Oldtimer-Briefmarken: Auto-Marken für die Wohl-Fahrt

Porsche 356, Opel Olympia Rekord, Ford Taunus 17M – Klassiker der deutschen Automobilgeschichte zieren auch in diesem Jahr die Wohlfahrtsmarken. Die neue Serie umfasst fünf Einzelmarken und ist ab Donnerstag bei der Post oder den Wohlfahrtsverbänden zu haben.

Das Wartburg-Coupé 311 wird 2004 eine Wohlfahrtsmarke schmücken

Das Wartburg-Coupé 311 wird 2004 eine Wohlfahrtsmarke schmücken

Die Markenserie 2003/2004 setzt die mit den Modellen Käfer, Isetta und Trabant erfolgreich aufgelegte Oldtimer-Serie des Vorjahres fort. Die Zuschlagserlöse von 20, 25 und 56 Cent je verkaufter Wohlfahrtsmarke kommen dabei der Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Paritätischem Wohlfahrtsverband, DRK, Diakonie und der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland zugute. Gefördert werden unterschiedlichste Projekte: vom Kindergarten und Jugendclub über die Unterstützung alter, kranker und behinderter Menschen bis hin zu Hilfen für Opfer von Krieg und Naturkatastrophen. Seit 1949 konnten insgesamt rund 3,7 Milliarden Wohlfahrtsmarken mit einem Zuschlagswert von gut 520 Millionen Euro verkauft werden.

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Oldtimer-Briefmarken: Auto-Marken für die Wohl-Fahrt

Die neuen Marken-Modelle sind:

Wartburg 311 Coupé (45 plus 20 Cent)
Der Mittelklassewagen basierte auf einem DKW-Modell der Vorkriegszeit und war in verschiedenen Karosserie-Varianten lieferbar - wenn auch nicht immer sofort. Wartburg-Fahrer galten in der DDR als "automobile Aufsteiger", die bis zu 18 Jahre warten mussten, bevor sie zur "Wartbourgeoisie" gehörten.

Opel Olympia Rekord P1 (55 plus 25 Cent)
Der P1 war der perfekte Repräsentant seiner Zeit: Als deutsche Variante amerikanischer "Traumwagen" verkörperte er sowohl die Erfolge der Wirtschaftswunderzeit als auch die Rock'n'Roll-Kultur. Die lange und niedrige Karosserie, die vielen Chromdetails und der zweifarbige Lack waren für damalige deutsche Verhältnisse revolutionär.

Porsche 356 B Coupé (55 + 25 Cent)
Der Porsche vom Typ 356 wurde von 1948 bis 1965 gebaut und gilt als der erste Sportwagen der Bundesrepublik. Den 356 B stellte Porsche 1959 auf der IAA in Frankfurt vor. Der Wagen erreichte mit einem 90-PS-Motor eine Spitzengeschwindigkeit von 180 km/h. Er hatte ein für Porsche untypisches Gesicht: Die Stoßstangen waren größer und höher gesetzt, genauso wie die Scheinwerfer. Einige Porsche-Puristen waren von diesen Veränderungen nicht begeistert, jedoch ließ der 356 B die Kassen der Händler klingeln: Bis 1965 wurden circa 30.000 Exemplare verkauft.

Ford Taunus 17 M P3 (55 plus 25 Cent)
Wegen seiner Rundungen wurde der 17 M P3 im Volksmund liebevoll "Badewanne" genannt. Die Presse pries ihn als "eine absolut neue Linie" und "Maßstab für das europäische Normalautomobil der Zukunft". Genau 669.731-mal verkaufte sich der 17 M P3 zwischen 1960 und 1964, bevor er durch das Nachfolgemodell P4 ersetzt wurde.

Auto Union 1000 S (144 plus 56 Cent)
Eine aerodynamische und schwungvolle Karosserie zeichnete den Auto Union 1000 S aus. Genauso wie sein Vorgänger, der DKW 3/6, orientierte sich das optische Konzept des 1000 S an einem Vorkriegsmodell. Zwischen 1958 und 1963 wurden 187.400 Exemplare der Modelle 1000 und 1000 S produziert.

Die neuen Wohlfahrtsmarken sind vom 9. Oktober bis Ende Januar 2004 bei der Post, das ganze Jahr über bei den Einrichtungen und Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege und im Internet-Shop unter www.wohlfahrtsmarken.de zu haben.

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