15.08.2013 – 13:01 Uhr

Update IAA 2013: Die wichtigsten Premieren in Frankfurt

Von und Jürgen Pander

Ab Mitte September zeigen die Hersteller auf der Frankfurter Automesse IAA ihre neuen Kreationen. Viele Unternehmen geben schon jetzt Informationen zu ihren Premieren bekannt. Hier sehen Sie Audi Sport Quattro Concept, Bentley Continental GT V8 S, Lexus LF-NX - und weitere Neuheiten.

Die Premieren der IAA 2013
Serienfahrzeuge
Studien und Konzepte
Bentley

Bentley Continental GT V8 S: Für Otto Normalfahrer ist dieses Auto irrelevant, für reiche Bentley-Fans hingegen dürfte die IAA-Neuheit der britischen Luxusmarke aus dem VW-Konzern eine Versuchung sein. Bentley stellt in Frankfurt das neue Topmodell der Continental-Baureihe aus, den GT V8 S. Der Wagen kann alles noch einen Tick schneller und brutaler als das normale Modell. Das liegt am Tuning des 4-Liter-V8-Biturbo-Motors, der nun 528 PS leistet (+21 PS) und maximal 680 Nm Drehmoment entwickelt (+20 Nm). Übersetzt in Fahrleistung bedeutet dies einen Sprint von 0 auf 100 in 4,5 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 309 km/h. Als Durchschnittsverbrauch des tiefer gelegten Luxus-Renners gibt Bentley den Fabelwert von 10,6 Liter je 100 Kilometer an.

Volkswagen

VW Golf R: 300 PS für einen Kompaktwagen - das klingt verrückt, ist aber inzwischen keine Besonderheit. Auf der IAA stellt nun auch VW so ein Auto vor: den Golf R, die bislang kraftvollste Variante des Bestsellers aus Wolfsburg. Der Zweiliter-Vierzylinder-Turbomotor entwickelt exakt 300 PS sowie ein Drehmoment von 380 Nm. Im Verbund mit einem Doppelkupplungsgetriebe rast der Allradler in 4,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 250 km/h begrenzt. Als Normverbrauch gibt VW 6,9 Liter je 100 Kilometer an. Der Wagen soll 38.325 Euro kosten.

Audi

Audi A8: Audi stellt auf der IAA die rundum überarbeitete Oberklasse-Limousine A8 vor. Das aktuelle Modell erhielt ein dezente Design-Überarbeitung, zusätzliche Dämmmaßnahmen des Innenraums und neue LED-Leuchten am Heck. Auf Wunsch bieten die Ingolstädter außerdem LED-Matrix-Scheinwerfer, mit denen sich das Fernlicht präzise auf die jeweilige Verkehrs-, Wetter- und Sichtverhältnisse einstellt. Als Motoren sind zwei Benziner (310 und 435 PS) sowie zwei Dieselaggregate (258 und 385 PS) verfügbar. Dazu kommen das Flaggschiff mit W12-Motor (500 PS), die Sportvariante S8 mit V8-Turbomaschine (520 PS) und der A8 Hybrid (245 PS). Ab November werden die neuen A8-Typen ausgeliefert – die Preisliste beginnt bei 74.500 Euro.

Ferrari

Ferrari 458 Speciale: Von allem mehr, das ist das Grundprinzip des Ferrari 458 Speciale. Das neue Topmodell der 458-Baureihe tritt mit einem 4,5-Liter-V8-Saugmotor an, der 605 PS entwickelt. Als Fahrleistungen nennt der Hersteller aus Maranello bislang ein Spurtvermögen von 0 auf 100 km/h in 3,0 Sekunden und von 0 auf 200 in 9,1 Sekunden. Der Wagen ist laut den Italienern nicht nur der bisher aerodynamischste Serien-Ferrari, sondern hat auch die höchste Querbeschleunigung aller Modelle. Zur extremen Kurvengeschwindigkeiten sollen unter anderem bewegliche Aerodynamikelemente sowie eine neuartige Drehmomentverteilung beitragen, die exakt dosierten Schlupf zulässt, um maximalen Vortrieb zu erreichen. Als Durchschnittsverbrauch gibt Ferrari übrigens 11,6 Liter je 100 Kilometer an – rein theoretisch natürlich.

