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18. Februar 2013, 15:33 Uhr

Defekte Steckverbindungen

BMW ruft 750.000 Autos zurück

Große Rückrufaktion beim Autohersteller BMW: Die Bayern ordern weltweit 750.000 Fahrzeuge in die Werkstätten, weil Störungen bei der Stromversorgung auftreten können. Betroffen sind mehrere Modelle. Bei BMW-Kunden in Deutschland herrscht allerdings kein Grund zur Sorge.

Bei BMW steht eine der größten Rückrufaktionen der Firmengeschichte an. Der Autohersteller ruft weltweit rund 750.000 Fahrzeuge wegen möglicher Probleme bei der Stromversorgung zurück. Betroffen seien Modelle der Serien 1er, 3er, des Sportwagens Z4 und des Kompakt-SUV X1, die zwischen März 2007 und Juli 2011 gebaut worden seien.

Eine defekte Steckverbindung am Stromverteiler könne bei diesen Wagen dazu führen, dass sich das Auto nicht öffnen lässt, der Motor nicht startet oder während des Fahrens aussetzt, sagte ein Sprecher des Autokonzerns. Die Steckverbindung sei Teil einer Sonderausstattung für BMW-Modelle, die in Länder mit hohen Temperaturen ausgeliefert werden.

Mehr als 500.000 Fahrzeuge werden dem Sprecher zufolge in den USA in die Werkstätten beordert, gefolgt von Japan (rund 100.000), Kanada (rund 65.000) und Südafrika (rund 50.000). In Deutschland und Europa seien keine Autos betroffen.

Zweite Rückrufaktion innerhalb weniger Tage

Kunden hätten den Konzern auf die Probleme aufmerksam gemacht, Schäden oder Unfälle habe es nicht gegeben. BMW hatte erst vor ein paar Tagen in den USA mehr als 30.000 X5-Geländewagen wegen fehlerhafter Bremsunterdruckleitungen zurückgerufen. Einer Studie des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach zufolge bestellt kein anderen deutscher Hersteller in den USA so viele Kunden wegen Mängeln an den Fahrzeugen ein wie BMW.

Bei der bislang größten Rückrufaktion in der Geschichte des Konzerns beorderte das Unternehmen im März 2012 1,3 Millionen Autos rund um den Globus in die Werkstätten. Zum Vergleich: 2012 verkauften die Münchner weltweit 1,54 Millionen Wagen ihrer Kernmarke BMW.

cst/Reuters

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