Feuergefahr Chrysler ruft 900.000 Autos zurück

Der US-Hersteller Chrysler muss weltweit mehr als 900.000 Fahrzeuge in die Werkstätten ordern. Bei den betroffenen Modellen besteht die Gefahr, dass durch einen Defekt ein Brand ausbricht.

Jeep Wrangler Apache: Defekt kann Kurzschluss auslösen
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Jeep Wrangler Apache: Defekt kann Kurzschluss auslösen


Detroit - Chrysler ruft wegen technischer Probleme weltweit mehr als 900.000 Fahrzeuge in die Werkstätten zurück. Die US-Behörde für Verkehrssicherheit (NHTSA) erklärte am Donnerstag, es seien etwa 470.000 Autos der Modelle Jeep Grand Cherokee, Chrysler 300 sowie Dodge Charger, Challenger und Durango aus den Baujahren 2011 bis 2014 betroffen. Hier bestehe die Möglichkeit, dass ein Problem bei der Lichtmaschine ein Feuer auslösen könne.

Zudem müssten 437.000 Jeep Wrangler aus den Jahren 2011 bis 2013 gewartet werden, um die Gefahr eines Kurzschlusses zu bannen. Chrysler zufolge sind keine Verletzungen im Zusammenhang mit den Problemen bekannt. Der Löwenanteil der Rückrufe betrifft Fahrzeuge in den USA.

Am Dienstag hatte Chrysler bereits 184.000 SUVs zurückgerufen, um Probleme mit Airbags und Gurtstraffern zu beheben. Auch in den Monaten davor hatte der Hersteller mit vielen Problemen zu kämpfen: Unter anderem wurden 900.000 Geländewagen wegen defekter Schminkspiegel in die Werkstätten, weitere 800.000 Autos wurden wegen mangelhafter Zündschlösser zurückgeordert.