Daimler

Mercedes S 500 Plug-In-Hybrid: Auf der IAA feiert die Luxuslimousine Mercedes S 500 mit Plug-In-Hybridantrieb ihre Weltpremiere. Der Wagen verfügt neben dem 3-Liter-V6-Turbomotor noch über eine 108 PS starke Elektromaschine. Der Hochvolt-Lithium-Ionen-Akku des E-Antriebs kann an einer Steckdose geladen werden. Rein elektrisch schafft das Fahrzeug bis zu 30 Kilometer. Der Durchschnittsverbrauch nach der gängigen Norm liegt bei drei Liter je 100 Kilometer, was einem CO2-Ausstoß von 69 Gramm je Kilometer entspricht. Allerdings gilt dieser Wert nur, wenn der Akku bei Fahrtbeginn stets vollständig geladen ist und die elektrische Energie gänzlich zum Fahren genutzt wird. Auf den Markt kommt das Auto im nächsten Jahr.

Daimler

Mercedes GLA: Eine Weltpremiere feiert Mercedes auf der IAA. Enthüllt wird der Kompakt-SUV GLA auf Basis der neuen A-Klasse. Die Schwaben bezeichnen den Neuen als "Wanderer zwischen den automobilen Welten", weil der Wagen aufgrund eines Allradantriebs - bei der die Antriebsmomente je nach Bedarf automatisch zwischen Vorder- und Hinterachse verschoben werden - auch für leichtes Gelände geeignet ist. Mit 4,42 Meter Länge ist der GLA praktisch gleich groß wie die Konkurrenzmodelle Audi Q3 und BMW X1. Das Kofferraumvolumen reicht von 421 bis 836 Liter, die Rücksitzlehnen lassen sich umklappen und in der Neigung verstellen. Als Motorisierungen stehen zum Start je zwei Benziner und Diesel zur Wahl (136 bis 211 PS). Ab Anfang 2014 werden die ersten Modelle ausgeliefert.

Citroën

Citroën Grand C4 Picasso: Die Franzosen zeigen in Frankfurt die neue Version des Großraum-Vans, der Mitte Oktober auf den Markt kommen soll. Serienmäßig bietet der Wagen Platz für fünf Insassen, als Option gibt es zwei zusätzlich Sitzgelegenheiten in der dritten Reihe. Zum Verkaufsstart stehen jeweils zwei Benziner und zwei Dieselaggregate zur Verfügung, die ein Leistungssprektrum von 92 bis 156 PS abdecken. Die Preise für den Citroën Grand C4 Picasso beginnen bei 22.390 Euro

Peugeot

Peugeot RCZ R: Auf der Frankfurter Messe zeigt Peugeot das Modell RCZ R. Dabei handelt es sich nach Herstellerangaben um die "Extremversion des Sport-Coupés". Für Vortrieb sorgt ein neuer 1,6-Liter-Turbomotor mit 270 PS und einem Durchschnittsverbrauch von 6,3 Litern auf 100 Kilometer. Außerdem ist das R-Modell im Vergleich zur herkömmlichen Variante um zehn Millimeter tiefergelegt und mit breiteren Reifen und stärker ausgestellten Radkästen ausgestattet. Der Verkauf des RCZ R startet Anfang 2014, Preise sind bislang noch nicht bekannt.

Peugeot

Peugeot 308: Auf dem Messestand der Franzosen geht es nicht nur sportlich zu. Die Marke präsentiert außerdem die neue Version des Kompaktmodells 308, die nach der IAA auf den Markt kommt und bereits jetzt zu Preisen ab 16.450 Euro bestellbar ist. Als Basismotor kommt ein Dreizylinder-Benziner mit 1,2 Litern Hubraum und einer Leistung von 82 PS zum Einsatz. Das Aggregat soll nach Herstellerangaben im Schnitt 5,0 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer verbrauchen. Außerdem stehen noch ein weiterer Ottomotor und zwei Dieselaggregate zur Wahl.

