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13. Juni 2012, 17:06 Uhr

Investor für Saab

Asiaten wollen Schwedenmarke retten 

Der insolvente schwedische Autobauer Saab hat einen Käufer gefunden. Ein chinesisch-japanischer Investor übernimmt das Traditionsunternehmen - und will daraus einen reinen Elektroauto-Konzern machen.

Es war eine Schreckensmeldung für Mitarbeiter und Fans von Saab: Im Dezember 2011 verkündete der Autohersteller die Zahlungsunfähigkeit. Im April 2012 gingen im Werk am Stammsitz Trollhättan endgültig die Lichter aus, der Schuldenberg belief sich auf 1,4 Milliarden Euro.

Nun sieht plötzlich alles ganz anders aus. Ein neues Modell ist angekündigt, in anderthalb Jahren soll es auf den Markt kommen - ein Elektroauto. Möglich macht es der neue Besitzer von Saab: die Unternehmensgesellschaft National Electric Vehicle Sweden (NEVS).

Die Übernahme wurde am Mittwoch in Trollhättan bekannt gegeben. NEVS ist ein Zusammenschluss des auf alternative Energien spezialisierten Unternehmens National Modern Energy Holdings aus Hongkong und der Investmentfirma Sun Investment aus Japan. Den Kaufpreis für Saab gaben Unternehmen und Insolvenzverwalter nicht bekannt.

NEVS will nun nach eigenen Angaben am Saab-Standort in Trollhättan Elektroautos entwickeln. Das erste Modell soll auf dem Saab 9-3 basieren und Ende 2013 oder Anfang 2014 auf den Markt kommen. Ob es dann in Europa fährt, ist unklar - der E-Saab werde für den chinesischen Markt konzipiert, hieß es von den neuen Besitzern.

cst/AFP/dpa

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