Möglicher Schaden am Bremsschlauch Renault ruft knapp 300.000 Clio zurück

Ein möglicher Qualitätsmangel kommt Renault teuer zu stehen: Der Hersteller muss rund 300.000 Exemplare des Kleinwagens Clio in die Werkstätten ordern, weil ein schlecht montiertes Bauteil die Bremsen beschädigen könnte.

Renault Clio: Lose montierte Radläufe können Bremsschläuche beschädigen
Renault

Renault Clio: Lose montierte Radläufe können Bremsschläuche beschädigen


Der französische Hersteller Renault ruft weltweit 295.679 Clio zurück. Die Radhausverkleidung in den vorderen Kotflügeln sei unter Umständen nicht korrekt montiert, deswegen könne es zu einer Beschädigung der Bremsschläuche kommen.

Betroffen sind Fahrzeuge der aktuellen Modellgeneration, die zwischen dem 5. März 2013 und dem 10. September 2014 in Bursa in der Türkei gefertigt wurden. In Deutschland sind das den Angaben zufolge 19.848 Autos. Die Halter werden per Einschreiben gebeten, einen Werkstatt-Termin zu vereinbaren.

Fahrer eines Clio 4 erkennen das Problem unter Umständen am Aufleuchten der Warnleuchte für die Bremsflüssigkeit, außerdem kann sich der Bremspedalweg verlängern und die Bremswirkung nachlassen.

Für den Werkstattaufenthalt veranschlagt Renault zwischen 20 Minuten für die einfache Kontrolle und zwei Stunden, falls Teile ausgetauscht werden müssen. Kunden, bei deren Autos Teile getauscht werden müssen, erhalten gegebenenfalls einen Leihwagen, die Reparatur ist kostenlos.

Die Zeitschrift "kfz-betrieb" hatte zunächst in ihrer Online-Ausgabe über den Rückruf berichtet, der eine Erweiterung eines Rückrufs vom September 2014 darstellt. Damals waren weltweit rund 400.000 Fahrzeuge betroffen, gut 20.000 davon in Deutschland.

smh/dpa



insgesamt 14 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
db23db 12.08.2015
1. Na super!
Super, dass die Reparatur wenigstens kostenlos ist... Bei Renault hätte ich mir auch vorstellen können, dass die dafür was nehmen. Jedenfalls bei unserem lokalen Händler.
TS_Alien 12.08.2015
2.
Da hat vermutlich wieder so ein fähiger Manager beim Bau eines Autos ein paar Cent einsparen wollen und seine Firma kostet es Millionen. Leider sind das keine Einzelfälle. Durch die ganze Branche weht der Hauch der Unfähigkeit, weil an der falschen Stelle gespart wird. Selbst Allerweltsprodukte, die sicher kein Hitec mehr sind (z.B. Airbags), bekommen die nicht mehr ordentlich hin.
ctwalt 12.08.2015
3. Nun......
nachdem ABS, Airbags, ESP, Gurtstraffer u.ä. erfunden, erprobt und verbaut sind, werden durchgescheuerte Bremsleitungen zum Problem ? Ein schlechter Witz !
retro71 12.08.2015
4. Tja
so ist das halt wenn es bei Autos nur noch um Assistenzsysteme, Elektronickschnickschnack und Multimediaklimbim geht. Da werden die einfachen ( wichtigen) Sachen schon mal vernachlässigt.
glen13 12.08.2015
5.
Eigentlich könnten Sie jeden Tag eine solche Meldung über viele Autohersteller rauslassen. Warum heute über Renault? Das erweckt irgendwie den Anschein, als wären genau diese Autos unsicher. Irgendwie nicht fair oder?
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.