Mazda

Mazda 3: Die neue Version des Kompaktwagens feiert ihre Publikumspremiere im September auf der IAA. Angesichts steigender Treibstoffkosten und strengerer EU-Abgasvorschriften will auch Mazda den Verbrauch seiner Autos senken. Dabei setzen die Japaner vorerst vor allem auf unkonventionelle Verdichtungsverhältnisse bei den Motoren, die eine bessere Verbrennung ermöglichen und dadurch Sprit sparen.
Bereits kurz nach der Präsentation in Frankfurt soll das Modell zu Preisen ab 16.990 Euro verfügbar sein.

Lamborghini

Lamborghini Gallardo LP 570-4 Squadra Corse: Die Italiener feiern auf der IAA die Weltpremiere dieser Extrem-Variante des Sportwagens Gallardo. Dabei übernimmt das Auto weitgehend die Technik des Rennfahrzeugs Gallardo LP 570-4 Supertrofeo. Das bedeutet unter anderem, dass ein V10-Motor mit 570 PS und 320 km/h Höchstgeschwindigkeit eingebaut wurde. Außerdem sorgt der gleiche Heckflügel der Rennvariante für ein Plus an Abtrieb. Der Sqadra Corse ist zudem serienmäßig mit Karbon-Keramik-Bremsen ausgerüstet. Über den Preis und die verfügbare Anzahl der produzierten Fahrzeuge machte der Hersteller bislang keine Angaben.

Opel

Opel Insignia: Die Rüsselsheimer verpassen der Mittelklassebaureihe ein Facelift und zeigen das Ergebnis auf der IAA. Neben den meist üblichen dezenten Design-Änderungen etwa an der Front und den Leuchten, bietet Opel diesmal noch mehr. Denn künftig gibt es den Wagen auch als sogenannten Country Tourer - damit ist ein Kombi in Offroad-Optik gemeint. Der neue Insignia ist bereits seit Ende Juni bestellbar. Der Grundpreis beträgt 24.325 Euro. Was der Country Tourer kosten wird, sagte der Hersteller bislang nicht.

BMW

BMW i3: Die Bayern feiern auf der IAA die Publikumspremiere des ersten Elektroautos von BMW. Der Wagen soll ab November zu Preisen ab 34.950 Euro zu kaufen sein. Für Vortrieb sorgt dann eine E-Maschine mit 170 PS. Die Batterie mit einer Speicherkapazität von 22 kWh ist im Fahrzeugboden untergebracht und soll für eine Distanz von etwa 160 Kilometern reichen. Wem das nicht genug ist, der kann auch eine Variante des i3 mit Range Extender ordern. Ein 650-Kubik-Zweizylinder-Benziner erhöht die Reichweite dann auf rund 300 Kilometer und den Preis auf 39.950 Euro.

Daimler

Mercedes S 63 AMG: 585 PS und 900 Nm Drehmoment - das sind die Leistungsdaten des V8-Biturbo-Motors in der S-Klasse des Mercedes-Haus-Tuners AMG. Der Wagen feiert auf die IAA Weltpremiere und soll noch im September zu Preisen ab rund 149.881 Euro in den Handel kommen. Im Vergleich zum Vorgänger konnte der Hersteller das Gewicht um 100 Kilogramm reduzieren. Je nach Ausstattung und Radstand wiegt die leichteste Version des S 63 AMG nun zwischen 1970 und 2070 Kilogramm. Das hat auch Vorteile in Bezug auf den Verbrauch. Die Luxus-Limousine im Sportdress benötigt im Durchschnitt zwischen 10,1 und 10,3 Liter je 100 Kilometer. Dieser Wert dürfte im Alltag jedoch kaum zu erreichen sein.

