Obamas Limousine falsch betankt Das Biest hat sich verschluckt

Wegen einer peinlichen Panne muss US-Präsident Barack Obama bei einem Staatsbesuch in Israel auf seine gepanzerte Limousine verzichten. Die eine Millionen Dollar teure Staatskarosse wurde zwar extra eingeflogen - aber in Jerusalem falsch betankt.

Obamas Präsidentenlimousine "The Beast": Benzin statt Diesel getankt
AFP

Obamas Präsidentenlimousine "The Beast": Benzin statt Diesel getankt


Jerusalem - Man nennt ihn "das Biest". Der Cadillac, in dem Barack Obama chauffiert wird, ist mit jedem erdenklichen Hochsicherheits-Schnickschnack ausgerüstet. Unter anderem ist der Wagen gegen Angriffe mit biochemischen Waffen gerüstet und verfügt über ein System zur unabhängigen Sauerstoffversorgung der Insassen. Gegen eines ist die rollende Festung aber offenbar nicht gewappnet: trottelige Fehler aus dem Autofahrer-Alltag.

Die Sicherheitslücke wurde jetzt in Jerusalem bekannt. Dort musste das Biest abgeschleppt werden. Der Grund: Statt mit Diesel war der Eine-Millionen-Dollar-Wagen mit Benzin betankt worden. Das berichten mehrere israelische Medien.

Die Panne ereignete sich gleich am ersten Tag des Israel-Besuchs von Barack Obama. Der Secret Service, der den US-Präsidenten schützt, musste eilig einen neuen Präsidentenwagen aus Jordanien einfliegen. Dieser stand dort bereit, weil Obama auf seiner Nahost-Reise auch dieses Land besuchen wird. Das Biest war zuvor extra aus den USA eingeflogen worden.

"Eines unserer geschützten Fahrzeuge hat in Israel ein mechanisches Problem gehabt", bestätigte Edwin Donovan, Sprecher des Secret Service, in Jerusalem. Demnach fiel das Fahrzeug schon vor Obamas Ankunft aus. Zur Ursache der Panne äußerte Donovan sich nicht.

Ärger mit Auto und Baum

Es ist nicht das erste Mal, dass Obama auf einem Staatsbesuch liegen bleibt. Schon 2011 hatte er auf einer Auslandsreise Pech mit einem seiner Wagen. Ein Ersatzfahrzeug setzte damals beim Verlassen der US-Botschaft in Irland auf einer Bodenwelle auf und saß fest.

Bei dem jetzigen Staatsbesuch in Israel hat Obama außerdem mit einem Geschenk für Verwirrung gesorgt: Er brachte eine Magnolie mit nach Jerusalem und pflanzte sie eigenhändig im Garten von Präsident Schimon Peres. Das israelische Agrarministerium kündigte allerdings an, den Baum umgehend wieder ausgraben zu wollen. Es sei "strikt verboten, Pflanzen aus Übersee nach Israel zu bringen, ohne sie vorher kontrollieren zu lassen".

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels hieß es fälschlicherweise, die Präsidentenlimousine sei mit Diesel betankt worden und sei deshalb liegen geblieben. Dabei handelt es sich tatsächlich aber um ein Dieselfahrzeug, in das irrtümlich Benzin gefüllt wurde. Wir haben den Fehler korrigiert und bitten, ihn zu entschuldigen.

cst/afp



Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 18 Beiträge
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Seite 1
billigenergie 21.03.2013
1. Obamas Panzerlimosine falsch betankt
Das war kein Versehen, das war Absicht, spurt doch Obama nicht so wie es Netanjahu es im Fall IRAN will. Da ist mit Nadelstiche seitens der Israelis zu rechnen.
markeg 21.03.2013
2. eine Millionen Dollar
CVD gebe Endredaktion....
spon-facebook-10000351791 21.03.2013
3.
Zitat von sysopAFPWegen einer peinlichen Panne muss US-Präsident Barack Obama bei einem Staatsbesuch in Israel auf seine gepanzerte Limousine verzichten. Die eine Millionen Dollar teure Staatskarosse wurde zwar extra eingeflogen - aber in Jerusalem falsch betankt. Obamas Präsidenten-Limousine in Israel falsch betankt - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/auto/aktuell/obamas-praesidenten-limousine-in-israel-falsch-betankt-a-890184.html)
Ist es nicht eigentlich so (zumindest in Dtl.), dass der Dieseltankstutzen garnicht in den Benzintankeinfüller passen sollte?
shokaku 21.03.2013
4. Der Klassiker
Super Barack, nicht Diesel. SUPER INGO, nicht Diesel! - YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=UPwCndAX6m8)
tarvos 21.03.2013
5.
Da hat der israelische Praktikant, der den Wagen tanken musste, wohl vor lauter Irritation mal kurz gegoogled, ob The Beast Benzin oder Diesel braucht und ist über folgende Infografik gestolpert: http://hackedgadgets.com/wp-content/2/Presidential_limo_cadillac_one_a_look_inside.jpg Dort steht nämlich zum Beispiel "Enginge: 6.5 litre diesel engine", was aber ja scheinbar nicht zu stimmen scheint. Vielleicht hätte das Weiße Haus kein Staatsgeheimnis aus solchen technischen Details machen sollen, dann wäre es auch nicht zur Fehlbetankung gekommen. Erinnert schon etwas an die Panne in Irland, dort hätte ein bisschen mehr Vorbereitung auch verhindern können, dass man an einer offensichtlich viel zu hohe Bodenwelle hängenbleibt (selbst ein normaler 5er BMW hat da schon leicht aufgesetzt). Wenn die Flucht mit diesem Auto bei einem Anschlagsversuch auf den Präsidenten auch so "reibungslos" klappt, dann gute Nacht!
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