Neuzulassungen Kleinstwagen starten durch

Gebremste Freude: In den ersten sechs Monaten 2008 wurden mehr Neuwagen in Deutschland zugelassen als im Vorjahreszeitraum, doch der Jubel der Hersteller dürfte leise ausfallen. Steigende Spritkosten und unklare Steuerregelungen drohen das Wachstum auszubremsen.


Berlin/Flensburg - Im ersten Halbjahr 2008 stieg die Zahl der Pkw-Neuzulassungen um 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Laut Kraftfahrtbundesamt wurden insgesamt 1,63 Millionen neue Autos registriert. Gewinner sind verbrauchsarme Kleinstwagen mit einem Zuwachs von 26,8 wie zum Beispiel der Smart mit einer Steigerung von 51,9 Prozent. Noch deutlich war das Plus beim Renault Twingo. Der französische Zwerg wird seit September letzten Jahres verkauft und legte um 264,2 Prozent zu. Die Nachfrage nach Autos der oberen Mittelklasse sank hingegen um 10,6 und nach Sportwagen um 14,2 Prozent.

Neuzulassungen: Im ersten Halbjahr wurden mehr Neuwagen zugelassen als im Vorjahreszeitraum.
DDP

Neuzulassungen: Im ersten Halbjahr wurden mehr Neuwagen zugelassen als im Vorjahreszeitraum.

Der Absatz der deutschen Hersteller entwickelte sich recht unterschiedlich. Volkswagen und der BMW-Konzern steigerten ihren Absatz um je 6,2 Prozent, während Opel und Porsche deutliche Einbußen von 6,5 und 6,7 Prozent verbuchen mussten. In der Markenwertung liegt VW mit insgesamt 319.301 Neuzulassungen klar vor Mercedes mit 172.911 und BMW mit 149.957 neu angemeldeten Autos. Stärkster Importeur ist Renault mit 78.550 Wagen vor Skoda. Die tschechische Volkswagen-Tochter konnte 64.589 Fahrzeuge verkaufen. Das erfolgreichste Modell ist mit 124.641 Fahrzeugen der VW Golf. Danach folgt die neue Mercedes C-Klasse und der A4 von Audi.

Wegen der steigenden Treibstoff- und Unterhaltskosten wächst vor allem bei privaten Käufern der Trend zu Autos mit geringem Verbrauch. Trotzdem waren in den ersten sechs Monaten alternative Antriebe nur bedingt gefragt. Zwar stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2007 der Absatz von Flüssiggasfahrzeugen um 84,2 Prozent, doch Autos mit Hybridantrieb wurden 13,1 Prozent weniger verkauft. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß lag im ersten Halbjahr bei 166 Gramm pro Kilometer.

rom/ddp



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