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Restrot-Ampel: Countdown macht Fußgänger gelassen

4, 3, 2, 1 – und los. Auf dem Hamburger Gänsemarkt zählt die bundesweit erste "Restrot-Ampel" die Sekunden bis zur nächsten Grünphase. Das Experiment ist ein voller Erfolg: Die Zahl der Rot-Ignoranten hat sich drastisch verringert.

Hamburg - Zwar hat sich die Wartezeit bei Rot nicht verkürzt, doch nun weiß der Fußgänger, wann es losgehen wird. Die Zahl der "Rotläufer" habe sich im Tagesdurchschnitt um mehr als 20 Prozent reduziert, ergab laut Stadtentwicklungsbehörde die Auswertung des im September 2005 gestarteten Pilotversuchs. Mit der Anzeige vor Augen habe sich bei den Fußgängern eine größere Gelassenheit eingestellt. Bei einer Befragung gaben 79 Prozent an, der neuen Technik am Gänsemarkt aufgeschlossen gegenüber zu stehen. 21 Prozent lehnen sie ab.

Der Pilottest wurde wissenschaftlich durch die HafenCity Universität Hamburg begleitet und ausgewertet. Dafür wurden unter anderem mehr als 71.000 Bürger befragt. Aufgrund der positiven Erfahrungen sollen in Hamburg nun sechs weitere "Restrot-Anzeigen" an Fußgängerampeln installiert werden.

 Zudem soll ab September an einer Hamburger Kreuzung eine Restzeit-Ampel für Autofahrer an den Start gehen. Den Autofahrern wird dann sowohl die verbleibende Rot- als auch die Grünphase angezeigt. Älteren Bürgern wird das bekannt vorkommen: Bis in die fünfziger Jahre schwebten über Straßenkreuzungen sogenannte Heuerampeln, auf denen ein Zeiger über rote und grüne Felder wanderte.

abl/AFP

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