Ostsee-Querung Estland gibt Eisautobahn frei

Der Weg ist frei für eine abenteuerliche Reise der besonderen Art: Am Samstag gibt die Autobahnbehörde von Estland eine Route über die zugefrorene Ostsee frei. Für kurze Zeit dürfen Autofahrer die 26 Kilometer lange Strecke auf einem Eispanzer zurücklegen - es winkt ein besoderes Naturerlebnis.

AFP

Berlin - Mit 26 Kilometern Länge hat Estland nach eigenen Angaben die längste Eis-Autostraße der Welt. Die Route zwischen dem Festlandhafen Rohukula und der Insel Hiiumaa werde am Samstag für den Autoverkehr freigegeben, teilte die Autobahnbehörde am Freitag mit. Nach einem Sondergesetz darf die Verbindung über die zugefrorene Ostsee von Autos befahren werden, wenn die Eisschicht mindestens 25 Zentimeter dick ist. "Aber wir warten normalerweise, bis sie überall 30 Zentimeter dick ist", sagte Raido Randmaa von der Autobahnbehörde der Nachrichtenagentur AFP.

Die Eröffnung der Eis-Straße ist immer ein großes Ereignis vor allem für die rund 10.000 Bewohner der Insel Hiiumaa. Gerade am Wochenende werde die natürliche Brücke viel genutzt, sagte Randmaa. Die Sicherheit der Route wird rund um die Uhr überwacht. So dürfen die Wagen nur im Abstand von ein bis zwei Minuten auf die Eisstraße fahren, und die Fahrer müssen einen Mindestabstand halten, damit das Eis keine Risse erhält, wie Randmaa sagte. Die temporäre Ostsee-Überquerung hat auch praktische Vorteile: statt zweieinhalb Stunden mit der Fähre braucht es mit dem Auto nur eine halbe Stunde.

mik/AFP



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Achim 18.02.2011
1. Nordostpassage
Legende zu Foto 3: »der Weg über die Vereiste Nordsee ist nichts Menschen, die« ... auf eine Ostseeinsel wollen.
hansulrich47 18.02.2011
2. So ist es...
Zitat von AchimLegende zu Foto 3: »der Weg über die Vereiste Nordsee ist nichts Menschen, die« ... auf eine Ostseeinsel wollen.
Der Autor hat sicher nicht gewusst, wo Estland ist. Geographie ist ja auch kompliziert! ;-)
Ute Wohlrab 18.02.2011
3. .
Wurde immerhin inzwischen geändert. Aber wo Estland liegt, ist wirklich immer wieder im Spiegel ein Problem. Zwischendurch fand man es auch mal als "Vorzeigestaat des Balkan". Diese Eis-Strecke wird übrigens fast jedes Jahr freigegeben - ein großes Ereignis war das vielleicht für unseren Schreiberling, der nicht mal wußte, wo Estland liegt. Für die hiesige Bevölkerung ist das nichts Besonderes. Vielleicht schreibt man mal über das von Estland mit EU-Subventionsmißbrauch vorangetriebene Aussterben einer alten Haustier-Rasse? Das EU-Geld kommt immerhin zu 20 % aus Deutschland... und viele von diesen Pferden gibt es nicht mehr - es wäre höchste Zeit für ein wenig Aufmerksamkeit.
Ivan Durak 19.02.2011
4. Head ööd (gute Nacht)
Zitat von Ute WohlrabWurde immerhin inzwischen geändert. Aber wo Estland liegt, ist wirklich immer wieder im Spiegel ein Problem. Zwischendurch fand man es auch mal als "Vorzeigestaat des Balkan". Diese Eis-Strecke wird übrigens fast jedes Jahr freigegeben - ein großes Ereignis war das vielleicht für unseren Schreiberling, der nicht mal wußte, wo Estland liegt. Für die hiesige Bevölkerung ist das nichts Besonderes. Vielleicht schreibt man mal über das von Estland mit EU-Subventionsmißbrauch vorangetriebene Aussterben einer alten Haustier-Rasse? Das EU-Geld kommt immerhin zu 20 % aus Deutschland... und viele von diesen Pferden gibt es nicht mehr - es wäre höchste Zeit für ein wenig Aufmerksamkeit.
Stimmt. Das ist so spannend wie -30 Grad Celsius für die Esten. Welche Pferderasse meinen Sie?
Ute Wohlrab 19.02.2011
5. .
Irgendwie habe ich eine "warme Ecke" in Estland erwischt, bei mir waren es um Mitternacht etwa minus 26 Grad. Und damit kann man klarkommen (nein, man muß sich nicht zur Unkenntlichkeit in warme Kleidung hüllen). Absolut. Die 2 Stunden bei meinen Pferden waren herrlich, wie in einem Schwarz-weiß-Film... Es sind die aussterbenden Tori Pferde alten Schlages - bei denen die Umzüchtung zum Sportpferd von EU-Mitteln finanziert wird, die eigentlich für "Genofond-Erhaltung" eingesetzt werden sollten. Reingezogen sind noch 70 Pferde vorhanden, Tendenz stark sinkend. Das Landwirtschaftministerium sprach sich am 15.12.2010 vor dem Landwirtschafts-Ausschuß des Parlaments GEGEN einen Erhalt der letzten reingezogenen Tori-Pferde aus. http://www.youtube.com/watch?v=HozdLbFIPCo&feature=player_embedded Mehr gerne in einer Privatnachricht. Ute Wohlrab www.vana-torihobune.ee (hoffentlich darf man hier so viele Links posten)
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