Urteil zum Sportwagen 911 Tochter des früheren Porsche-Designers scheitert mit Millionenklage

Das Landgericht in Stuttgart hat eine Klage zum Urheberrecht des Porsche 911 abgewiesen. Für das Design hatte die Tochter des ehemaligen Chefdesigners 20 Millionen Euro gefordert.

Das Porsche 911 Speedster-Konzept (Symbolbild)
Porsche

Das Porsche 911 Speedster-Konzept (Symbolbild)


Die Tochter des früheren Porsche-Chefdesigners Erwin Komenda ist mit einer Millionenklage gegen den Autohersteller um das Design des Porsche 911 gescheitert. Das Landgericht Stuttgart wies am Donnerstag die Klage ab, bei der die Klägerin Ingrid Steineck von Porsche einen Fairnessausgleich in Höhe von 20 Millionen Euro forderte - quasi eine Nachvergütung für den großen Erfolg des Sportwagens in den vergangenen sieben Jahrzehnten.

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Porsche-Designer Erwin Komenda: 911 durch 356

Die Tochter des ehemaligen Porsche-Chefdesigners Erwin Komenda verlangte, das Urheberrecht am 911 und dem Vorgängermodell 356 nachträglich ihrem Vater zuzusprechen. Porsche hingegen schreibt das Design der Sportwagen maßgeblich den Nachfahren des Firmengründers Ferdinand Porsche zu. Die Rechtsanwälte der Klägerin wollen nun das schriftliche Urteil abwarten, um zu entscheiden, ob sie gegen die Entscheidung Rechtsmittel einlegen.

Video: Eine Legende - Porsche 911

ene/dpa



insgesamt 21 Beiträge
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supergrobi123 26.07.2018
1. Hä?
Als Porsche Chefdesigner war der Herr doch wohl bei Porsche angestellt und hat gegen Geld im Auftrag designt? Und dann will die Tochter auch noch alle Rechte an der Auftragsarbeit? Dubios.
Onkel Drops 26.07.2018
2. wenn er das Design allein entwickelt hat,
dann sollte das ruhig gemacht werden. nun zum aber: Porsche hat stets das 911 design genutzt bzw. weiterentwickelt. somit ist es ein Markenzeichen. das sollte dann auch zusammen bleiben und nicht nach sonst wo verkauft werden dürfen. wenn es eine einmalige Zahlung wird sollte man den Designer ruhig stets benennen. Pininfarina wäre da ein solches als Beispiel. und selbst bei TV Produktionen ( doctor who) werden die schuldigen Monster Entwickler artig im Nachspann benannt ( the Daleks are a Terry Nation creation!!!) Ehre wem sie gebührt, das muss auch Porsche mal akzeptieren!!!
urmedanwalt 26.07.2018
3. @#1
Das Arbeitnehmerurheberrecht ist eine komplizierte Materie, das früher noch ungeregelter war als heute. Par. 43 UrhG stammt aus dem Jahr 1965. An der grundsätzlich komplizierten Rechtslage hat sich auch durch diverse Reformen nicht viel geändert.
Duisburger123456 26.07.2018
4. Wo finde ich das?
Habe jetzt alle einschlägigen Gesetze durch geschaut, Wo finde ich die Anspruchsgrundlage für einen "Fairnessausgleich"? Würde diese gerne bei dem nächsten Treffen bei meinem Skoda Händler (EA189 - Motor) ins Spiel bringen.
Duisburger123456 26.07.2018
5. Wo finde ich das?
Habe jetzt alle einschlägigen Gesetze durch geschaut, Wo finde ich die Anspruchsgrundlage für einen "Fairnessausgleich"? Würde diese gerne bei dem nächsten Treffen bei meinem Skoda Händler (EA189 - Motor) ins Spiel bringen.
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