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Neues Verkehrsschild: Regierung will mehr Radwege für E-Bikes freigeben

Elektrofahrrad: "Die Sicherheit ist fragwürdig "  Zur Großansicht
DPA

Elektrofahrrad: "Die Sicherheit ist fragwürdig"

Für Fahrräder mit leistungsstarken Elektromotoren gelten zum Teil strenge Vorschriften - zum Beispiel sind viele Radwege für die sogenannten E-Bikes gesperrt. Doch jetzt sollen auch die schnellen Räder freie Fahrt erhalten.

Touren mit einem E-Bike können derzeit ein rasches Ende finden: Die Fahrräder mit einem mehr als 250 Watt starken Elektromotor sind von vielen Radwegen verbannt - Ausnahmen gelten nur dann, wenn die Wege mit dem Schild "Mofas frei" gekennzeichnet sind. Geht es nach der Bundesregierung, soll dieses Verbot jedoch bald fallen: Das Bundesministerium für Verkehr werde den Straßenverkehrsbehörden die Freigabe von weiteren Radwegen ermöglichen, indem diese ein Zusatzzeichen "E-Bikes frei" einführen können, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Grünen.

Laut dem Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) wurden 2014 in Deutschland 480.000 Elektroräder verkauft - 70.000 mehr als im Jahr zuvor. 95 Prozent aller dieser verkauften Fahrräder waren sogenannte Pedelecs, die langsamer als E-Bikes sind:

Als Pedelecs gelten laut dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) alle Räder mit Tretunterstützung bis zu 25 km/h Höchstgeschwindigkeit und maximal 250 Watt starken Motoren. Verkehrsrechtlich seien sie als Fahrräder eingestuft - auch dann, wenn sie mit einer sogenannten Anfahrhilfe oder Schiebehilfe bis sechs km/h ausgestattet sind. Somit bestehe kein Mindestalter, keine Versicherungspflicht und keine Führerscheinpflicht - und sie dürfen auf allen Radwegen gefahren werden.

E-Bikes haben dagegen bis zu 500 Watt starke Motoren. Sie können allein mit der Motorleistung bis zu 45 km/h schnell gefahren werden. Mit zusätzlicher Tretkraft sind entsprechend höhere Geschwindigkeiten möglich. Sie bedürften immer mindestens einer Mofa-Prüfbescheinigung, die Fahrer müssten also mindestens 15 Jahre alt sein. Die Räder gelten als Kleinkrafträder, für sie gelte zudem eine Versicherungs- und Helmpflicht. Für diese Räder sollen die neuen "E-Bikes frei"-Schilder eingeführt werden.

Zweifel an der Sicherheit der E-Bikes

Welf Stankowitz, Referatsleiter Fahrzeugtechnik beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) sieht das geplante Vorhaben der Regierung kritisch: Zum einen sei die Begrifflichkeit der Pedelecs und E-Bikes bislang nicht rechtlich geklärt - jeder verstehe etwas anderes darunter. "Außerdem ist es fragwürdig, ob Elektrozweiräder mit einer Geschwindigkeit von 45 km/h, egal ob mit oder ohne Einsatz der Muskelkraft, der Sicherheit auf Radwegen dienen", sagt Stankowitz.

Die Regierung beruft sich dagegen auf eine Studie der Technischen Universität Chemnitz: Demnach sind E-Bikes zwar deutlich schneller und Pedelecs geringfügig schneller unterwegs als Fahrräder ohne Antrieb. Trotzdem kämen selbst E-Bike-Fahrer nicht häufiger in gefährliche Situationen als Fahrer von Rädern ohne Motor.

Die Arbeiten an der Reform der Straßenverkehrsordnung dauerten noch an, heißt es in der Antwort des Ministeriums an den Grünen-Abgeordneten Matthias Gastel. Ein genauer Zeitplan liege noch nicht vor.

cst/AFP

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1. Unvernunft
Joe73 27.07.2015
Was soll der Quatsch denn!! Ein Mofa oder Roller mit 25 kmh soll auf die Straße, aber ein Fahrrad mit knapp 50 auf den Radweg?? Denken die auch nach bevor sowas vorgeschlagen wird?!
2. vollkommen lebensfern
keksguru 27.07.2015
Der Gelegenheitsfahrer dümpelt da mit 10-15 rum, das sind die Leute die mit dem Rad ein wenig Zeit verbummeln wollen. Die sind mir schon dann im Weg wenn ich mit meinem MTB ca. 25 schaff.. und dann sollen da noch die schnellen E-Bikes rumkurven? Also dann hätt ich gern nen dreispurigen Radweg,
3. Was soll das?
hubert heiser 27.07.2015
Das wird die Unfallrate schön nach oben treiben, wenn sich rasende Rentner auf E-Bikes und Fussgänger auf parallel geführten Wegen zu nahe kommen.
4. Ein Radweg der nicht für Fahrräder genutz werden darf...
Andreas-Schindler 27.07.2015
Ich wusste bisher nichts davon das Fahrräder mit E-Unterstützung nicht auf Fahrradwegen fahren durften... Das Höre ich hier zum ersten mal. Das ein Zweirad das bis 45km/h fährt nichts auf den Fahrradweg zu suchen hat war mir allerdings schon klar. Leider ändert sich nichts an dieser 45km/h Grenze. Auf der Straße ist man mit 45km/h ein rollendes Hindernis. Da Wünschte ich mir das der Staat das mal auf 60km/h erhöht. Vor allem wenn man ein Autoführerschein hat. Die BMW C1 war ja deswegen ein Flop, hätte man mit normalen Autoführerschein so was Fahren dürfen hätten wohl mehr Leute sowas für den Arbeitsweg gekauft.
5. Bitte nicht !!!!!!!!
spon-facebook-10000666184 27.07.2015
Wenn man gern und oft mit dem Fahrrad unterwegs hat man sie , die Begegnung mit der dritten Art. Schnell fahrende meist im höherer Alter rasende Rentner mit Pedelelecs. Schnell nähert sich der Feind von hinten natürlich ohne einen Laut von sich zu geben und huscht mit dem Abstand einer Briefmarke an einem vorbei. Wenn man etwas sagt wird man extrem dumm (Neidisch was ?) angemacht. Häufig können diese Mitbürger aber ihr Fahrzeug kaum im Zaum halten wie man immer wieder bei außerplanmäßigen Halts und Kurven feststellen kann. Auch Fußgänger können ein Lied davon singen. Schickt die Rentner auf die Straße mit ihren rasenden Dingern oder führt Tests ein, jedenfalls sind die Dinger einer Plage. Aber die Lobby wird es offenbar auch hier richten. Wenn nicht selbst treten kann-außer bei Behinderten natürlich- gehört nicht auf den Radweg, fertig!!
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