Skoda

Skoda Rapid Spaceback: Die Volkswagen-Tochter präsentiert in Frankfurt die Schrägheck-Variante des Kompaktwagens Rapid. Mit der neuen Karosserieversion wollen die Tschechen vor allem junge Menschen und Familien ansprechen, die Wert legen auf ein geräumiges und praktisches Auto. Die Markteinführung ist in Europa für Oktober geplant. Später soll optional ein getöntes Panorama-Glasdach erhältlich sein, das sich von der Front- bis zur Heckscheibe erstreckt. Als Antriebe stehen vier Benziner und zwei Dieselmotoren zur Wahl. Die Maschinen decken ein Leistungsspektrum von 75 bis 122 PS ab. Preise für den Rapid Spaceback nennt Skoda noch nicht.

Skoda

Skoda Yeti: Der Kompakt-SUV Yeti ist einer der Stückzahlbringer bei Skoda, seit dem Debüt vor vier Jahren wurden mehr als 260.000 Fahrzeuge dieses Typs verkauft. Auf der IAA wird nun die überarbeitete Version enthüllt – und zwar in zweifacher Ausführung: sowohl im klassischen Pkw-Look als auch mit Offroad-Designschmuck in Form von schwarzen Kunststoffplanken. Dazu kommen neue Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht sowie neue Sitzbezüge und Dekorleisten am Armaturenbrett. Erstmals bei Skoda kann für den neuen Yeti auch eine Rückfahrkamera bestellt werden. Das Motorenangebot umfasst vier Diesel und drei Benziner mit einem Leistungsspektrum von 105 bis 170 PS. Den Termin des Verkaufsstarts sowie die neuen - vermutlich etwas höheren - Preise konnte Skoda auf Nachfrage noch nicht mitteilen.

Volkswagen

VW e-Up: Auf der IAA feiert die Elektro-Version des Kleinwagens Up seine Messepremiere. Im Unterboden des Viersitzers sind die Lithium-Ionen-Akkus mit einer Speicherkapazität von 18,7 kWh untergebracht. Damit soll nach Herstellerangaben eine Reichweite von bis zu 160 Kilometern möglich sein. Mit einer optional erhältliche Schnellladestation kann die Batterie des e-Up in 30 Minuten auf 80 Prozent ihrer Kapazität aufgeladen werden. Der Elektromotor leistet im Dauerbetrieb 55 PS - kurzfristig stehen 82 PS zur Verfügung. Das Aggregat beschleunigt den Wagen in 12,4 Sekunden vom 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit gibt VW mit 130 km/h an. Interessenten können den e-Up nach der Messe zu Preisen ab 26.900 Euro bestellen.

Hyundai

Hyundai i10: Fünf Jahre nach Einführung des Kleinstwagens zeigen die Koreaner auf der IAA die zweite Generation des i10. Im Vergleich zum Vorgänger ist das Auto länger, breiter und flacher geworden. Außerdem ist das Kofferraumvolumen um zehn Prozent gewachsen. Das Gepäckabteil fasst nun 252 Liter, ohne dabei den Sitzkomfort für die Passagiere in Reihe zwei einzuschränken, sagt der Hersteller. Der Verkauf für das neue Modell startet in Deutschland im November, Angaben zu Preisen und der Motorisierung machte Hyundai bislang nicht.

Honda

Honda Civic Tourer: Auf der IAA 2011 stellte Honda die neunte Generation des Kompaktwagens Civic vor, auf der IAA 2013 folgt nun die Kombivariante namens Civic Tourer. Der japanische Hersteller sagt, das Auto habe "den größten Kofferraum seiner Klasse": Je nach Stellung der Rücksitze fasst das Ladeabteil zwischen 624 und 1668 Liter (zum Vergleich VW Golf Variant: 605 bis 1620 Liter). Ein Grund, warum der Gepäckraum so geräumig ausfällt, ist der unter den Vordersitzen platzierte Tank. Als Motorisierungen sind zunächst ein 142 PS starker Benziner sowie ein 120 PS starker Diesel im Angebot. Der Verkauf in Deutschland startet Anfang 2014.

