Wohnwagen im Bulli-Design Retro-Anhängsel

Wohnen im Bulli, das geht auch ohne VW-Bus. Der Brite Matt Clay baut Wohnanhänger im Design des Bus-Klassikers T1. Heimwerker können sich die Ikone auch nach eigenem Gusto einrichten.

Dub box Limited

Von Christian Frahm


Irgendwas ist anders. Von hinten sieht das Ding nach gutem, alten VW-Bulli aus. Auch von der Seite erinnern die typischen Lufteinlässe und die ausstellbaren Fenster an die Bus-Ikone der Hippie-Generation. Vorne allerdings, wo normalerweise das VW-Logo prangt, stolpert man bei diesem Gefährt über eine Anhängerkupplung. Spätestens jetzt ist klar: Das ist kein VW-Bulli. Es ist ein Wohnwagen des britischen Herstellers Dub Box Ltd.

Die Idee zu diesem außergewöhnlichen Caravan hatte Matt Clay aus Herefordshire, ein Bulli-Fan und Camper, dessen privater VW T1 einfach nicht mehr genug Platz für die Familie bot. Von seinem Bus jedoch wollte er sich auf keinen Fall trennen, und ein normaler Wohnwagen hätte den 48-PS-Motor des VW überfordert. Also griff Clay, Mechaniker von Beruf, kurzerhand selbst zum Werkzeugkoffer.

Zunächst kaufte er zwei T1-Heckteile, schweißte sie zusammen und baute daraus eine Form, von der er eine Fiberglas-Hülle abnehmen konnte. Das Glasfasergebilde wiederum montierte er auf ein Fahrgestell, lackierte es - und fertig war die Dub Box. Sorge, dass VW wegen des Designs Ärger machen könnte, hat Clay nicht: "Wir brauchen keine spezielle Erlaubnis, denn die Wohnwagen sind Dub Boxes und keine VW-Modelle."

Ein Wohnwagen für den Kleinwagen

Inklusive Innenausbau wiegt der 4,89 Meter lange Wohnwagen rund 600 Kilogramm und hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 750 Kilogramm. Damit lässt er sich auch von kleinmotorisierten Fahrzeugen problemlos ziehen. Für umgerechnet 16.650 Euro gibt's den Retro-Bulli-Caravan zu kaufen.

Wer es gerne noch kuscheliger hätte, dem bietet Dub Box Ltd. die noch kompaktere Version "Shortie" an. Auf dann nur noch 2,70 Metern Länge ist Platz für ein Bett (1,88 Meter Länge), eine Mini-Küchenecke mit Spüle sowie eine Kühlbox und einen Tisch. Das Modell Shortie kostet umgerechnet 11.700 Euro - ein Hubdach ist gegen Aufpreis verfügbar. Ebenso als Extra gibt es eine Heizung, ausstellbare Safari-Fenster und eine Auswahl von Polsterfarben, Bodenbelägen sowie spezielle Ausstattungsdetails auf Käuferwunsch.

Heimwerker, die sich ihre Urlaubsbehausung gerne selbst einrichten möchten, können das Modell Shortie auch als leere Hülle zum Preis von umgerechnet 6000 Euro kaufen. Dann wird der Kurze ein Fall für lange Basteltage - und zu einem Wohnwagen, der ganz anders ist als der Rest.

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insgesamt 16 Beiträge
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Seite 1
josefinebutzenmacher 23.04.2014
1. Diese Formen und diese Pastellfarben!
Total schick, besonders wenn das gesamte Gespann gleich designt und identisch lackiert ist. Toll, dass VW das zulässt. Anderer Länder Firmen, die z.B. mit angebissenem Obst handeln, sind bei der Verwendung runder Ecken weniger amused. Gibts auch nen Hänger im XC90 Design?
sototh 23.04.2014
2. Nette Idee
Faszinierend finde ich das "gemischte Doppel (http://www.spiegel.de/fotostrecke/retro-wohnwagen-dub-box-mini-caravan-im-stil-des-klassischen-vw-bulli-fotostrecke-113462-7.html)". Die Inneneinrichtungen sind nach meinem Geschmack nicht so der Knüller. Hier wäre wohl Eigenarbeit angesagt.
Alfons Emsig 23.04.2014
3. Gefällt mir
Ich frage mich nur, welche Fahrzeuge aus neuerer Produktion als Zugmaschine in Frage kommen, ohne peinlich zu sein. Jemand eine Idee?
poly.kerl 23.04.2014
4. Sehr schön :-)
Möchte auch so einen haben. Welche Farbe nehme ich denn?
gullliver 23.04.2014
5. Ein Link auf seine Hp oder sowas ...
... wäre nett gewesen ...
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