cst/Reuters

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insgesamt 5 Beiträge
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sabratha 16.10.2014
1. abbruchfusion
erst daimler-"krise"ler und nun mit fiat.. hat europa noch immer nicht kapiert, dass amerika nichts taugt?
JeeperWH 16.10.2014
2.
Zitat von sabrathaerst daimler-"krise"ler und nun mit fiat.. hat europa noch immer nicht kapiert, dass amerika nichts taugt?
Es ist immer wieder herrlich Beiträge von Leuten zu lesen, die von Autos keine Ahnung haben … DaimlerChrysler hatte Potenzial, dass nicht genutzt worden ist. Nicht wegen Zetzsche – der hat versucht, die Allianz zu retten – sondern vielmehr wegen dem Manager-Gesindel, dass DaimlerChrysler totgerechnet hat. Den Niedergang von Chrysler unter Ceberus hat Nardelli zu verantworten. Wenn man einen Typen, der vorher eine Baumarktkette für Hobbybastler geleitet hat, also CEO eines Autokonzerns einsetzt, obwohl er von der Materie keine Ahnung hat, kann nicht viel dabei rauskommen. Der Typ hat den Rotstift angesetzt wo’s nur ging. FiatChrysler behebt grad die Spätfolgen der Ceberus-Ära …
vrdeutschland 16.10.2014
3. gut dass es leute wie sie gibt
chrysler war schrott, ist schrott und blleibt schrott. schade, dass solche marken wie ihre - naemlich jeep - damit in misskredit gezogen werden. schon mal die neuen jeeps genauer betrachtet? schrott auf vier raedern, nicht umsonst fahren sie ihren wh ja wohl weiter ( ich fahre einen zj, mit dem kann man noch mehr machen). fiat brennt gerade aus weil alle kapa zu chrysler gesteckt wurde (genauso hat man mercedes zugrunde gerichtet) und mit der nächsten krise wird dann endlich mal der Markt bereinigt. dann kann man so wunderschöne marken wie Alfa und Jeep wieder zum Erfolg fuehren. Piech kann ja noch warten...
JeeperWH 17.10.2014
4.
Zitat von vrdeutschlandchrysler war schrott, ist schrott und blleibt schrott. schade, dass solche marken wie ihre - naemlich jeep - damit in misskredit gezogen werden. schon mal die neuen jeeps genauer betrachtet? schrott auf vier raedern, nicht umsonst fahren sie ihren wh ja wohl weiter ( ich fahre einen zj, mit dem kann man noch mehr machen). fiat brennt gerade aus weil alle kapa zu chrysler gesteckt wurde (genauso hat man mercedes zugrunde gerichtet) und mit der nächsten krise wird dann endlich mal der Markt bereinigt. dann kann man so wunderschöne marken wie Alfa und Jeep wieder zum Erfolg fuehren. Piech kann ja noch warten...
ZJ ist geil, keine Frage … Kommender Klassiker. Ja, ich habe die aktuellen Modelle schon gefahren. Der Cherokee gefällt mir optisch nicht, technisch aber okay. Der aktuelle Grand Cherokee ist einfach top, ein richtig ordentlich gemachtes Auto. Da ist nur ein Haken: die neuen Modelle sind mir (in Deutschland) schlicht zu teuer. IWas Chrysler betrifft: Fiat brennt eben nicht aus, weil Chrysler auf dem US-Markt gerade steil zulegt, u. a. auch weil Fiat dort investiert, wo es wichtig ist. Mercedes wurde auch nicht durch Chrysler zugrunde gerichtet, das ist absoluter Schwachsinn. Schrempp hatte bei Benz schon den Rotstift angesetzt, als die Fusion über den Tisch ging. Die E-Klasse W210 und der ML W163 waren die ersten Opfer dieser Sparpolitik. Man hat hier gezeigt, wie man im Grunde gut konstruierte Fahrzeuge im Detail völlig kaputtsparen kann. Nämlich durch ungeheuren Druck auf Ingenieure, stark verkürzten Entwicklungszyklen und einem drakonischem Spardiktat. Was von den ursprünglichen Ideen der Baureihen W210 und W163 übriggeblieben ist, kann man heute eindrucksvoll bei diversen Gebrauchtwagenhändlern sehen. Die Idee von Herrn Schrempp hinter DaimlerChrysler war folgende: Man vergrößere seinen Gewinn in den USA über eine amerikanische Traditionsmarke und biete selbige in Europa als kostengünstigere Alternative zu Mercedes an. Im Grunde das gleiche, wie Renault über die Billigmarke Dacia in Osteuropa satte Gewinne macht … Der endgültige Zusammenbruch von Chrysler unter Ceberus hatte seinen Auslöser in der Finanzkrise 2008/09. In den USA ist es noch deutlich üblicher als bei uns, für einen Neuwagen einen Kredit aufzunehmen. Infolge der Krise vergaben aber die Banken keine attraktiven Kredite mehr. Damit einhergehend hatten gerade massenweise Menschen ihre Arbeitsplätze verloren – lange Rede ohne Sinn: Die Leute kauften kaum noch Autos. Und das sprichwörtlich „von heute auf morgen“. Natürlich trifft das einen Autohersteller hart. Bei Chrysler hatte man zur gleichen Zeit gerade neue Modelle in der Schublade: Der Dodge Ram war trotz Krise gut gestartet. Jeep Grand Cherokee und Dodge Durango, beide noch unter DaimlerChrysler entwickelt, waren in Endstadium der Erprobung. Es ist kein Wunder das Fiat zugegriffen hat … So verfügte Fiat neben seinem umfassenden Händlernetz in Lateinamerika auch über sparsame Motoren und Kleinwagen-Plattformen. Beides wurde Chrysler anstandslos zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug übernehmen die Amerikaner Aufgaben, die sich für Fiat allein nicht mehr lohnen. Vor allem die Entwicklung von Großkarossen
deepfritz 17.10.2014
5.
Zitat von vrdeutschlandchrysler war schrott, ist schrott und blleibt schrott. schade, dass solche marken wie ihre - naemlich jeep - damit in misskredit gezogen werden. schon mal die neuen jeeps genauer betrachtet? schrott auf vier raedern, nicht umsonst fahren sie ihren wh ja wohl weiter ( ich fahre einen zj, mit dem kann man noch mehr machen). fiat brennt gerade aus weil alle kapa zu chrysler gesteckt wurde (genauso hat man mercedes zugrunde gerichtet) und mit der nächsten krise wird dann endlich mal der Markt bereinigt. dann kann man so wunderschöne marken wie Alfa und Jeep wieder zum Erfolg fuehren. Piech kann ja noch warten...
Ich kenne drei Personen die Chrysler fahren. Alle Autos sind über 12 Jahre alt und laufen immer noch problemlos (bei hoher Kilometerleistung). Fiat wird übrigens seit 20 Jahren vernachlässigt.
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