Pirelli-Kalender Da schau her!

Die nackte Haut glamouröser Models ist eine Konstante, die praktisch überall gleich wirkt: Man schaut hin. Das ist auch der Sinn des Pirelli-Kalenders 2006, der heute im Palais Broginart in Paris vorgestellt wurde.


Groß ist die Geheimniskrämerei, wenn es um den Pirelli-Kalender geht. Die Bilder zum Beispiel werden so streng gehütet wie ein Sicherheitscode, über die Auflage des Kalenders herrscht eisernes Schweigen, und selbst wo die offizielle Feier mit mehreren hundert Gästen am Abend nach der Präsentation in Paris stattfinden sollte, durfte am Mittag noch nicht verraten werden. Es ist ja eigentlich auch egal: Hauptsache, der Kalender ist ansehnlich geworden, und das Motto für 2006 "libres et puissantes", von Pirelli als "Verführung und Ausdrucksfreiheit" übersetzt, ließ hoffen.

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6  Bilder
Pirelli-Kalender 2006: Sechs Nackedeis an der Côte d'Azur

Die Bilder stammen vom anglo-türkischen Fotografen-Duo Mert Alas und Marcus Piggot. Die beiden 34-Jährigen fotografierten fast ausnahmslos in Schwarzweiß und setzten die Models für die Aufnahmen an der Côte d'Azur in Szene. Vor dem Objektiv agierten für die Ausgabe 2006 die Damen Jennifer Lopez, Kate Moss, Gisele Bündchen, Natalia Vodianova, Karen Elson und Guinevere van Seenius. "Sich ihrer Bekanntheit und Schönheit voll bewusst, fühlen sich die sechs Modelle frei, sich zu entkleiden und sinnlich und faszinierend zu erscheinen", fabuliert der Pressetext, den der italienische Reifenhersteller zu seinem aktuellsten PR-Instrument herausgab.

Vor 42 Jahren wurde erstmals ein Pirelli-Kalender veröffentlicht. Nackte Frauen gehörten von Anfang an dazu, allerdings auch noch Autoreifen oder zumindest Profilspuren im Sand. Seit 1994 jedoch tilgte Pirelli-Chef Marco Tronchetti-Provera jegliche Anspielungen auf die schwarzen Gummiprodukte des Hauses, der Kalender sollte zum Fotokunstwerk werden. Dieses Ziel wurde erreicht. Vor allem auch deshalb, weil das Druckwerk nicht verkauft, sondern ausschließlich an Geschäftskunden und "Freunde des Hauses", wie es bei Pirelli heißt, verschenkt wird. Wer nicht dazu gehört, dem bleibt allerdings die Chance, im Internet einen Pirelli-Kalender zu ersteigern. Denn mancher Pirelli-Freund weiß das Geschenk offenbar gar nicht so recht zu schätzen.

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