Präsident des Umweltbundesamtes: Steuerentlastung für Carsharing gefordert

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Carsharing: Die Teilzeit-Miete lohnt sich vor allem für kurze Strecken

Carsharing-Dienste können Städte und Umwelt entlasten. Nach Ansicht des Präsidenten des Umweltbundesamts sollten deshalb die Angebote ausgebaut werden. Als Anreiz fordert er eine bessere Unterstützung. Sein Vorschlag: eine Kfz-Steuer-Befreiung für die Autos.

Berlin - Der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), Jochen Flasbarth, hat eine stärkere Förderung des Carsharing vorgeschlagen. Die gemeinschaftlich genutzten Fahrzeuge sollten von der Kfz-Steuer befreit werden, sagte Flasbarth in der Montagsausgabe der "Frankfurter Rundschau". "Dies würde einen Anreiz geben, um das gemeinsame Nutzen von Autos noch populärer zu machen und die Einsparung von Rohstoffen und Energie im Verkehr voran zu bringen." Außerdem ließe sich so der Platz in Städten effizienter nutzen. Der Steuerausfall könnte nach Einschätzung Flasbarths durch eine Umlage auf die restlichen Fahrzeuge ausgeglichen werden.

Der Beitrag des Verkehrssektors zur Umweltentlastung müsse erhöht werden, forderte der UBA-Chef. Die bessere Ausnutzung von Autos und eine dadurch kleiner werdende Autoflotte seien ein Weg dazu. In Deutschland gibt es dem Bericht zufolge derzeit etwa 160.000 Carsharing-Nutzer, die Zugriff auf 4600 Fahrzeuge haben. Im Schnitt kommen auf jedes Auto rund 35 Fahrer.

Carsharing lohnt sich vor allem für Autofahrer, die gelegentlich ein Fahrzeug für kurze Strecken benötigen. Für das Ausleihen eines Autos fallen je nach Anbieter Zeit- und Entfernungspauschalen an, meist eine Gebühr pro Stunde, Tag oder Woche sowie ein Beitrag pro gefahrenem Kilometer.

rom/dpa

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insgesamt 34 Beiträge
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1. Falscher Weg
walli_sp 12.11.2012
Weg von Subventionen aller Art und dann so schnell es geht die Beamtenschar verkleinern, die für das Verwalten der Subventionen nötig ist. Damit könnte so viel Geld eingespart werden, dass nicht nur die KFZ-Steuer überflüssig wäre.
2. Hmmm????
felisconcolor 12.11.2012
Zitat von sysopDPACarsharing-Dienste können Städte und Umwelt entlasten. Nach Ansicht des Präsidenten des Umweltbundesamtes sollten deshalb die Angebote ausgebaut werden. Als Anreiz fordert er eine bessere Unterstützung. Sein Vorschlag: Eine Kfz-Steuer-Befreiung für die Autos. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/praesident-des-umweltbundesamt-fordert-steuerentlastung-fuer-carsharing-a-866616.html
sicher mag Car-Sharing eine Alternative sein. Aber was unterscheidet diesen Dienst von anderen Mietwagenanbietern. Denn was anderes ist das doch nicht. Steht dann Mietwagenanbietern auch eine Steuererleichterung ins Haus. Fragen über Fragen. Gibt es irgendwo einen verlässlichen Test wie gut die Zugriffe auf Carsharing Fahrzeuge sind. Denn wenn ich ein Fahrzeug brauche und es ist keines zu bekommen nutzt mir der Dienst absolut nicht. Nun mal Butter bei die Fische.
3. Klingt logisch, hat aber einen Pferdefuss!
tdmdft 12.11.2012
Klar, eine gute Sache muss immer von Staat gefördert werden, entweder mit direkten Subvensionen, oder mit Steuererleichterungen, sonst versteht doch keiner, dass das was gutes ist. Der UBA-Chef will weniger Autos auf den Straßen, super. Weniger Autos, mehr Car-Sharing bedeutet aber auch, dass weniger Autos gebraucht, und damit gebaut werden sollen. Klares Einsparziel. Konsequenz: die deutsche Automobileindustrie muss weniger produzieren, also werden auch Weniger Leute gebraucht, also, kann man Werke zumachte. Da freut sich der Staat, denn das sind mehr Leute die ALG brauchen und weniger einnahmen, die der Staat aus Produktion,Verkauf und Lohnsteuer hat, also auch weniger Geld für Subvensionen..... Und schon wird klar, dass eine Idee, die gute klingt, nicht immer für die Volkwirtschaft insgesammt und den Staatseinnahmen eine gute Idee ist, außer der UBA Chef überzeugt uns, dass die Anzahl der eingesparten Werktätigen alle durch die "Kar-Schäring" Betriebe absorbiert werden können.
4. Klingt logisch, hat aber einen Pferdefuss!
tdmdft 12.11.2012
Klar, eine gute Sache muss immer von Staat gefördert werden, entweder mit direkten Subvensionen, oder mit Steuererleichterungen, sonst versteht doch keiner, dass das was gutes ist. Der UBA-Chef will weniger Autos auf den Straßen, super. Weniger Autos, mehr Car-Sharing bedeutet aber auch, dass weniger Autos gebraucht, und damit gebaut werden sollen. Klares Einsparziel. Konsequenz: die deutsche Automobileindustrie muss weniger produzieren, also werden auch Weniger Leute gebraucht, also, kann man Werke zumachte. Da freut sich der Staat, denn das sind mehr Leute die ALG brauchen und weniger einnahmen, die der Staat aus Produktion,Verkauf und Lohnsteuer hat, also auch weniger Geld für Subvensionen..... Und schon wird klar, dass eine Idee, die gute klingt, nicht immer für die Volkwirtschaft insgesammt und den Staatseinnahmen eine gute Idee ist, außer der UBA Chef überzeugt uns, dass die Anzahl der eingesparten Werktätigen alle durch die "Kar-Schäring" Betriebe absorbiert werden können.
5. 35 Fahrer pro Auto - bedeutet auch
manni-two 12.11.2012
das Fahrzeug fährt häufig auf der Strasse, ein Zweitwagen mit Nutzung von 1 Stunde pro Woche soll voll bezahlen, nicht logisch Herr Flasbarth.
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