Null-Promille-Regel Junge Fahrer haben absolutes Sauf-Verbot

Ab dem 1. August ist Alkohol am Steuer für Fahranfänger absolut tabu. Wer trotzdem etwas trinkt, riskiert bis zu 1000 Euro Bußgeld, zwei Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei - und eine deutlich längere Probezeit.


Berlin - Der Bundesrat gab am Freitag grünes Licht, nachdem der Bundestag schon im Mai entsprechende Forderungen der Länder in das Gesetz eingearbeitet hatte. Bisher war nur von 125 Euro Bußgeld die Rede. Betroffen sind Fahranfänger in der zweijährigen Probezeit und generell junge Fahrer unter 21 Jahren. Bei Verstößen kann die Probezeit um weitere zwei Jahre verlängert und ein Aufbauseminar mit Kosten bis zu 200 Euro angeordnet werden. Es bleibt ansonsten bei der allgemeinen Alkoholgrenze von 0,5 Promille.

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) bezeichnete die Verschärfungen als wichtig für die Verkehrssicherheit. "Autofahren und Trinken sind nicht miteinander vereinbar", sagte der Verkehrsminister. "Besonders bei jungen Fahranfängern besteht bereits mit niedriger Alkoholkonzentration ein deutlich erhöhtes Unfallrisiko."

Ursprünglich hatte die Bundesregierung die 0,0-Promille-Grenze nur für die zweijährige Probezeit vorgesehen. Auf Drängen des Bundesrates wurde es aber neben der Probezeit auch an eine Altersgrenze gekoppelt. Die Länder hatten befürchtet, dass sonst immer mehr Jugendliche bereits mit 16 Jahren einen Moped-Führerschein machen, um mit 18 nach Erwerb des Auto-Führerscheins nicht mehr unter das Alkoholverbot zu fallen.

hil/dpa



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