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Studie: Der Autokauf ist was für Alte

Senior am Steuer: "Der demografische Wandel spiegelt sich im Neuwagenmarkt" Zur Großansicht
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Senior am Steuer: "Der demografische Wandel spiegelt sich im Neuwagenmarkt"

Die Neuwagenkäufer in Deutschland sind einer Studie zufolge im Schnitt so alt wie nie zuvor. "Das Auto für die Jungen gibt es nicht", lautet deshalb das Fazit der Untersuchung. Selbst bei der Marke mit den jüngsten Käufern liegt das Durchschnittsalter demnach jenseits der 40.

Berlin - Wer sich in Deutschland im vergangenen Jahr einen Neuwagen zugelegt hat, war im Schnitt 52 Jahre alt. Das ergab eine Untersuchung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut der Universität Duisburg-Essen. Damit liege das Durchschnittsalter so hoch wie nie zuvor. Im Vergleich etwa zu 1995 sei der durchschnittliche Käufer um sechs Jahre gealtert.

Fast ein Drittel der Käufer neuer Autos war laut der Studie über 60 Jahre alt, nur sieben Prozent waren jünger als 30 Jahre. Die deutsche Marke mit den ältesten Käufern (im Schnitt 56 Jahren) war 2012 der Studie zufolge Mercedes. Die Marke mit den jüngsten Autokäufern war Seat, hier lag das Durchschnittsalter bei 44 Jahren.

Ältere schätzen vor allem die Stufenhecklimousine

"Der demografische Wandel spiegelt sich im Neuwagenmarkt", teilte Dudenhöffer mit. "Der zweite Grund: In Großstädten wird das Auto als Statussymbol für junge Menschen unbedeutender." Um diesen Trend umzukehren, müsse sich die Autoindustrie nach Ansicht von Dudenhöffer "neu erfinden". Derzeit habe das noch kein Hersteller geschafft: "Das Auto für die Jungen gibt es nicht", meinte er. Mit ein paar zusätzlichen PS und einem schicken Design allein könnten junge Käufer nicht gelockt werden.

Die jüngste Gruppe waren die Coupé-Käufer mit durchschnittlich 48,2 Jahren. "Die ältesten Neuwagenkäufer sind bei den Stufenhecklimousinen zu finden", heißt es in der Studie. Hier lag das Durchschnittsalter bei 55,8 Jahren. Für die Studie wurden die Pkw-Zulassungen auf Privatpersonen in Deutschland ausgewertet.

cst/dpa

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insgesamt 126 Beiträge
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1. Na ja, wir Jungen
digitus_medius 15.04.2013
leben zum Großteil in Städten. Da ist ein Auto eher hinderlich. Ein schickes Fahrrad, die Jahreskarte für Bus und Bahn tuns auch. Wir denken ökologisch und ökonomisch sowie sozial. Wozu die Luft verpesten, Rohstoffe vergeuden, Kapital binden und verbrennen sowie anderen Menschen Platz wegnehmen und mit Lärm belästigen? Eben. Und wenns mal raus zu Omi aufs Land geht ist man mit der 1200er oder einem Mietwagen gut bedient. Das neue Statussymbol sind eh das Smartphone, das SSD-Netbook und das Penthouse am Englischen Garten.
2. So ein Unsinn
Dudenquatscher 15.04.2013
Da ist wieder mal typisch für den guten Herrn Dudenhöffer. Ich habe noch nie etwas von diesem Möchtegern-Wissenschaftler gelesen, was "Hand und Fuß" hatte, wann wird der endlich mal vom Hof gejagt. Den wichtigsten Faktor hat er gar nicht in Erwägung gezogen, dass die Fahrzeuge immer teurer werden, die Löhne aber relativ gesehen sinken. Da kann sich ein Junger einfach keinen Neuwagen leisten. Die guten Zeiten sind vorbei, wer sein Schäfchen im Trocknen hat ist inzwischen Rentner, Pensionär oder hat geerbt. Wenn man in die USA blickt und sieht, zu welchen Preisen deutsche PKW dort verschleudert werden, bekommt man feuchte Augen und fühlt sich arg abgezockt. Aber das will der Herr Dudenhöffer nicht sehen, denn seine Steigbügelhalter, die Automobilindustrie, will davon auch nichts wissen.
3. optional
pan_der2te 15.04.2013
es liegt einfach daran dass es sich niemand mehr leisten kann! nicht weil es neue statussymbole gibt... die gehälter liegen in keinem verhältnis zum kaufpreis!
4.
Olaf 15.04.2013
Zitat von sysopDPADie Neuwagenkäufer in Deutschland sind einer Studie zufolge im Schnitt so alt wie nie zuvor. "Das Auto für die Jungen gibt es nicht", lautet deshalb das Fazit der Untersuchung. Selbst bei der Marke mit den jüngsten Käufern liegt das Durchschnittsalter demnach jenseits der 40. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/neuwagenkaeufer-in-deutschland-sind-im-schnitt-so-alt-wie-nie-zuvor-a-894368.html
So einen Neuwagen muss man sich ja auch erst einmal leisten können und gerade bei den jungen Leuten sieht es mit dem Einkommen noch nicht so gut aus.
5. Dazu kommt
exilhamburger 15.04.2013
Dazu kommt, dass durch das Firmenwagen-Leasing eine Schwemme dreijähriger Gebrauchtwagen am Markt ist. Nimmt man dann noch die Tageszulassungen in Betracht sowie den WErtverlust im ersten Jahr, so ist klar, dass ein Neuwagen sich nicht wirklich rechnet und man ggü. Leasingrückläufer oder Tageszulassung einen heftigen Aufpreis dafür zahlt, genau das Wunschauto (Farbe, Ausstattung,...), statt eines ungefähr passenden zu bekommen. Ansonsten: volle Zustimmung für Dudenquatscher, was den Dudenhöffer angeht.
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