25.06.2012
Die Airbags sollen u.a.während einer Probefahrt " geprüft" werden ! Viel Vergnügen bei den anstehenden Testen !
4. Probefahrt
bj83 25.06.2012
Zitat:"Die Prüfer müssen eine Probefahrt machen.Dabei werden elektronische Sicherheitsassistenten wie Airbags, ABS und ESP geprüft" Oha, wie darf ich mir das vorstellen? Mal mit 45Km/h gegen die Wand schlittern?
5. ??
assiwichtel 25.06.2012
Wird das ganze bei mir dann billiger, weil mein Auto kein Airbag, kein ABS und auch kein ESP hat? Sicher nicht!
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