Konzeptauto Rezvani Beast Extremsport

Die kalifornische Firma Rezvani Motors hat einen verwegen gestylten Roadster vorgestellt, der explosionsartige Fahrleistungen bieten soll - weil 500 PS Motorleistung auf lediglich 704 Kilogramm Auto treffen.

TMN/Foto: Rezvani

Im englischen Crewkerne im beschaulichen Somerset entsteht eines der brutalsten Autos überhaupt: der Ariel Atom. Das Ding besteht aus nichts weiter als vier Rädern, Rennfahrwerk, Motor und zwei Sitzen - zusammengehalten von ein paar Rohren. Im kalifornischen Santa Monica wird demnächst die Produktion eines Roadsters beginnen, der Supersportwagenfans entzücken dürfte: der Rezvani Beast. Was die beiden Autos miteinander zu tun haben? Sie sind technisch identisch, obwohl das nur Spezialisten erkennen können. Denn anders als der Ariel Atom trägt der Rezvani Beast eine Karosserie.

"Bis jetzt ist das Auto noch ein Konzeptfahrzeug", sagt Jeff Ryan, der Sprecher von Rezvani Motors, "doch der erste Kaufvertrag ist bereits unterschrieben und die Anzahlung geleistet." In den nächsten Wochen soll die Produktion des ersten Serienmodells beginnen, das bei der Firma N2A Motors in Santa Monica entstehen wird. "Wir sind guter Dinge, dass aus den vielen ernsthaften Anfragen, die wir haben, auch noch Vertragsabschlüsse werden", sagt Ryan. Wobei die kleine Firma defensiv plant: Mehr als zehn Biester sollen im ersten Jahr gar nicht gebaut werden.

Fahrwerk und Antriebsstrang entsprechen dem des Ariel Atom, und das bedeutet, dass die Motoren ursprünglich von Honda stammen. Erhältlich ist ein 2-Liter-Vierzylinder-Triebwerk mit 315 PS Leistung oder ein 2,4-Liter-Vierzylinder mit Kompressor- und Turboaufladung, der 500 PS entwickelt. Die Fahrleistungen des stärkeren Typs gibt Rezvani mit einem Beschleunigungswert von 2,7 Sekunden von 0 auf Tempo 100 an.

Warum Türen Tempo kosten

Das Design der Kohlefaserkarosserie stammt von Samir Sadikov aus Ascherbeidschan, der bereits 2011 auf sich aufmerksam machte, als seine Studie Ferrari Xezeri bei einem Designwettbewerb des italienischen Herstellers den zweiten Platz belegte. Obwohl das Modell Beast im Vergleich zum Ariel Atom ein ordentlich angezogenes Auto ist, gibt es nichts Überflüssiges an dem Wagen. Eine gläserne Windschutzscheibe beispielsweise muss gesondert bestellt werden, ebenso die Türen. Wer wirklich aufs Gewicht achtet, wird auf beides verzichten.

Die ersten beiden Modelle jeder Motorvariante kosten 99.500 (315 PS) und 124.900 Dollar (500 PS); danach klettern die Preise auf 119.000 und 139.000 Dollar, umgerechnet also etwa 86.000 oder 101.000 Euro. "Bei Interesse eines Kunden aus Deutschland würden wir selbstverständlich auch ein Auto nach Europa liefern", sagt Jeff Ryan. Für die rund 70 Ariel-Atom-Besitzer in Deutschland ist vielleicht diese Nachricht interessant: Sie können sich ihr zugiges Gefährt auch mit der Beast-Karosserie von Rezvani Motors verkleiden lassen - je nach Typ für umgerechnet etwa 36.000 bis 50.000 Euro.

jüp

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insgesamt 28 Beiträge
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boingdil 14.05.2014
1. Leichtgewicht statt Leistung
Anstatt wie Ferrari, McLaren und Konsorten immer mehr in die 1000-PS-Richtung zu marschieren konsequenter Leichtbau. Das macht gerade auf kurvigen Straßen und verwinkelten Rennkursen wesentlich mehr Spaß - wobei die 500 PS der starken Variante gar nicht sein müssen. Ist nichts anderes als das alte Lotus-Prinzip. Und ist nebenbei auch noch ökonomischer und ökologischer als die Schwergewichtsbolzen mit entsprechenden Über-Motoren. Nicht dass das ein entscheidendes Argument ist...
20InchMovement 14.05.2014
2. Ouch
der sieht mal geil aus! Von hinten wie der Aventador, aber im Ganzen sau stark. Muss mal einen bestellen.
alotusian 14.05.2014
3. Sehr gelungene Karosse, aber
erst paddle shifting würde ihn über den o.g. Lotuselisenkopieverdacht erheben. Come on Atom, u can do this
kaitou1412 14.05.2014
4. optional
Einheit der Leistung ist Watt und nicht mehr PS. Kommt das auch endlich mal in der Presse an und dann auch endlich mal beim Endverbraucher? Es ist einfach nur noch peinlich, wenn hier ach so technisch interessierte Leute es nicht begreifen, wie schlecht PS ist. Und übrigens wird Beschleunigung in m/s² angegeben und nicht in dieser Kindergartensprache „in x Sekudnen von 0 auf 00“ … Dazu wird nichtmal ne NAgabe gemacht, was diese 100 eigentlich sein sollen. Wahrscheinlich Gescwhindigkeit, aber die wenigsten Autos können 100 m/s schnell fahren. Ja, das ist die Standardeinheit und Kennzahlen sollten IMMER in Standardeinheiten angegeben werden. Und jetzt kommt bitte keiner und will mir weis machen, dass m/s² keiner kennt, obwohl das Schulwissen der 9. Klasse ist! Es ist einfach nur peinlich, wenn erwachsene Menschen die einfachsten Dinge nicht drauf haben und sich dann so einem Unfug wie PS und so behelfen müssen. Einfach nur peinlich.
gorkamorka 14.05.2014
5.
Zitat von kaitou1412Einheit der Leistung ist Watt und nicht mehr PS. Kommt das auch endlich mal in der Presse an und dann auch endlich mal beim Endverbraucher? Es ist einfach nur noch peinlich, wenn hier ach so technisch interessierte Leute es nicht begreifen, wie schlecht PS ist. Und übrigens wird Beschleunigung in m/s² angegeben und nicht in dieser Kindergartensprache „in x Sekudnen von 0 auf 00“ … Dazu wird nichtmal ne NAgabe gemacht, was diese 100 eigentlich sein sollen. Wahrscheinlich Gescwhindigkeit, aber die wenigsten Autos können 100 m/s schnell fahren. Ja, das ist die Standardeinheit und Kennzahlen sollten IMMER in Standardeinheiten angegeben werden. Und jetzt kommt bitte keiner und will mir weis machen, dass m/s² keiner kennt, obwohl das Schulwissen der 9. Klasse ist! Es ist einfach nur peinlich, wenn erwachsene Menschen die einfachsten Dinge nicht drauf haben und sich dann so einem Unfug wie PS und so behelfen müssen. Einfach nur peinlich.
Ein PS ist definiert als 735,49875 W. Von daher ist es völlig Wurst, in welcher Einheit die Leistung bei Autos angegeben wird, da es ja eine feste Konstante zur Umrechnung in SI Einheiten gibt.
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