Rückruf in den USA  VW E-Golf droht Stromausfall

VW schafft es nicht aus der Krise. Zum Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Diesel-Fahrzeugen kommen nun technische Probleme bei den US-Versionen des E-Golfs hinzu.

VW E-Golf
Volkswagen

VW E-Golf


Volkswagens Elektro-Offensive in den USA beginnt mit einem Fehlstart: Der Wolfsburger Autohersteller muss dort alle bisher verkauften Modelle des Elektro-Golfs zurückrufen. Bei den 5561 Wagen besteht die Gefahr von Stromausfällen. Das teilte die US-Verkehrsaufsicht NHTSA am Montag mit. Der E-Golf wurde 2015 auf dem US-Markt eingeführt.

Für VW bedeutet der Rückruf in den USA erneut einen herben Rückschlag. Wegen des Skandals um manipulierte Abgaswerte bei Millionen von Diesel-Fahrzeugen steckt der Konzern in einer schweren Krise. Künftig will VW verstärkt auf Elektroautos setzen, kündigte der Autohersteller bei verschiedenen Veranstaltungen an.

Das Problem beim E-Golf liege in einem Überlastungsschutz, der zu schnell anspringe und zum plötzlichen Ausfall des Elektromotors führen könne. Der mögliche Defekt betreffe wegen des unterschiedlichen Stromsystems jedoch nur die USA, so ein VW-Sprecher. Ein Update der Batterie-Software soll nun Abhilfe schaffen.

VW stellte einen elektrischen Bulli vor

Zuletzt stellte VW den sogenannten Budd-e als Konzeptauto vor - einen batteriebetriebenen Nachfahren des legendären Transporters Bulli. Das soll der Auftakt einer großen E-Offensive sein. "Viele weitere Modelle werden folgen", hatte VW-Markenchef Herbert Diess angekündigt.

mhu/dpa



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insgesamt 388 Beiträge
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bronco60 29.03.2016
1. Nichts neues aus WOB
Volkswagen wird von seiner Gegenwart/Vergangenheit eingeholt. Diese ganzen technische Nachlässigkeitein kommen nun ans Tageslicht. Eine durchschnittliche Ware zu hohen Preisen kann auf Dauer nicht funktionieren. Langsam bekommen Sie die Quittung dafür. Gut so.
Info&Hilfe 29.03.2016
2. Momentaufnahme
Man könnte derzeit den Eindruck gewinnen, das VW nur noch Pannen produziert. Gibt es da einen Zusammenanhang mit der Betrugsaffäre? Ich finde, so langsam wird es unheimlich mit dem, was das da so passiert.
rumal55 29.03.2016
3. Vw
............ kann es nicht mehr. Die Strategie Zuliefern Preise diktieren, technisch minderwertige Teile verbauen und teuer verkaufen, führt zu dem für was VW heute steht,...... ....." Für überteuerten elektro-mechanischen Schrott "... mit schlechtem Service und noch schlechterer Kulanz. VW hat die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt. Die Zeit als ..(-: fast :-) jeder Deutsche einen VW fuhr ist lange Vergangenheit. Phantasievolle Werbeslogans und VW geschönte Tests und Berichte in der deutschen " Fachpresse " sind da wenig hilfreich. Mittlerweile gibt es keinen Grund mehr diese Produkte zu kaufen, denn es gibt genügend Alternativen, die zudem preisgünstiger und höherweriger sind. Bei VW stinkt der Fisch vom Kopf her!
hellsguenni 29.03.2016
4. Alter Wein in neuen Schläuchen
Zitat: Das Problem beim E-Golf liege in einem Überlastungsschutz, der zu schnell anspringe und zum plötzlichen Ausfall des Elektromotors führen könne. Der mögliche Defekt betreffe wegen des unterschiedlichen Stromsystems jedoch nur die USA, so ein VW-Sprecher. Ein Update der Batterie-Software soll nun Abhilfe schaffen. Zitatende So ähnlich klangen auch die letzten Erklärungsversuche: 'Das Problem mit den falschen Abgaswerten liegt am unterschiedlichen Emissions-Meßsystem und betrifft deshalb nur die USA, weil da halt genauer nachgemessen wird und deshalb dürfen in Europa weiterhin die Autos mit erschlichenen Zulassungen aufgrund des Abgasbetrugs fahren...' Wenn VW nicht bald mal die Kurve bekommt, sehe ich schwarz für den Konzern. Mir tut nur das Gros der Mitarbeiter leid, die können da nichts für.
jupp78 29.03.2016
5.
Zitat von Info&HilfeMan könnte derzeit den Eindruck gewinnen, das VW nur noch Pannen produziert. Gibt es da einen Zusammenanhang mit der Betrugsaffäre? Ich finde, so langsam wird es unheimlich mit dem, was das da so passiert.
Der Zusammenhang dürfte nur darin bestehen, dass ohne Betrugsaffäre es niemand interessieren würde, dass gut 5000 Fahrzeuge (also fast nichts) zurückgerufen werden.
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