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03. September 2012, 13:05 Uhr

Markenstreit um Saab-Logo

Strikt schwedisch

Der letzter Zwist ist beigelegt: Der Verkauf des Autobauers Saab an einen asiatischen Investor ist beschlossene Sache. Der neue Eigentümer muss allerdings auf das traditionelle Logo der Schweden verzichten. Das Emblem wird künftig nur noch auf Lastwagen prangen.

Stockholm - Das Gezerre um den Vogel hat ein Ende. Bis zuletzt hatten sich der Lkw-Hersteller Scania und der neue Saab-Eigner National Electric Vehicle Sweden (Nevs) darum gestritten, ob das alte Saab-Markenzeichen - ein gekrönter Greif - die zukünftigen Nevs-Produkte zieren darf. Nun steht fest, dass sich die Eigentümer zum Neustart ein anderes Symbol suchen müssen - der Greif ist tabu. Mit der Einigung im Streit um das Markenrecht ist der Verkauf von Saab endgültig in trockenen Tüchern.

Saab und Scania waren bis 1990 Teil der gleichen Unternehmensgruppe und teilten sich das Logo. Damit ist nun Schluss. "Scania hat dieses Markenzeichen seit 1911 genutzt", sagte ein Sprecher der Firma, die mittlerweile zum VW-Konzern gehört. Das Unternehmen wolle nicht, dass es von anderen Eignern in einer Art genutzt werde, "welche unsere Marke beschädigen kann". Autos, die künftig unter dem Namen Saab produziert werden, "sind nicht länger schwedisch", sagte der Scania-Sprecher.

Im Juni 2012 war bekannt geworden, dass Nevs den schwedischen Autobauer übernehmen will. Der Käufer plant, die Firma in den nächsten Jahren zu einem führenden Hersteller von Elektroautos auszubauen. Hinter Nevs steht die National Modern Energy Holdings, die von dem chinesisch-schwedischen Geschäftsmann Kai Johan Jiang geführt und kontrolliert wird.

cst/Reuters/afp

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