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Abgaswerte von Nutzfahrzeugen: EU will CO2-Ausstoß von Lkw und Bussen überwachen

Lastwagen auf der Autobahn: "Zertifizierung, Mitteilung und Überwachung" Zur Großansicht
DPA

Lastwagen auf der Autobahn: "Zertifizierung, Mitteilung und Überwachung"

Brüssel will erstmals den Kohlendioxid-Ausstoß von Nutzfahrzeugen ermitteln. Noch geben sich die Hersteller gelassen - doch auf die Messungen könnten Grenzwerte oder andere Auflagen folgen.

Brüssel - Jedes Gramm Kohlendioxid, das über dem erlaubten Emissionswert von Autos liegt, kostet die Hersteller in Europa Strafe. Für Lkw und Busse gibt es dagegen keine CO2-Grenzwerte. Das könnte sich allerdings bald ändern: Die EU-Kommission hat am Mittwoch eine Strategie zur Verringerung der Treibhausgasemissionen beschlossen. Als erster Schritt ist dabei geplant, den Ausstoß von Nutzfahrzeugen zu messen.

Im kommenden Jahr soll die Kommission Vorschläge unterbreiten, wie Lkw effizienter und umweltschonender unterwegs sein können. Es gehe zunächst um eine "Zertifizierung, Mitteilung und Überwachung" der Emissionen, sprich: Es muss vereinbart werden, wie der Ausstoß der klimaschädlichen Gase festgestellt wird. Die Kommission hat dafür ein Simulationsprogramm namens VECTO entwickelt.

Im vergangenen Jahr hatte Brüssel strengere CO2-Grenzwerte für Pkw beschlossen - nach langen Auseinandersetzungen mit einigen Herstellern und vor allem der Bundesregierung. Die im Februar verabschiedete Einigung sieht vor, dass im Jahr 2020 95 Prozent aller neuen Pkw maximal 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen dürfen - gegenüber 130 Gramm im Jahr 2015.

Die Kommission erwägt mehrere Arten von Auflagen für Nutzfahrzeuge

Die Kommission machte am Mittwoch deutlich, dass schwere Nutzfahrzeuge für rund ein Viertel der Emissionen aus dem Straßenverkehr in der EU verantwortlich seien und deren Abgasausstoß zwischen 1990 und 2010 um 36 Prozent gestiegen sei.

Sind die genauen Werte von Lkw und Bussen erst einmal ermittelt, so hieß es in Brüssel, könnten Vorschläge zur Verringerung der Emissionen folgen: Am naheliegendsten wäre hier laut der EU ein System mit Grenzwerten, wie bei Autos. Denkbar seien aber auch Alternativen wie gesonderte Gebühren für die Straßennutzung oder Steuern.

Die neue Strategie solle nicht nur der Umwelt und dem Klima dienen. Sie werde vielmehr auch zu "Einsparungen für die Fahrzeughalter führen und die Abhängigkeit der EU von Öleinfuhren verringern", hieß es in der Erklärung. Warum es so lange gedauert hat, bis der Ausstoß der Lkw und Busse ins Visier genommen wird, begründete die Behörde mit der technischen Komplexität der Messungen.

Die Fahrzeugindustrie gab sich trotz der geplanten Auflagen am Mittwoch gelassen: Der Branchenverband ACEA begrüßte in Brüssel, dass die Käufer mithilfe des Simulationsprogrammes künftig mehr Klarheit über die Verbrauchswerte eines Fahrzeugs erlangen könnten. Der Umweltverband Transport & Environment kritisierte dagegen, die EU gehe zu langsam vor und hinke den USA hinterher. Dort seien bereits Standards für den Kraftstoffverbrauch von Lastwagen eingeführt worden.

cst/Reuters/AFP

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1.
räbbi 21.05.2014
Was ein Bullshit...ein möglichst niedriger Verbrauch ist bei einem Nutzfahrzeug/Traktor usw. heute schon eines der wesentlichen Kaufkriterien. Da wird um jedes g/kWh gefeilscht. Was will man da noch überwachen?...naja ein paar schöne, warme Pöstchen werden schon rausspringen. Bei der Abgasreinigung ist man mit Harnstoffeinspritzung/Partikelfilter/Kat ja langsam am Ende der Fahnenstange angelangt, also braucht man einen neuen Spielplatz.
2. Unsinn
vitalik 21.05.2014
Zitat von sysopDPABrüssel will erstmals den Kohlendioxid-Ausstoß von Nutzfahrzeugen ermitteln. Noch geben sich die Hersteller gelassen - doch auf die Messungen könnten Grenzwerte oder andere Auflagen folgen. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/nutzfahrzeuge-eu-will-co2-ausstoss-von-lkw-und-bussen-messen-a-970921.html
Was für ein Unsinn schon wieder: "Einsparungen für die Fahrzeughalter führen und die Abhängigkeit der EU von Öleinfuhren verringern". Das ist doch ein Witz. Wieviel Sprit soll man denn verfahren damit sich eine Neuanschaffung eines LKWs lohnt? Soweit ich mich errinern kann, hat ein durchschnittlicher LKW eine bessere Bilanz, was den CO2-Ausstoß pro transportiertem Kilogramm, als jeder PKW (ich meine es irgendwo gelesen zu haben). Es werden die Firmen mit neuen Abgaben dazu gezwungen mehr Geld auszugeben, mit der Begründung, damit die Firmen Geld sparen können.
3. NULL Emission für innerstädtische ÖPNV Linien
founder 21.05.2014
Im September 2011 hielt ich darüber einen Vortrag im Mercedes Schwerfahrzeugewerk vor völlig apathischen Betriebsräten. Ab 2 EUR pro Liter Diesel kann man Dieselbusse nicht einmal mehr verschenken, immer noch zu teuer gegen Elektrobusse. Heuer schafft der BYD Elektrobus seinen Durchbruch, schon 4000 Verkäufe von Jänner bis April (http://auto.pege.org/2014/byd-busse.htm). 2015, spätestenns 2016 wird Mercedes hinter BYD beim Busverkauf zurück fallen. Es sind sehr schnell sehr strenge Auflagen nötig, um die EU Industrie voran zu peitschen, Massenabeitslosigkeit zu verhindern.
4.
Jabagrafs 21.05.2014
Zitat von sysopDPABrüssel will erstmals den Kohlendioxid-Ausstoß von Nutzfahrzeugen ermitteln. Noch geben sich die Hersteller gelassen - doch auf die Messungen könnten Grenzwerte oder andere Auflagen folgen. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/nutzfahrzeuge-eu-will-co2-ausstoss-von-lkw-und-bussen-messen-a-970921.html
Einfach leichter machen, also auch die Zuladung begrenzen. 4 10-Tonner sind ja besser als 1 40-Tonner und ausserdem können mehr Menschen wieder Arbeit finden..
5. So langsam nimmt das doch mal die richtige Richtung.
gersco 21.05.2014
Bevor bei den Automobilen über die nächsten Abgasstufen EU 7 bis 35 nachgedacht wird und schon das Starten eines Motors als ökologisch bedenklich gilt, wäre es jetzt an der Zeit, mal Busse und LKW ähnlich strikten Anforderungen zu unterziehen. Viel wichtiger wäre es aber, das auch mit Flugzeugen, Schiffen und Industrieanlagen zu tun.
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