Audi

Audi Sport Quattro Concept: Zum 30. Jubiläum des legendären Sport Quattro von 1983 - dem mit einem Kaufpreis von 195.000 Mark damals teuersten deutschen Serienfahrzeug - enthüllt Audi auf der IAA die Studie Sport Quattro Concept. Der bullige, geduckte Zweitürer mit 21-Zoll-Rädern soll einerseits künftige Designelemente von sportlichen Audi-Modellen vorstellen, andererseits Audis Hinwendung zum Plug-In-Hybridantrieb dokumentieren: Unter der Karosserie zusammengespannt sind ein 4-Liter-V8-Biturbo mit 560 PS sowie ein Elektromotor mit 150 PS der seine Energie aus einer Lithium-Ionen-Akku bezieht. In 3,7 Sekunden sprintet der 1850 Kilogramm Sportwagen von 0 auf 100, als Höchstgeschwindigkeit gibt Audi 305 km/h an.

Lexus

Lexus LF-NX: SUVs sind derzeit das große Ding in der Autoindustrie. Das zeigt schon allein die Zahl der neuen SUV-Modelle, die auf der IAA vorgestellt werden. Eines davon, die Studie LF-NX, parkt auf dem Messetand der japanischen Firma Lexus. Man wolle mit dem Wagen "die Publikumsreaktionen auf einen möglichen kompakten SUV von Lexus testen", teilt das Unternehmen mit. Zu sehen gibt es einen kantig geformten Allradler von gut 4,60 Meter Länge, der aussieht wie der kleine, bucklige Bruder des Batmobils. Wie bei der Toyota-Tochtermarke zu erwarten, steckt unterm markant gebogenen Blech ein Hybridantrieb aus Benziner und Elektromotor.

Volvo

Volvo Coupé Studie: Die schwedische Marke will auf der IAA mit der Studie eines Coupés die Aufmerksamkeit der Besucher gewinnen. Dazu kombiniert Volvo bei dem Konzeptfahrzeug geschickt Tradition und Moderne. Der Zweitürer beherbergt einerseits einen Plug-in-Hybrid-Antrieb und verfügt andererseits über ein Design, das den legendären P1800 aus den sechziger Jahren zitiert - etwa mit dem flachen Dach und den auffälligen Flanken. Die Studie ist das Werk des neuen Design-Chefs Thomas Ingenlath und gibt deswegen durchaus auch einen Ausblick auf die zukünftige Formensprache von Volvo. So sollen Details wie die Scheinwerfer mit den T-förmigen Tagfahrleuchten und der markante Kühlergrill bald an Serienautos der Marke zu sehen sein. Das erste Modell, das diese Zeichen trägt, soll Ende 2014 der Nachfolger des SUVs XC90 sein.

Ford

Ford S-Max Concept: Ford gibt auf der IAA mit dem S-Max Concept einen Ausblick auf die nächste Generation des Familien-Vans. Die Windschutzscheibe liegt nun noch flacher, die Front wird dominiert vom breiten Kühlergrill sowie langen LED-Scheinwerfern. Das Interieur wirkt geordnet und hochwertig, eine Besonderheit ist der EKG-Sitz, der den Puls des Fahrers misst, Auffälligkeiten registriert und gegebenenfalls automatisch einen Notruf absetzt. Angetrieben wird der Siebensitzer, der noch als Studie gilt, vom neuen 1,5-Liter-Motor mit Benzin-Direkteinspritzung und Turboaufladung.

Kia

Kia Niro: Kia kündigt für die IAA die Studie Niro an. Dabei handelt es sich offenbar um einen weiteren Spross des aktuell boomenden Kompakt-SUV-Segments. Das schemenhafte Bild vermittelt zumindest den Eindruck eines sportlich-robusten Autos. Der Wagen soll vor allem junge Kunden ansprechen. Das Konzeptauto, so heißt es in einer Pressemitteilung des Herstellers, ist mit zahlreichen Extras ausgestattet, die sonst eher in höheren Fahrzeugklassen zu erwarten sind. Ob es von der Studie eine Serienversion geben wird, steht noch nicht fest. Allerdings hat Kia bislang keinen Kompakt-SUV im Portfolio, deswegen wäre eine Markteinführung durchaus sinnvoll.

