RWTH Aachen Streetscooter-Entwickler stellen E-Lkw vor

Mit dem Streetscooter, einem E-Transporter den heute die Deutsche Post baut, sorgten Aachener Wissenschaftler für Aufsehen. Nun legen sie mit einem Lkw nach.

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In Kalifornien gibt es Tesla, in Deutschland den Lehrstuhl Produktionstechnik für Elektromobilitätskomponenten: Die Aachener Wissenschaftler treiben die Massenproduktion von elektrischen Lastwagen voran und haben jetzt den Prototypen eines elektrischen Lkw vorgestellt.

Erfahrung haben die Forscher der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) im Fahrzeugbau schon gesammelt. Mit dem E-Transporter Streetscooter war ihnen bereits eine echte Überraschung gelungen.

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E-Lkw aus Aachen: Streetscooter in groß

Der Lkw mit dem Namen LiVe 1 soll preiswert in Produktion und im Unterhalt sowie praktisch für den Stadtverkehr sein. "Bei Elektromotoren werden zwar schon viele Dinge entwickelt, aber es gibt zu wenig, was für eine Massenproduktion tauglich wäre", sagte Projektleiter Gerret Lukas. Genutzt etwa von Postzustellern, Gartenbaubetrieben oder Kommunen könnte der 7,5-Tonner dazu beitragen, dass es weniger Schadstoffe in der Luft gibt, teilte der Lehrstuhl mit.

Drei verschiedene Antriebe sind möglich

Insgesamt soll es vier Prototypen geben. Zwei sollen mit Batterien betrieben werden, ein Lkw mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle und ein weiterer ist als Oberleitungs-Lkw geplant. "Der funktioniert fast wie eine Straßenbahn ohne Schiene", sagte Lukas.

Die RWTH arbeitet bei der Entwicklung mit mehreren Partnern zusammen. Neben dem Fahrzeughersteller Isuzu, auf dessen N-Serie der Prototyp basiert, sind auch die Streetscooter GmbH, eine Tochter der Deutschen Post, die deren E-Transporter herstellt, sowie die Post selbst am Projekt beteiligt. Auch der E-Kleinwagen e.Go wurde an der RWTH entwickelt.

ene/dpa



insgesamt 57 Beiträge
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tempus fugit 30.11.2018
1. Ich habe heute mit einem Amazon-Verteilerfahrer...
...gesprochen: der fährt täglich so 100 km, macht 70-90 Arbeitsgänge - davon so 20 Rücknahmen, arbeitet 11 Std. täglich. Bei der Post und anderen Parceldeinsten wird's nicht viel anders sein. Machen wir noch 20 Reserve-km dazu, dann weiss man, wieviel Kapazität an Akku nötig sind. Erfreulich übrigens, letztlich verkündeten Stimmen hier, dass der Streetscooter ein Flop geworden wäre. Flop wie Tesla? Mal sehen...
fottesfott 30.11.2018
2. Es gibt verschiedene Branchen...
in denen sich die Produktentwicklungen an den Verbraucherbedürfnissen orientieren, fing so vor vielleicht 25 Jahren an. Wird spannend sein zu verfolgen, wann sich die traditionelle deutsche Automobilindustrie diesem Trend anschließt, statt die Verbraucher von der Genialität ihrer Erzeugnisse überzeugen zu wollen...
Ulipol 30.11.2018
3. Automobilindustrie
Irgendwie wird die deutsche Automobilindustrie richtig vorgeführt.
brutus972 30.11.2018
4. Blamage für die Autoschlüsselindustrie ...
Die Granden rennen, wie immer hinterher. 10 Jahre Fortschrittsverweigerung und Korruption mit den Politikern können zukünftig die Existenz kosten.
gable 30.11.2018
5. Wieso wird die deutsche Automobilindustrie vorgeführt?
@Ulipol: Die großen Hersteller haben schon längst Prototypen in Erprobung. Und mehr als Prototypen sind das hier laut SPON auch nicht.
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