Blitzmarathon in Niedersachsen: Polizei verrät Standorte von Radarfallen auf Facebook

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Facebook / PD Göttingen

Facebook-Seite "PD Göttingen aktuell": Blitzer-Info in Echtzeit

Die Polizeidirektion Göttingen hat für Mittwoch eine große Blitz-Aktion angekündigt: In Niedersachsen errichten die Beamten an 60 Stellen mobile Radarfallen. Die Autofahrer sind allerdings vorgewarnt - auf Facebook werden die Standorte veröffentlicht.

Göttingen - Viele Autofahrer in Niedersachsen werden am Mittwoch noch einen Blick auf Facebook werfen, bevor sie losfahren. Die Polizeidirektion Göttingen hat eine große Kontrollaktion angekündigt und wird an 60 Stellen, die sich über einen großen Teil des Bundeslandes erstrecken, mobile Radarfallen aufstellen. Die Aktion läuft von 5 Uhr morgens bis 23 Uhr - und sobald eine der Tempokontrollen aktiviert ist, wird ihr Standort in dem sozialen Netzwerk veröffentlicht.

Ein solcher sogenannter Blitzmarathon ist nicht neu, allein im vergangenen Jahr fanden in mehreren Bundesländern ähnliche Aktionen statt. Und zum Teil wurden die Autofahrer auch bereits im Vorfeld über die Standorte informiert. Dass die Behörden den Blitzmarathon aber die ganze Zeit über Facebook begleiten und die Stellen sozusagen in Echtzeit verraten, ist nach Angaben einer Polizeisprecherin bundesweit einmalig. Gleichzeitig werden sie auch auf der Internetseite der Polizeidirektion Göttingen veröffentlicht.

"Gut zu wissen"

"Wir wollen damit vor allem junge Autofahrer erreichen, die viel auf Facebook aktiv sind", erklärte die Sprecherin gegenüber SPIEGEL ONLINE. Diese Zielgruppe ist im Vergleich zu anderen Altersgruppen besonders häufig in schwere Unfälle verwickelt. "Die Radarfallen stehen an Unfallschwerpunkten", sagte die Sprecherin, "und die Leute sollen sehen, wo diese gefährlichen Stellen sind." Von der Veröffentlichung der Standorte verspricht sich die Polizei eine Sensibilisierung der Autofahrer für die jeweiligen Strecken.

Seit der Bekanntmachung, dass die Standorte in dem sozialen Netzwerk publik gemacht werden, hat die Facebook-Seite "PD Göttingen aktuell" mehr als 1000 sogenannte Likes erhalten.

cst/dpa

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insgesamt 18 Beiträge
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1.
PeterPan95 14.05.2013
Schleichwerbung... Warum veröffentlicht man sowas nicht auf der eigenen Seite? Auf die kann man dann ja in den Netzwerken verlinken, oder auch in die Welt zwitschern. Warum überhaupt nutzen deutsche Beamte eine US-Amerikanische-Seite?
2.
richratch 14.05.2013
Jeder, der sich auch nur ein bisschen mit der PD Göttingen auskennt, weiß, daß diese nicht nur für das ganze Bundesland zuständig ist, sonder in ganz Europa Kontrollen durchführt.
3. Warum Facebook ?
Knopfbatterie 14.05.2013
Radarkontrollen sind an vielen Stellen sinnvoll... Autofahrer auf diese Gefahrenstellen hinzuweisen (auch mit Radarkontrollen) ebenfalls... aber sich auf so eine Plattform wie Facebook für die Vorwarnung zu beschränken ist echt schwach !
4. Liebe Mitforisten
renele1 14.05.2013
..bevor wieder einfach nur blind gemosert wird, einfach mal mit verstand den Artikel lesen, dann wird man auch erfahren, das die Veröffentlichung NICHT NUR auf diesem ominösen Facebook veröffentlicht wird! Bitte hebt das Niveau des Forums wieder, statt es ständig zu senken!
5.
les2005 14.05.2013
Das wäre ja mal eine interessante Neuerung, daß Radarfallen an Unfallschwerpunkten stehen. In München zumindest stehen sie vorzugsweise auf 4-spurigen Ausfallstraßen, die schnurgerade sind aber auf 60 oder 80 beschränkt sind und wo nie was passiert. Da kann man natürlich mehr kassieren als den wirklichen Gefahrenstellen, die unübersichtlich und überfüllt sind, und wo die meisten naturgemäß nicht zu schnell fahren.
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