Toyota

Toyota Yaris Hybrid-R: Beim IAA-Auftritt von Toyota dreht sich alles um die Hybridtechnologie. Immerhin hat der japanische Konzern in den vergangenen 16 Jahren mehr als 5,5 Millionen Fahrzeuge mit dem teilelektrischen Antrieb verkauft. Als Weltpremiere zeigt Toyota die Studie eines besonders leistungsstarken Hybrid-Kleinwagens namens Yaris Hybrid-R. Das Modell wird von einem 1,6-Liter-Benziner im Verbund mit zwei E-Maschinen beschleunigt. Zurückgewonnene Bremsenergie wird - wie bei den Boliden, die Toyota beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans an den Start schickt - in einem Super-Kondensator gespeichert, der die Energie auch besonders schnell und effektiv wieder abgeben kann.

Opel

Opel Monza Concept: "Der Monza Concept", sagt Opel-Chef Karl-Thomas Neumann, "ist eine Studie, die die nächste Generation von Opel-Modellen beeinflussen wird." Für die mächtigen Flügeltüren gilt diese Aussage garantiert nicht, für einige Designelemente der Karosserie aber durchaus. Und vor allem für die Innenraumgestaltung. Das Konzeptauto verfügt über eine frei konfigurierbare Armaturentafel, die sich über die gesamte Innenraumbreite von Tür zu Tür zieht. Es sei das erste Mal, dass LED-Projektionstechnologie in dieser Form in einem Auto zum Einsatz kommt, heißt es bei Opel. Ob der Wagen in Serie produziert wird, ist unklar. Allerdings würde dem Hersteller ein solches Coupé gut stehen. Am Besten mit Heckantrieb - wie der von 1978 bis 1986 gebaute Original-Monza.

Subaru

Subaru Viziv: Subaru zeigt in Frankfurt die Studie Viziv. Dank großer Bodenfreiheit und kurzen Überhängen vorn und hinten verspricht der Hersteller gute Fahreigenschaften im Gelände. Als Antrieb kommt eine Kombination aus einem Zwei-Liter-Turbo-Boxer und drei Elektromotoren zum Einsatz. Zwei davon sind an den Rädern der Hinterachse montiert, ein weiterer direkt mit dem konventionellen Motor verbunden. Der Hersteller gibt mit dem Viziv vor allem einen Ausblick, wie künftige SUVs aus dem Hause Subaru aussehen könnten.

Subaru

Subaru WRX Concept: In Frankfurt zeigen die Japaner außerdem die Studie WRX Concept. Im Gegensatz zum bisherigen Serienmodell ist der Wagen in Frankfurt mit einem größeren Diffusor ausgestattet. Das erhöht den Abtrieb am Heck und somit den Anpressdruck auf der Straße. Deshalb konnten die Konstrukteure auch auf den riesigen Flügel auf dem Kofferraumdeckel verzichten, der auf der aktuellen Version prangt. Außerdem besteht das Dach der Studie aus Karbon. Das senkt das Gewicht und sorgt für einen tieferen Schwerpunkt und eine bessere Straßenlage des Autos. Vermutlich könnten Details der Studie auch an der künftigen Serienversion des WRX zu sehen sein. Das neue Modell soll Anfang 2014 auf den Markt kommen.

Suzuki

Suzuki iV-4: Der Hersteller hält sich mit Details zu diesem Konzeptauto bedeckt. Es soll die Robustheit und Bodenständigkeit eines SUVs verkörpern, heißt es in einer Pressemitteilung. Der iV-4 soll die gestalterische Richtung vorgeben für künftige Sport Utility Vehicle des Unternehmens. Weitere Informationen dürfte es erst auf der Messe in Frankfurt geben.

Nissan

Nissan Friend-Me: Als betont futuristische Mischung aus Coupé und Van dreht sich der Nissan Friend-ME auf der Showbühne des Herstellers in Frankfurt. Der Sportler feiert Europapremiere und bietet vier Schalensitze, ein aufwendiges Infotainment-System und einen vergleichsweise konventionellen Motor. Denn angetrieben wird die Studie für die Kinder der Achtziger von einem ganz normalen Zweiliter-Benziner.

