Probleme mit dem Doppelkupplungsgetriebe: Volkswagen verspricht kulante Hilfe

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VW Golf: Volkswagen hat ein Problem mit dem Doppelkupplungsgetriebe

Vor wenigen Wochen musste VW rund 380.000 Fahrzeuge in China zurückrufen. Der Grund: Probleme mit dem Doppelkupplungsgetriebe. Anscheinend gibt es auch in Deutschland Schwierigkeiten mit der Schaltzentrale. Der Konzern verspricht betroffenen Fahrern kulante Hilfe.

Berlin/Wolfsburg - Nach einem großen Fahrzeug-Rückruf in China geht der VW-Konzern auch in Deutschland Hinweisen auf Probleme mit dem Direktschaltgetriebe (DSG) vom Typ DQ200 nach. Bei einer Umfrage des Autofahrer-Forums motor-talk.de klagten dem Betreiber der Seite zufolge mehrere hundert Nutzer über Probleme mit dem 7-Gang-DSG von Volkswagen. "Solche Hinweise nehmen wir sehr ernst", sagte Peter Thul, Sprecher des VW-Konzerns.

Die geringe Fallzahl gebe zwar keinen Anlass zu einem Rückruf wie in China, von dem 384.000 Autos mehrerer VW-Marken betroffen sind. "Aber wir wollen den Kunden helfen", so Thul: Wer Probleme habe - etwa ein Ruckeln während des Schaltvorgangs, dem werde für die Reparatur Kulanz gewährt. Nach Angaben eines Technologiesprechers des Konzerns, geht Volkswagen von einer Anzahl "im niedrigen dreistelligen Bereich" aus.

Das Angebot gilt für Autos von VW, Audi, Seat und Skoda mit serienmäßigen Motoren und allen Varianten des betroffenen Getriebes. Jeder Fall müsse einzeln von einer Vertragswerkstatt geprüft werden, erklärte Thul. Voraussetzung für eine Kulanzleistung sei der Nachweis einer lückenlosen Fahrzeugwartung nach Herstellervorgaben, der Leistungsumfang hänge vom Kilometerstand ab. Womöglich hätten Kunden auch noch Garantie auf das Getriebe ihres Fahrzeugs, zwei Jahre seien die Regel.

Einen direkten Zusammenhang mit den Getriebeproblemen, die zu dem Rückruf in China führten, sieht Thul nicht: "Sie sind anderer Natur und auf die dort herrschenden klimatischen Bedingungen, den dichten Verkehr in den Megacitys und auf die marktspezifische Software zurückzuführen." In einzelnen Fällen hätten bei Fahrzeugen in China eine elektrische Fehlfunktion in der Kontrolleinheit oder ein Mangel an Öldruck in der Getriebemechatronik zu einer Kraftfluss-Unterbrechung geführt.

rom/dpa

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insgesamt 129 Beiträge
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    Seite 1    
1. Die geringe Fallzahl?
Mannheimer011 02.05.2013
Bei Motortalk konnte zwar jeder abstimmen, ob er ein Auto mit DSG besitzt oder nicht, jedoch lag die Fehlerquote beim DQ200 bei ca. 50% von mehreren hundert Stimmen! Hier statistisch von geringer Fallzahl zu sprechen, ist schon fast arrogant bis ignorant. Wie gut das mein VW kein DSG hat!
2. Wie bitte? Super VW? Nicht OPEL?
freiemeinungbo 02.05.2013
Ich dachte ich zahle soviel mehr für einen VW, damit ich von solchen Ärgernissen verschont werde? Die sind doch perfekt. Aber dann lese ich das hier. Und lese Statistiken in denen VW bei den Pannen gar nicht gut ausschaut. Lese Tonnen von Beiträgen in Foren über Probleme mit Anstriebssträngen. Jaja. Am Ende ist es doch nur ein VW, ein Massenprodukt, für zuviel Geld.
3. Kulanz vielleicht in China
vogelskipper 02.05.2013
Zitat von sysopVor wenigen Wochen musste VW rund 380.000 Fahrzeuge in China zurückrufen. Der Grund: Probleme mit dem Doppelkupplungsgetriebe. Scheinbar gibt es auch in Deutschland Schwierigkeiten mit der Schaltzentrale. Der Konzern verspricht betroffenen Fahrern kulante Hilfe. Probleme mit dem Doppelkupplungsgetriebe: VW verspricht kulante Hilfe - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/auto/aktuell/probleme-mit-dem-doppelkupplungsgetriebe-vw-verspricht-kulante-hilfe-a-896894.html)
China ist ja auch ein großer Wachstumsmarkt und da kann man es sich nicht leisten, wenn die Marke beim Kunden in ein schlechtes Licht gerückt wird. Als mein Passat mit 6 Gnag Schaltgetriebe bei gut 100.000 km auf dem Tacho bei pfleglicher und defensiver Fahrweise, anfing Schleif- und Heulgeräusche von sich zu geben, wurde das als Verschleiß am Getriebe diagnostiziert. Kostenpunkt Getriebeüberholung samt neuer Kupplung war dann 3000,- €! Kulanz gab es gleich null, denn der Wagen sei mit knapp 6 Jahren viel zu alt und solche Abnutzung könne auftreten. Ich hatte davor 2 Passats, einer mit 300.000 km und einer mit über 200.000 km auf dem Tacho, deren Getriebe wie eine Nähmaschine liefen. Der einzige Wagen bei dem ich davor Probleme mit dem Getriebe hatte, war 1982 ein Fiat Miafiori mit knapp 200.000 km auf dem Buckel.
4. Die Kunden werden als Testfahrer missbraucht
nada14 02.05.2013
Wie schon bei den TSI-Motoren missbraucht Audi und VW seine Kunden als Testfahrer für neue Technologien. Bei Den den hohen Preisen und bei demstarken Wettbewerb kann das ganz schnell nach hinten losgehen!
5.
wakaba 02.05.2013
Somit sind 2 Mio. verkaufte VAG gerade auf 0 entwertet worden. Der absolute GAU. Glücklich wer seine Schwarte schon verkauft hat. VW streitet mal wieder jede Verantwortung ab und China verdonnert den Konzern zu 10 Jahren Extragarantie. Zeit das Erbsenzählerzeitalter zu beenden...
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