Vorstellung Opel Insignia: Jetzt wird's abwegig

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Opel Insignia: Ab aufs Land Fotos
Opel

Opel poliert sein Flaggschiff Insignia auf, und zwar üppig. Neben den üblichen Design-Retuschen bekommt der Mittelklassewagen bei der Modellpflege eine breitere Motorenpalette sowie ein Interieur mit Anleihen an die Oberklasse. Sogar eine ganz neue Karosserievariante führen die Rüsselsheimer ein.

Der VW Passat fährt auf der Zielgeraden vor dem Generationswechsel und die Einführung des neuen Ford Mondeo zieht sich wie Kaugummi - die Konkurrenz ist indisponiert und Opel der lachende Dritte. Denn die Hessen nutzen die Schwäche der anderen und möbeln ihren Insignia nach fast 600.000 verkauften Exemplaren in knapp fünf Jahren jetzt noch einmal kräftig auf. Dabei betreiben sie weit mehr als nur die übliche Kosmetik mit ein bisschen Chrom hier und ein bisschen Schminke da. Es gibt neue Motoren, ein komplett neues Cockpit - und sogar eine neue Karosserievariante: den Country Tourer.

Das ist zwar eigentlich nur eine Spielart des konventionellen Kombis. Doch ganz im Stil von Audi Allroad und Passat Alltrack haben die Entwickler den Wagen ein wenig aufgebockt und die Designer ihn fürs Abenteuer eingekleidet. Wuchtige Stoßfänger mit angedeutetem Unterfahrschutz, größere Räder und schwarze Plastikwulste entlang der Schwellerleiste und in den Radkästen - so schnell hat man nach Stufen- und Fließheck und dem Sports Tourer noch eine vierte Modellvariante kreiert.

Preise nennt Opel für den Country Tourer noch nicht. Aber ganz sicher wird die trendigste auch die teuerste Modellvariante im Portfolio. Immerhin gibt es einen obligatorischen Allradantrieb und ausschließlich starke Motoren: Der Benziner hat 250 PS, die Dieselvarianten haben immerhin 163 oder 195 PS. Unter 35.000 Euro wird deshalb sicher nichts gehen.

Neue Motoren für alle

Für alle Insignia hat Opel obendrein ein paar neue Motoren in dem von 110 bis 325 PS reichenden Programm: Es gibt jetzt zwei aufgeladene Benziner mit 2,0 Litern Hubraum und 250 PS oder 1,6 Litern sowie 170 PS und einen 2,0 Liter großen Diesel, der mit 120 PS oder 140 PS angeboten wird. Er ist im besten Fall mit 3,7 Litern zufrieden und wird so mit einem CO2-Ausstoß von 99 g/km zum Saubermann im Segment.

Neue Motoren und Designretuschen wie der größere Grill oder die tiefer gerückte Chromleiste am Heck - das sind die üblichen Maßnahmen bei einer Modellpflege. Doch Opel hat auch das Cockpit umgestaltet und dabei den Tacho durch einen großen Bildschirm ersetzt sowie die Mittelkonsole entrümpelt: Statt drei Dutzend Knöpfen gibt es dort jetzt einen großen Touchscreen und vor dem Schaltknauf wie bislang nur bei den Nobelmarken ein Sensorfeld, auf dem man mit den Fingerspitzen zum Beispiel Navi-Ziele kritzeln kann.

Zwar hat Opel bei diesem Facelift tatsächlich mehr gemacht als üblich, und die Konkurrenz war selten so schwach. Doch allein auf die Fähigkeiten von Ingenieuren und Designern wollten sich die Hessen dabei offensichtlich trotzdem nicht verlassen - und haben deshalb gleich auch noch den Preis gesenkt. Das Basismodell kostet künftig 24.325 Euro und ist damit ausstattungsbereinigt etwa 2000 Euro günstiger als früher.

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insgesamt 80 Beiträge
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1.
c.PAF 03.07.2013
Hilft nix, es ist leider doch nur ein Opel.
2. wow
erfuhrford 03.07.2013
So langsam wird Opel wieder interessant. Die Cockpitpflege hat sich jedenfalls gelohnt.
3. IntelliLink
Thyl3r 03.07.2013
Zwei nette Links zum neuen IntelliLink im Insignia und deren Funktionen The awesome IntelliLink system of the new Insignia - YouTube (http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=BTB78blfaq4) The infotainment system of the new Insignia - YouTube (http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=3o4s9TV1Aa4)
4. Erfolgreich wär der Kombi...
frank.w 03.07.2013
...wenn`s den auch mit Kofferraum geben würde! Aber so - albern! Leider!
5.
PublicTender 03.07.2013
Zitat von sysopOpelOpel poliert sein Flaggschiff Insignia auf, und zwar üppig. Neben den üblichen Design-Retuschen bekommt der Mittelklassewagen bei der Modellpflege eine breitere Motorenpalette sowie ein Interieur mit Anleihen an die Oberklasse. Sogar eine ganz neue Karosserievariante führen die Rüsselsheimer ein. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/opel-insignia-nach-facelift-auch-als-country-tourer-a-909015.html
Gar nicht mal sooo übel. Ist auf der "Kandidat-für-den-nächsten-Firmenwagen-Liste". Mal was anderes als Skoda oder Audi.
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