Infiniti

Infiniti Q30 Concept: Die Luxusmarke des Nissan-Konzerns zeigt auf der IAA die Studie eines Premium-Kompaktwagens. Der Hersteller hält sich mit technischen Details zu dem Auto zurück. Wie einer Pressemitteilung zu entnehmen ist, soll es aber künftig ein Serienfahrzeug im Stile des Q30 geben. Das Modell soll sich in Bezug auf das Design an der sportlichen Gestaltung des IAA-Konzepts orientieren. An der Entwicklung ist unter anderem Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel beteiligt.

BMW

BMW Concept Active Tourer Outdoor:Mit dieser Studie wollen die Bayern nach eigener Aussage einen Ausblick auf eine besonders clevere Raumfunktionalität für Sport und Freizeit geben. Der Innenraum ist mit leicht zu reinigendem Leder ausgestattet, so dass der Transport etwa von Fahrrädern nicht mehr zu dauerhaften Verschmutzungen führt. Der Kompaktwagen wird von einer Kombination aus einem 1,5-Liter-Benzinmotor und einer Elektromaschine angetrieben. Als Stromspeicher kommt eine Lithium-Ionen-Batterie zum Einsatz, die auch an der Steckdose geladen werden kann. Das Plug-in-Hybrid-Fahrzeug soll nach Herstellerangaben auf einen durchschnittlichen Verbrauch von etwa 2,5 Liter je 100 Kilometer kommen. Zu sehen war das Auto bereits Mitte Juli auf der Fachmesse Outdoor in Friedrichshafen

Peugeot

Peugeot 208 Hybrid FE: Hybridautos sind einer der großen IAA-Trends - und Peugeot ist mit einer Kleinwagenstudie mit teilelektrischem Antrieb mit von der Partie. Die französische Marke zeigt den 208 Hybrid FE. Besonderen Wert legt der Hersteller auf zwei Zahlen: So soll der Wagen nur 49 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen und gleichzeitig in 8 Sekunden von 0 auf Tempo 100 beschleunigen. Anders gesagt: Der Hybrid-Kleinwagen soll Effizienz und Fahrspaß miteinander verbinden. Was das Auto sonst noch auszeichnet, ist ein Gewichtersparnis von 200 Kilogramm gegenüber dem normalen Modell 208 sowie ein besonders sparsamer 1,2-Liter-Dreizylindermotor.

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 59 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1.
glitscher 15.08.2013
Oh man baut Mercedes hässliche Karren...
2. Dann wird sich wieder die Macht der Automobil Lobby zeigen ...
kampftier 15.08.2013
Zitat von sysopDaimlerFamilienkutschen, Rennmaschinen, Elektrozwerge - ab Mitte September wollen sich die Hersteller auf der Frankfurter Automesse IAA mit neuen Modellen übertrumpfen. Hier sind die wichtigsten Premieren von Mercedes, BMW und Co. im Überblick. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/neuheiten-auf-der-iaa-die-premieren-auf-der-auto-messe-in-frankfurt-a-914105.html
Wie Armselig ..
3. Stinklangweilig
Wolf im Wolfspelz 15.08.2013
Die -gefühlt- hundertste belanglose Lamborgini Kleinserie, zig hässliche Kompakt"Sport"Utility-Wanderdünen, dazu realitäts- und sinnfreie Studien, die zeigen, was eine Zwangsheirat von Sportwagen mit Irgendwas für Scheusslichkeiten produzieren würde... Innovation und Zukunftsvisionen sehen irgendwie anders aus, oder hab ich was verpasst?
4. optional
lronmcbong 15.08.2013
ausser dem neuen i3 und vlt noch dem vw-e up find ich nix tolles dabei. alles schonmal dagewesen.
5. Ohh ja....
cynism 15.08.2013
Biete liebe Leute von Subaru, bringt den WRX genau so auf die Straßen! Die Formen erinnern zwar stark an den Lexus ISF, aber das ist nichts schlechtes.... Wirklich nicht.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Auto
Twitter | RSS
alles zum Thema IAA 2013
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH