Rückruf bei Sportwagen Porsche tauscht Schloss der Kofferraumhaube aus

Porsche muss weltweit gut 4400 Sportwagen vom Typ Boxster, Cayman und 911er zurückrufen. Ein defekter Bügel am Kofferraum schließt womöglich nicht richtig.

Porsche Cayman GTS: Probleme mit dem Schloss des Kofferraums
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Porsche Cayman GTS: Probleme mit dem Schloss des Kofferraums


Porsche ruft weltweit 4428 Sportwagen zurück. Betroffen sind Fahrzeuge der Baureihen 911 Carrera, Boxster und Cayman aus dem Modelljahr 2014. Bei diesen kann es zu Problemen mit dem Schloss der vorderen Kofferraumhaube kommen.

Bisher seien laut Porsche jedoch keine Zwischenfälle aufgetreten wie beispielsweise ein Aufspringen der Haube während der Fahrt. Alle Kunden der potenziell fehlerhaften Sportwagen werden direkt von ihrem Händler benachrichtigt, teilte der Autobauer mit. Wie viele Autos in Deutschland in die Werkstatt müssen, dazu machte ein Unternehmenssprecher keine Angaben.

Werkstattbesuch dauert nur 30 Minuten

Der Werkstattbesuch nimmt laut Porsche etwa eine halbe Stunde in Anspruch und sollte möglichst schnell erfolgen. Bei diesem wird vorsorglich der Schlossbügel ausgetauscht.

Es ist bereits der dritte Rückruf für Porsche in diesem Jahr. Der Autobauer hatte zuvor 2500 seiner neuen Macan-Geländewagen wegen Problemen mit dem Bremskraftverstärker in die Werkstätten beordert. Außerdem waren nach zwei Bränden insgesamt 785 Exemplare des Sportwagens 911 GT3 überprüft worden.

Rückrufe schaden nicht nur dem Image der Autobauer, sondern auch dem Unternehmensgewinn. Bereits nach nur sechs Monaten haben die Autohersteller in diesem Jahr einen Negativ-Rekord bei Rückrufen erzielt. Allein auf dem US-Markt wurden bis Juni mit 37,2 Millionen Pkw schon mehr Fahrzeuge in die Werkstätten zurückbeordert als in den beiden Vorjahren zusammen - ein Großteil davon waren Modelle der Opel-Mutter GM.

mhu/dpa



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insgesamt 15 Beiträge
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Ludwigsburger 03.11.2014
1. 4400 Schlösser sind einen Artikel in SPON wert?
Und was ist mit dem Sack Reis in China?
quadraginti 03.11.2014
2. Meldung ist WICHTIG
Die Meldung ist wichtig. Denn sie beweist, dass sogra High-Tech-Firmen wie Porsche unter der Diktatur der Volkswirte stehen (BWLer usw). Da hat ja wohl der Controler wieder mal für ein Billig-Produkt an den Schlössern gesorgt. (Und von dem gesparten Geld, macht sich der Vorstand einen schönen Abend)
george2013 03.11.2014
3. Diebstahl schadet nur der Versichertengemeinschaft
Haben wir das immer noch nicht kapiert: Jeder geklaute Porsche ist eine Wohltat für die Zuffenhausener. Gilt natürlich auch für Mercedes & Co:Die Gemeinschaft der Versicherer zahlt die 80000 bis 140000 Euro an den - natürlich vollkaskoversicherten - Beklauten. Der kauft sich wieder eine dieser Karossen. Und die Konzerne haben so wieder ein Auto mehr verkauft.
kalim.karemi 03.11.2014
4. Ja klar
Zitat von quadragintiDie Meldung ist wichtig. Denn sie beweist, dass sogra High-Tech-Firmen wie Porsche unter der Diktatur der Volkswirte stehen (BWLer usw). Da hat ja wohl der Controler wieder mal für ein Billig-Produkt an den Schlössern gesorgt. (Und von dem gesparten Geld, macht sich der Vorstand einen schönen Abend)
Billiges Kofferraumschloss, damit sich der Vorstand einen schönen Abend machen kann. Ist das Ihr Ernst? Porsche zählt wie kein zweites Unternehmen seine Mitarbeitern jedes Jahr eine Gewinnbeteiligung in nicht geringem Maße. Gewinn wird im Einkauf erzielt, und auch bei Porsche wird mal ein Fehler gemacht.
MartinS. 03.11.2014
5. ...
Zitat von quadragintiDie Meldung ist wichtig. Denn sie beweist, dass sogra High-Tech-Firmen wie Porsche unter der Diktatur der Volkswirte stehen (BWLer usw). Da hat ja wohl der Controler wieder mal für ein Billig-Produkt an den Schlössern gesorgt. (Und von dem gesparten Geld, macht sich der Vorstand einen schönen Abend)
So platte Parolen mögen am Stammtisch ja immer ganz gut ankommen... gemessen an der Komplexität eines modernen Autos zeugen sie allerdings eher von beschämender Schlichtheit. Die Dinger werden beständig komplexer, die Anforderungen immer höher... und die Überwachung möglicher Schadensfälle umfangreicher. Selbst der Einsatz teuerster Komponenten schützt in dem Fall nicht vor der einen oder anderen konstruktiven Schwäche. Nicht jeder Fehler ist so offensichtlich, dass man nur mal ordentlich gucken muss... Man kann zwanzig Autos über jeweils 100.000 km umfangreich testen... dann fängt man an, die Dinger zu verkaufen, und nach dem hundertsten verkauften Auto kommt ein Kunde mit nem Mangel in die Werkstatt, der wenns blöde läuft ziemlich gefährlich werden könnte. Früher hätte man mit den Schultern gezuckt, die Karre repariert und alles wäre gut gewesen. Heute läuft das halt nicht mehr so - da werden alle Käufer angeschrieben und die komplette Serie zur Reperatur zurückgerufen. Die Idee, einfach mal alles "richtig" zu machen ist anhand des Umfanges einer Fahrzeugkonstruktion schlichtweg nicht zu garantieren.
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