Torrance - Neue Probleme bei Toyota: Der japanische Autobauer muss in den USA rund 8000 Fahrzeuge seines Pick-up-Modells Tacoma zurückrufen. Die Autos müssen wegen möglicher Probleme mit dem Antrieb untersucht werden. Die sogenannte vordere Kardanwelle könne schlimmstenfalls aus der Verankerung reißen und den Boden berühren, hieß es. Dadurch bestehe die Gefahr, dass der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verliert.
Davon betroffen sei die Allrad-Version von 2010, teilte ein Sprecher in New York mit. Nach Angaben eines US-Regierungsvertreters stammt die fehlerhafte Antriebswelle von dem amerikanischen Zulieferer Dana. Dieser habe die Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA bereits informiert, dass auch Nissan und Ford von dem Fabrikationsfehler betroffen sein könnten. Laut Toyota dürfte ein Großteil der betroffenen Modelle noch nicht verkauft sein.
Der japanische Autokonzern hat seit Monaten mit einer Reihe von Pannen zu kämpfen. Wegen technischer Probleme musste Toyota seit vergangenem Herbst fast 8,7 Millionen Autos weltweit zurückrufen. Allein in den USA musste er bereits 2,3 Millionen Fahrzeuge wegen gefährlicher Mängel am Gaspedal zurückrufen. Bei 437.000 Hybridautos der Marke Prius sind zudem die Bremsen fehlerhaft.
Nach heftiger Kritik an seiner Informationspolitik will der Autohersteller japanischen Zeitungsangaben zufolge künftig seine Kunden umfassend informieren - auch über kleine Unzulänglichkeiten wie nicht richtig schließende Türen.
Neben Toyota muss auch Volkswagen immer mehr Fahrzeuge zurückrufen. Nach Brasilien beordert der deutsche Autobauer nun auch in Mexiko rund 20.000 Autos in die Werkstatt. Es bestehe die Gefahr, dass die Radlager an den Hinterrädern nicht ausreichend gefettet seien und es dadurch zu einer Deformierung der Reifen kommen könnte, teilte das VW-Werk in Puebla am Freitag mit.
Den Angaben zufolge sind von der "vorsorglichen Aktion" ausschließlich die Modelle Gol und Gol Sedan betroffen. Einen Tag zuvor hatte VW wegen Problemen mit Radlagern fast 200.000 Fahrzeuge der Modelle Novo Gol und Voyage in Brasilien in die Werkstätten zurückgerufen.
ssu/AFP/dpa
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