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Pkw-Check: Verträgt Ihr Auto E10?

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Kaum war der Biosprit E10 eingeführt, herrschte Verwirrung an der Zapfsäule. Welches Fahrzeug verträgt diesen Treibstoff, wer tankt besser Super Plus? Hier finden Sie die Antwort.

Der neue sogenannte Biosprit mit zehn Prozent Bioethanol-Anteil soll den CO2-Ausstoß der Autos reduzieren. Nicht nur ist der ökologische Nutzen äußerst umstritten, auch geriet der Verkaufsstart des Kraftstoffs zum PR-Desaster: Das Gros der Autofahrer weiß nämlich nicht, ob der eigene Wagen E10 überhaupt verträgt - oder der Motor vielleicht durch den neuen Sprit kaputtgeht.

Rund sieben Prozent der mehr als 42 Millionen Pkw in Deutschland vertragen E10 nämlich nicht. Bei manchen Autos kann es auch zu Korrosion von Aluminiumteilen kommen - nach Angaben des ADAC schon nach der ersten Benutzung. Der Grund ist, dass bei hohem Druck und hohen Temperaturen sogenannte Alkoholate entstehen, die das Aluminium angreifen können. Deshalb raten Experten im Falle einer irrtümlichen E10-Betankung, den Motor nicht zu starten, sondern sicherheitshalber den Tank leerpumpen zu lassen.

Damit es gar nicht so weit kommt, sollten Autofahrer vorher die Verträglichkeit prüfen. SPIEGEL ONLINE liefert eine Übersicht der zehn größten Hersteller in Deutschland.

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1. zu teuer
Gebetsmühle 07.03.2011
Zitat von sysopKaum war der Biosprit E10 eingeführt, herrschte Verwirrung an der Zapfsäule.*Welches Fahrzeug verträgt diesen Treibstoff, wer tankt besser Super Plus?*Hier finden Sie die Antwort. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,749436,00.html
mein auto verträgts, mein geldbeutel nicht. solange e10 wesentlich teurer ist, als superbenzin wird es sich nicht durchsetzen, egal ob es vertragen wird oder nicht.
2. Haftung
LeisureSuitLenny 07.03.2011
Diese Listen sind ja schön und gut, aber ohne eine Haftungszusage nichts wert. Wenn in 3 Jahren der Motor doch Schrott ist und es keiner zahlt, kann ich wohl kaum diesen SPON-Artikel zu Gericht geben.
3. Verdammt...
Malachi 07.03.2011
>Auf der Internet-Seite teilt BMW mit, dass alle >Benzinermodelle, die vor 1990 produziert wurden, ohne >Bedenken mit E10 betrieben werden können. Jetzt muss ich mein Auto wohl doch in die Presse fahren, weil er zu "jung" ist. Durch so einen Fehler SCHAFFT man eher Verunsicherung, als sie dem Leser zu nehmen...
4. Aufkleber gesucht
mbschmid, 07.03.2011
Gibt es irgendwo schon den Aufkleber kein E10, der auf den Tankdeckel passt?
5. was ein mist...
MichaelSE, 07.03.2011
Zitat von sysopKaum war der Biosprit E10 eingeführt, herrschte Verwirrung an der Zapfsäule.*Welches Fahrzeug verträgt diesen Treibstoff, wer tankt besser Super Plus?*Hier finden Sie die Antwort. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,749436,00.html
bei vw bekomme ich die verträglichkeit nur heraus, wenn ich den motorkennbuchstaben habe - wo finde ich den denn?? wieso ist das nur für kfz-meister beschrieben... (der letzte mist, wenn das so kryptisch aufbereitet ist)
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CO2-Bilanz: Kraftstoffe im Vergleich

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Erklärung Oktanzahl
Die Oktanzahl ist ein Indikator für die sogenannte Klopffestigkeit. Sie verhindert, dass das Benzin zu früh im Zylinder zündet - was den Motor schädigen würde. Normalbenzin muss eine Oktanzahl von mindestens 91, Superbenzin von mindestens 95 und Superplus von mindestens 98 aufweisen. Je höher die Oktanzahl, desto klopffester ist der Sprit.

Alle Informationen zum neuen E10-Benzin
Was ist E10 und warum wird es eingeführt?
Das "E" steht für Ethanol, die "10" für den künftig zehnprozentigen Anteil von Bioethanol im Benzin. Mit Erhöhung der Beimischung von fünf auf zehn Prozent setzt die Bundesregierung EU-Vorgaben um. Hintergrund ist das Ziel, den CO2-Ausstoß von Autos zu senken.
Das neue, E10 genannte Benzin vertragen allerdings nicht alle Autos.
Fahrer sollten sich also informieren, ob ihr Wagen betroffen ist.
Warum kann E10 für ein Auto gefährlich sein?
Laut ADAC kann E10 aggressiv mit Metall- und Kunststoffteilen reagieren. Im schlimmsten Fall sind auch Motorschäden denkbar. Der Alkohol kann Aluminium zersetzen, das auch in Motoren oder in Benzinpumpen verwendet wird. Daneben kann E10 den Kunststoff von Kraftstoffschläuchen oder Dichtungen angreifen. Werden Leitungen löchrig, kann sich Benzin an heißen Motorbauteilen entzünden.
Welche Autos vertragen E10 - und welche nicht?
Laut Bundesumweltministerium (BMU) können 90 Prozent der Autos mit Benzinmotor "ohne Einschränkungen" E10 tanken. Über vier Millionen der in Deutschland zugelassenen Autos vertragen den Sprit demnach nicht. Informationen zur Verträglichkeit geben Händler und Hersteller. Aus dem Alter eines Autos lässt sich dies nicht ableiten, teils ist E10 auch für neuere Modelle ungeeignet. Eine Liste mit Autos, die den neuen Sprit nicht tanken sollten, hat die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) auf ihrer Internetseite veröffentlicht. Informationen gibt es auch beim ADAC.
Was tanken künftig Autos, die kein E10 vertragen?
Für die gibt es an allen Tankstellen auch weiter E5 mit fünf Prozent Bioethanol - laut BMU "zeitlich unbefristet". E10 selbst wird künftig als "Super E10" an den Zapfsäulen gekennzeichnet sein, E5 wie bisher als "Super".
Wie viel kostet E10?
Das BMU schließt nicht aus, dass Benzin durch die Einführung von E10 teurer wird. Auf die Ölkonzerne kämen zusätzliche Kosten etwa für die Herstellung von Ethanol zu. Zudem steigt demnach auch der Benzinverbrauch durch E10 um knapp zwei Prozent wegen des geringeren Energiegehalts von Alkohol im Vergleich zu Benzin.
Weitere Informationen im Internet

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